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Johann-Wolfgang-Goethe-Universität


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AfE-Turm der Johann Wolfgang Goethe-Universität

Campus Bockenheim: Sozialzentrum/Neue Mensa

Physikalische Fakultät - Campus Bockenheim

AfE-Turm

Die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität (offiziell Johann Wolfgang Goethe-Universität ) in Frankfurt am Main wurde 1912 gestiftet und 1914 eröffnet. Die Gründung einer Universität in wurde insbesondere von Oberbürgermeister Franz Adickes vorangetrieben.

Mit dem Amtsantritt von Rudolf Steinberg als Präsident begann ein weitreichender Umbau Goethe-Universität.

Die Universität ist auf vier große verteilt:

Hinzu kommen kleinere Standorte wie Sportuni Ginnheim ) Biocampus ( Palmengarten ) und Kunstgeschichte (Hausen).

Mittelfristig sollen die kleineren Standorte mit der Sportuni und der Campus Bockenheim aufgelöst und eine Drei-Campus-Universität entstehen.

Die Goethe-Universität verfügte 2002 nach der Ludwig-Maximilians-Universität in München über den zweitgrößten Drittmittelzufluss deutschen Hochschulen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gründung der Stiftungsuniversität

Die Gründung der Universität geht wesentlich das Engagement des Frankfurter Oberbürgermeisters Franz Adickes zurück. Es war Adickes` Wunsch neben Ansiedlung von Industrieunternehmen in Frankfurt auch Kultur- Bildungsstätten zu fördern. Zu diesem Zweck unterstützte alle Initiativen die zielgerichtet auf eine Universität mußten. Einen Weggefährten fand er in Wilhelm Merton dem Gründer der Metallgesellschaft AG der ebenfalls davon überzeugt war zwischen dem Handel und der Industrie aber der sozialen Wohlfahrt und der Wissenschaft eine Verbindung besteht. So finanzierte Merton mit eigenen fremden Mitteln 1901 die "Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften".

Die "Akademie" sollte gemeinsam mit anderen gestifteten Instituten als Keimzelle für die spätere dienen. Hannah Louise Rothschild hatte 1890 die Universitätszahnklinik das sogenannte Carolinum gegründet. Jahre später erhielt die Stadt aus dem des Buchhändlers Carl Christian Jügels zwei Millionen die Franz Adickes prompt in den Bau Lehranstalt investierte. Und Franziska Speyer die Witwe Bankiers Georg Speyer finanzierte die Errichtung eines zur Erforschung von Infektionskrankheiten dessen Leitung 1906 dem Wissenschaftler Arzt und späteren Nobelpreisträger Paul Ehrlich übertragen wurde. Durch das Millionenvermächtnis Franziska war schließlich das Startkapital für das Projekt auf mehr als 14 Millionen Mark angewachsen alle Voraussetzungen dafür erfüllt daß Frankfurt neben die am besten ausgestattete Hochschule Preußens werden sollte. Gegen den Widerstand des Preußischen Abgeordnetenhauses wie der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung erreichten und Merton daß Kaiser Wilhelm II. als preußischer König 1914 die Eröffnung der "Stiftungsuniversität" genehmigte. Am der Eröffnung - der Kaiser hatte wegen Kriegsausbruchs seine Teilnahme abgesagt - verpflichtete Rektor Wachsmuth 44 Studierende durch Handschlag. Fünfzig Professoren bereits im ersten Wintersemester 1914/1915 618 Studenten sich immatrikuliert davon hundert Frauen. Ebenfalls revolutionär: erste Universität berief die Frankfurter jüdische Professoren. war ausdrücklicher Wille der Stifter unter denen Juden waren.

Ausweitung des Fächerangebots in den zwanziger

Nach dem Ersten Weltkrieg war das zunächst ruiniert ein Universitätsvertrag zwischen Stadt und - Frankfurt und Preußen - schuf jedoch aus finanziellen Nöten. In den wenigen Jahren 1918 und 1932 erlebte die Frankfurter Universität eine große Sie war nicht nur jung sondern auch Die Verknüpfung zwischen Stadt und Universität war das Kuratorium und den großen Rat in Stadt und Stifterfamilien Mitspracherecht hatten institutionell gesichert. Fächerkanon wurde erweitert und bedeutende Wissenschaftler berufen. 1916 wurde Julius Ziehen für den ersten Pädagogiklehrstuhl gewonnen Franz Oppenheimer 1919 für den ersten soziologischen Lehrstuhl Deutschlands; folgte Karl Mannheim 1930 . Bereits 1920 war der Physiker Friedrich Dessauer - bekannt durch seine Forschungen zur - nach Frankfurt gewechselt. Und schließlich wirkten die späteren Nobelpreisträger Max von Laue und Max Born am Aufbau der Naturwissenschaftlichen Fakultät mit.

