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Junggrammatiker


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Junggrammatiker nennt man die Linguisten der sogenannten Leipziger Schule die sich Ende der 1870er Jahre in Leipzig um August Leskien ( 1840 - 1916 ) gebildet hatte. Ihre wichtigsten deutschen Vertreter Beginn an waren:

Die Junggrammatiker vertraten in der Indogermanistik und allgemeinen Sprachwissenschaft eine positivistische Richtung und folgten der Doktrin des Physiologen Emil Du Bois-Reymond ( 1818 - 1896 ) von der Ausnahmslosigkeit der Naturgesetze . Ihrer Auffassung nach finden Sprachveränderungen ausnahmslos der Grundlage naturgegebener Lautgesetze statt. Sprachwissenschaftliche Erkenntnisse sollten ausschließlich auf Tatsachen beruhen. Nach ihrem Lehrsatz von der Ausnahmslosigkeit der Lautgesetze war die Psychophysik des Sprechaktes in augenblicklichen und historischen Dimension Hauptgegenstand der Sprachwissenschaft. führte zu genaueren und umfassenderen Feldforschungen und auf dem Gebiet der Lautverschiebung. Außerdem wurde stärkeres Interesse für die Dialektologie und die Sprache der Kinder entwickelt.

Da die Junggrammatiker - außer ihrem Dogma von der Ausnahmslosigkeit der Lautgesetze - Abstraktionen ablehnten die nicht durch beobachtbare Fakten belegt werden konnten setzten sie sich der aus sich in Einzelheiten zu verlieren. Sprichwörtlich das: Sie sahen den Wald vor lauter Bäumen Damit waren sie hinter August Schleicher ( 1821 - 1868 ) zurückgefallen der sich zwar auch von Philologie lösen wollte und die Linguistik als der Naturwissenschaften sah aber in der Evolutionstheorie eine insgesamt tragfähigere Grundlage gefunden hatte. Hypothese von der Ausnahmslosigkeit der Lautgesetze hat sich als falsch erwiesen. Sie nicht den gesellschaftlichen Charakter der Sprache und die kulturellen Aspekte der Sprachveränderungen.

Literatur

  • Hermann Paul: Prinzipien der Sprachgeschichte. (1. Auflage 1880)
  • Karl Brugmann u. Bertold Delbrück: Grundriß der vergleichenden Grammatik der indogermanischen Sprachen. (2. Auflage 5 Bände 1897 -



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