Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 20. August 2019 

Justus Dahinden


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Justus Dahinden (* 18. Mai 1925 in Zürich ) ist ein schweizer Architekt .

Em. o. Univ.-Prof. Dipl.-Architekt Dr. sc. SIA IAA HonFAIA

Inhaltsverzeichnis

Leben

  • 1945-49 Diplom an der ETH Zürich
  • 1950 Heirat mit Marta Arqiunt
  • 1955 Eigenes Büro als freier Architekt Zürich
  • 1956 Doktor sc. techn. Promotion an ETH Zürich mit "Standortbestimmung der Gegenwartsarchitektur" (Herausgeber Zürich)
  • 1967-79 Mitglied des ICRAA - Teilnehmer Internationalen Kongresses für Religion Architektur und bildende in New York Montreal 1967 in Brüssel in Jerusalem 1974 und San Antonio 1979
  • seit 1968 Mitglied des GIAP "Groupe d'Architecture Prospective" in Paris
  • 1971 Mitglied der Stadtplanungskommission in Zürich
  • 1973 HFAIA Honory Fellow of the Institute of Architects
  • 1974 Berufung zum ordentliche Universitätsprofessor an TU Wien und Direktor des Instituts für und Entwerfen an der TU Wien
  • 1976 Ehrenpräsident der SIAC "Société Internationale d'Artistes Chrétiens"
  • 1980 Aufnahme in " Contemporary Architects" James Press Ltd. London
  • 1981 Grand Prix d'Architecture
  • 1984 Internationales Architekur Symposium "Mensch und
  • 1985 Professor honoris causa der FAU - Facultad de Arquitectura y Urbanismo de Buenos Aires
  • 1985 Doktor honoris causa der Technsichen Bratislava
  • 1988 Ehrenmitglied des "Colegio De Arquitectos Estado De Jalisco AC" Mexico
  • 1988 Professor IAA "International Academy of in Sofia/ Bulgarien
  • 1989 Professor honoris causa der "Scuola Altos Estudios del CAYC" Centro de Arte Communicacion in Buenos Aires
  • 1995 Emeritierung als ordentlicher Professor und Institutsvorstand an TU Wien

Biographie

Seit Anfang der 60er Jahre entwickelt Dahinden Konzepte und architekturtheoretische Denkmodelle für eine zunehmendem Konsum und Freizeitbedürfnis geprägten Gesellschaft verbunden der Kritik an damaliger Architektur daß "das Profil der modernen Großstadt zu einer einzigen von Unwirtlichkeit pervertiert" sei. Dahinden versteht die Orientierung auf individuelle Freizeit auch als neues für sozio-ökonomische Strukturen über die architektonisch-baulichen Konzepte Die ersten Projekte wie " Akro-Polis" (1974) " Radio City" die als Alternativen zum der 60er und 70er Jahre entstehen verstehen als so genannte "Urban-Utopien" für die westliche und zeitgemäße Gesellschaft. Inspiriert von der britischen Archigram sowie der japanischen Metabolisten -Gruppe entwickelt Justus Dahinden multifunktionale städtebauliche Komplexe in der 1984 entworfenen Freizeitstadt Kiryat Ono Tel Aviv gipfelten. International beachtet werden die der archetypischen pyramidalen " Stadthügel " mit terrassierter Wohnstruktur. Diese neue urbano-soziale des Stadthügel präsentiert sich als modulares Stecksystem der Plug-in Cities von Archigram in flexiblen und organisch-fließenden Strukturen. Die der Freizeit- und Erlebnisweltstadt verfolgt Justus Dahinden dem für München 1973 realisierten Projekt "Schwabylon" und später in zwischen 1985-89 realisierten Einkaufszentrum Ostermundingen bei Bern. Gegensatz zu den 60er und 70er Jahren Justus Dahinden nicht mehr die größtmögliche Vielfalt Funktionseinheiten sondern die Einheitlichkeit in Architektur und Dies wird auch in seinen Hotelbauten (z.B. Rigi 1967; Parkhotel Bad Mergentheim 1982; Stadthotel 1983; Hotel Agora Lausanne 1984) deutlich. Verbunden der Idee modularer Bausysteme entwickelt Dahinden seit der 60er Jahre produktorientierte Bausysteme wie z.B. TRIGON-System (1969) nach dem in Zürich ein in zentraler urbaner Randlage errichtet wurde. Für Projekt Theaterschiff auf dem Zürichsee (1970) oder Hotel auf dem Nil Kairo (1972) entwickelte weitere neue Bausysteme. Im Jahre 1981 entwickelt das Bubble-Bau-System das im Iran erprobt anläßlich INTERARCH 81 prämiert wurde. Hier wird Dahindens von F. L. Wright beeinflußtes Formenrepertoire deutlich.