1924 wurde auf Initiative der Familie das " Institut für Sozialforschung " an der Frankfurter Universität gegründet. Direktor Instituts wurde Carl Grünberg der zugleich Ordinarius der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät war. Seine als Institutsleiter trat 1930 Max Horkheimer an der nach US-amerikanischem Exil während zweiten Weltkriegs 1950 nach Frankfurt zurückkehrte und Theodor W. Adorno und anderen die " Frankfurter Schule " repräsentieren sollte. Nach dem Willen der jüdischen Stifter wurden keine Theologische Fakultäten eingerichtet Glaubensfragen und Konfessionszugehörigkeit sollten in der weltoffenen Hochschule keine Rolle spielen. Allerdings legten die Wert auf eine kritisch-analytische Behandlung aller Konfessionen es die Philosophische Fakultät in ihrem Diskussionsforum Dozenten unterschiedlicher Konfessionen bot. An der Universität die sich seit 1932 Johann Wolfgang Goethe-Universität nannte lehrten die Dozenten Franz Rosenzweig und Martin Buber und der Protestant Paul Tillich.

Die Studierenden - ihre Anzahl war 1923 auf mehr als 5.000 gestiegen - zum größten Teil aus einer soliden Mittelschicht. und Lehrer Bauern Kleinlandwirte Handel- und Gewerbetreibende Angestellte waren ihre Väter.

Die Universität während des Nationalsozialismus

Nach der Machtergreifung Hitlers 1933 wurde die Frankfurter Universität - wie Hochschulen - gleichgeschaltet. Und sie ließ sich gleichschalten um die durch ihren Ruf als Hochschule drohende Schließung zu verhindern. Studenten beteiligten 1933 an der Bücherverbrennung auf dem Römerberg 109 von 355 wurden aus rassistischen oder politischen Gründen aus Hochschuldienst entlassen und allein 66 sozialistische und sowie jüdische Studierende von der Hochschule verwiesen. die deutschen Hochschulen im Nationalsozialismus durchschnittlich 15 ihrer Mitglieder verloren war es in Frankfurt Drittel.

Wiederaufbau: Anknüpfen an die demokratische Tradition

Nach dem Krieg beabsichtigte die amerikanische zunächst die Schließung der Universität. Trotzdem stellten "Acting Burgermeister" Wilhelm Hollbach sowie der neu Rektor der Universität Georg Hohmann im Herbst 1945 den Antrag Frankfurt als Volluniversität zuzulassen. Unterstützung amerikanischer Militärbeauftragter und dem Engagement einiger unbelasteter Wissenschaftler und Repräsentanten der Stadt wurde Universität schließlich am 1. Februar 1946 wiedereröffnet. Nachfolger der aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrte Jura-Professor Hallstein und der damalige Kultusminister und spätere Franz Böhm bemühten sich darum die neu akademische Freiheit und Selbstbestimmung der Hochschule zu Gemeinsam mit anderen Universitäten der amerikanischen Zone man in Frankfurt auf die Einrichtung der fehlenden Theologischen Fakultät auf allgemein verbindliche Vorlesungen zu ethisch-moralischen und gegebenenfalls auch zur Politik. Gleichzeitig wurde internationale Öffnung der Universität betrieben. Bereits 1949 besuchte eine Professorendelegation aus Chicago Kollegen Studierende in Frankfurt.

Reform: Von der Ordinarien- zur Gruppenuniversität

1953 stieg das Land Hessen in die Verpflichtungen des ehemaligen Preußischen Staates ein 1967 wurde aus der Stiftungsuniversität eine Landesuniversität. nicht nur der Rückzug der Stadt aus finanziellen Verantwortung veränderte die Johann Wolfgang Goethe-Universität: wurde die Lehrerausbildung stärker mit den Fachwissenschaften indem die "Hochschule für Erziehung" als "Abteilung Erziehungswissenschaften" in die Universität integriert wurde. Gleichzeitig die traditionsreichen fünf Fakultäten - Rechtswissenschaft Medizin Philosophie Naturwissenschaften sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften - in 19 Fachbereiche aufgeteilt. Daß der organisatorischen Umgestaltung nicht auch eine Reform Lehrinhalte und -formen einherging belebte den studentischen 1968 und 1969. Hatten vorher allein die die sogenannten Ordinarien über die Entwicklung der entschieden setzten sich die Studierenden nun für und Mitbestimmungsrechte aller Statusgruppen ein. Die Forderungen Studierenden wurden im Hessischen Universitätsgesetz vom 12. Mai 1970 berücksichtigt.

Reform: Von der Gruppen- zur Präsidialuniversität

Mit der Hochschulrechtsreform 2000 drängte die CDU-FDP-Landesregierung die Mitwirkung durch Statusgruppen zu Gunsten einer zentralen Führung durch kollegiale Hochschulleitung zurück. Präsident Rudolf Steinberg leitete ein Programm zur Schwerpunktbildung in Wissenschaft und zur Verbesserung der Qualität in und Lehre ein.

Bekannte Professoren


Siehe auch: Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte (MPIER)

Weblinks



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