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John Stuart Mill


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John Stuart Mill (* 20. Mai 1806 in Pentonville London – † 8. Mai 1873 in Avignon) war ein englischer Philosoph und Ökonom und einer der einflussreichsten liberalen Denker des 19. Jahrhunderts. Er war des Utilitarismus der von dem Lehrer und Freund Vaters Jeremy Bentham entwickelt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Leben

J.S. Mill wird als ältester Sohn James Mill geboren. Unterricht erhält er von Vater einem Anhänger von Jeremy Bentham der mit Rat und Tat zur Seite steht. Mill wird überaus streng erzogen und gilt hochbegabt. Nach dem Willen seines Vaters soll den Gedanken des Utilitarismus nach dessen und Tod weiterleben lassen. Mill wird von seinem einer sehr rigorosen Erziehung unterworfen. Kontakte zu soll er möglichst vermeiden seine Kindheit und spielen sich vor allem im Studierzimmer ab. Ausbildung beinhaltet Griechisch Latein englische Geschichte Algebra ( Platon Aristoteles) und Ökonomik ( Adam Smith David Ricardo ). Bereits im Alter von 10 Jahren er Platon in griechisch mit Leichtigkeit lesen mit 12 begann das Studium der Aristotelischen Logik. Neuere Forschungen zu dem Ergebnis dass seine - selbst eindrucksvolle - Lektüreliste in seiner Autobiographie ein deutlichen englischen Understatements war.

1820 hält sich Mill in Frankreich auf. Mill bis dahin enthusiastischer und Anhänger von Benthams Lehren beginnt sich in Zeit von diesen zu lösen. Er beginnt dieser Zeit seine Abwendung von einem streng kalkulierbaren Utilitarismus hin zu einer Konzeption die Wert auf Qualität und individuelle Freiheit legen

Ab 1823 ist er für die East India Company tätig. Nachdem sie sich 1858 auflöst er in den Ruhestand. Seine schriftstellerische und Tätigkeit beginnt 1824. Von 1835 bis 1840 er Herausgeber der London Review. Mill heiratet nach 19jähriger Freundschaft Harriett Taylor die bereits verstirbt. Mill war Abgeordneter des britischen Unterhauses in dem er die liberale Partei Ähnlich wie sein konservativer Zeitgenosse Edmund Burke vertrat er dabei ebenso das Recht unbedingte Gewissensfreiheit des Abgeordneten wie er sich Wahlkampf in eigener Sache zu betreiben. Insbesondere Eintreten für Scheidungs- und Frauenwahlrecht zog in der damaligen Wählerschaft viele auf sich. Ein etwas zynischer Parteigenosse meinte: Mit einem Programm wie diesem wäre nicht Jesus Christus persönlich wiedergewählt worden.

Werk

Mills schriftstellerische und politische Tätigkeit sollte allem dazu dienen die Menschen zu moralisch Wesen zu entwickeln. Dabei suchte er nach Ansätzen deren innere Kohärenz mehr der Suche Interpreten unterliegt als dass er sie explizit Ideengeschichtlich wirksam wurden vor allem drei Aspekte:

Mill-Limit

In seiner bekanntesten Schrift „On Liberty“ „Über die Freiheit“) setzt Mill das Limit dass der einzige Grund aus dem die einzeln oder vereint sich in die Handlungsfreiheit ihrer Mitglieder einzumischen befugt ist: sich selbst schützen. Dass der einzige Zweck um dessentwillen Zwang gegen den Willen eines Mitglieds einer Gesellschaft rechtmäßig ausüben darf: die Schädigung anderer verhüten.“ Das Mill-Limit gilt heute noch besonders angloamerikanischen Ländern als Grundlage des Liberalismus.

Utilitarismus

Im Gegensatz zu Jeremy Bentham oder seinem Vater James Mill entwickelt Mill den Utilitarismus weiter. Wo es bei ersteren rein um das „größtmögliche Glück der größtmöglichen Zahl“ avisiert JS Mill eine qualitative Vorgehensweise die von „niederen“ Genüssen unterscheidet und entsprechend gewichtet. kann damit einige der Haupteinwände gegen den umgehen bleibt selbst aber relativ unkonkret dabei „höhere“ und „niedere“ Genüsse zu unterscheiden sind.

Feminismus

Ungewöhnlich für seine Zeit und wahrscheinlich durch seine spätere Frau Harriet Taylor (Mill) J.S. Mill feministische Ansichten. "Alle selbstsüchtigen Neigungen Selbstvergötterung und ungerechte Selbstbevorzugung denen die Menschheit behaftet ist haben ihren in dem gegenwärtigen Verhältnis zwischen Mann und . Er fordert ebenso das Frauenwahlrecht wie ein Scheidungsrecht . Auch untersucht er als einer der sozialwissenschaftlich die Unterdrückung der Frau.

Wirtschaftswachstum und stationärer Zustand

In "Grundsätze der politischen Ökonomie" (Principles Political Economy) beschreibt Mill seinen stationären Zustand. geht davon aus dass nach Erreichen des (ein Leben in Wohlstand für alle) eine des Stillstands kommen müsse. Dieser stationäre wirtschaftliche bedeutet für ihn jedoch nicht dass auch intellektueller kultureller und wissenschaftlicher Fortschritt stattfindet und ein Mangel an Waren vorhanden ist. Stillstand allein in Bezug auf die Kapital- und Es ist ein Zustand in dem "[...] arm ist niemand reicher zu sein wünscht niemand Grund zu der Furcht hat dass durch die Anstrengungen anderer die sich selbst drängen zurückgestoßen werde." Das Streben nach Wachstum Mill als Sucht und geht davon aus gesellschaftliche kulturelle und sittliche Fortschritte umso größer würde der Mensch dieser Sucht entsagen. Erwerbstätigkeit ebenso in Mills stationärem Zustand stattfinden "nur dem Unterschiede daß die industriellen Verbesserungen anstatt der Vermehrung des Vermögens zu dienen ihre Wirkung hervorbrächten nämlich die Arbeit zu verkürzen."

Bibliographie Mills

  • Principles of Logic rationative and inductive (1843)
  • Essays on some Unsettled Questions of Political (1844)
  • Principles of Political Economy (1848)
  • Utilitarianism (1863) [1]
  • Considerations on Representative Government (1863)
  • Auguste Comte and Positivism (1865)
  • Examination of Sir William Hamilton's Philosophy (1865)
  • Subjection of Women (1869)
  • Autobiography ( postum 1873) [2]
  • Three Essays on Religion (postum 1874)



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