Neben gesellschaftsrelevanten Projekten entwickelt der Hochschulprofessor Dahinden seit dieser Zeit theoretische Grundlagen aufbauend gestaltpsychologischen und philosophischen Erwägungen versch. Grundbegriffen wie "Gesetz der Drei" (Synthese von Struktur Gestalt Geist) oder der Idee des "Kontextualismus in Architektur" (Einheit zwischen Bauwelt Natur und Mensch). Integration ökologischer (biogenetischer) Aspekte in architektonische "Archetypen" Grundlage seiner Architekturentwürfe.

Inspirationen verarbeitet er aus der europäischen internationalen Architekturgeschichte. Hierbei ist besonders Bruno Taut die anthroposophische Architektur von Rudolf Steiner die Baukunst von Antonio Gaudi die heute wirkenden Projekte und Denkmodelle der " Archigram " sowie verschiedene architektonische Ansätze aus islamischer indischer Architektur hervorzuheben. Besonders deutlich werden diese in seinen viel beachteten und richtungsweisenden Kirchenbauten seit den frühen 60er Jahren in Europa Afrika entstehen und über die sozialen Belange eine geistig religiöse Dimension erreichen.

Das Wirken von Justus Dahinden und Mittelpunkt kann umschrieben werden mit der "emotionalen der Architektur verbunden mit Symbolhaftigkeit und Regionalität hierauf aufbauendem Formenvokabular". Dies zeigt sich insbesondere den wichtige Kirchenbauten: Pfarrkirche St. Franziskus Hüttwilen Maria Krönung Zürich (1965); St. Antonius Wildegg Mit in Uganda erbauten Kirchen in Mityana und Namugongo (1973) werden durch signifikante Bauformen Kulturverständnis und Mythologie rezipiert; Dahinden verweist auf biotektonische Spiegelung der Vegetation. Bei den in Schweiz und Italien ausgeführten Kirchenbauten stehen auch Aspekte wieder im Mittelpunkt (Pfarrkirche Bruder Klaus 1974; St. Joseph Monza 1976; St. Michael 1977; St. Jakobus Limburg-Lindenholzhausen 1977; St. Paulus 1979; Varese 1993); sie zeigen deutlich das aber konsequente Formenrepertoire Dahindens : schräge Wände Alltag entrückte Raumfolgen expressive Übersteigerung der Form Verwendung von Symbolik und archetypischen Formen. Die kirchlicher und sakraler Gebäude waren auch die für Dahindens erste theorischen Modelle über urbane und Agglomerationen. Die Auseinandersetzung mit den Urformen Architektur findet Ausdruck in den Entwürfen von Privathäusern (Zelthaus in Rigi-Unterstetten 1955; Dahindens Haus Zürich 1973; Familienhäuser Oberwil 1977; Kettenhaussiedlung Gaggenau Mit dem Feriendorf Twannberg (1980) versteckt im Jura kann Justus Dahinden seine Utopie der umsetzen die hier insbesondere das Zusammenleben von und nicht behinderten Menschen ermöglicht. Für dieses erhält er 1981 den Grand Prix d'Architecture. und figurative Bauplastik die er zusammen mit Bildhauer Bruno Weber realisiert ist ein markantes seiner Architektur (Wohnungsprojekt Stierenhof in Zürich-Witikon 1982; des Bibliotheksgebäudes der TU Wien 1986) und immer wieder zu Diskussionen an.

Neben seinem umfangreichen Schaffen als Architekt Justus Dahinden vor allem Professor. Er wurde als ordentlicher Hochschulprofessor an die Technische Universität Wien berufen und war Leiter des Institutes Raumgestaltung und Entwerfen an der TU-Wien. Der Institutsvorstand Prof. Dr. Justus Dahinden ist im 1995 emeritiert gleichwohl noch Leiter der Forschungseinheit und Raum an der TU Wien. Über Wirken an der TU Wien hinaus war ist Justus Dahinden an verschiedenen Hochschulen und in aller Welt als Lehrkörper gefragt.

Justus Dahinden ist einer der Architekten die auf Baukunst und die architektonische Entwicklung der Schweiz wesentlichen Einfluß nahmen.

Wichtige Bücher

  • 1971 "Stadtstrukturen für morgen" Verlag Gerd Stuttgart
  • 1973 "Denken-Fühlen-Handeln" Monographie Verlag Karl Krämer und A. Kraft Lausanne
  • 1988 "Justus Dahinden - Architektur - Monographie Verlag Karl Krämer Stuttgart

links



Bücher zum Thema Justus Dahinden

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Justus_Dahinden.html">Justus Dahinden </a>