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KZ Majdanek


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Das KZ Majdanek war ein Konzentrationslager zum Zwecke der Zwangsarbeit und ein Vernichtungslager der SS und lag im Osten Polens im Lublin .

Inhaltsverzeichnis

Entstehung und Konzeption des KZ Majdanek

Als Heinrich Himmler am 20. Juli 1941 Lublin besuchte erließ er den Befehl Aufbau des Lagers. Mit der Ausführung der des Lagers wurde der SS-Gruppenführer Odilo Globocnik beauftragt.

Im Schriftverkehr der SS wurde das als "KL Lublin" bezeichnet wobei die Abkürzung für Konzentrationslager steht. Dieser Bezug auf Lublin in der Literatur über das KZ Majdanek zu Mehrdeutigkeiten weil es auch Außenlager KZ in Lublin gab. Die offizielle Adresse Lublin Gartenstr. 12 Lagerstufe I und II.(4)

Das KZ Majdanek sollte im Rahmen der Vernichtungsoperation Aktion Reinhard (1) als größtes Konzentrationslager außerhalb des Deutschen ausgebaut werden.

Wegen angeblicher Widerstände des Generalgouverneurs Hans Frank wurde das Lager offiziell als "Kriegsgefangenenlager Waffen-SS Lublin" bezeichnet und nahm in dieser Anfang Oktober 1941 diese Funktion an. Noch im November 1942 als im Lager die Massenvergasungen begannen das Lager diesen Namen. Im November 1941 das Lager der Inspektion der Konzentrationslager(IKL) unterstellt.

Der eigentliche Name soll sich aus Stadtteil von Lublin Majdan Tatarski ableiten lassen. dem Datum vom 9. April 1943 wurde der Name in Konzentrationslager(KL) umgeschrieben(4). Gründung der Ostindustrie GmbH(Osti)(5) einem Unternehmen der wurde Majdanek Zentrum der SS-eigenen Industrieunternehmen. Am 22. Oktober 1943 wurden alle Lager im Distrikt Lublin das SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt(WVHA) Amtsgruppe D übernommen. Die Häftlinge dann Zwangsarbeit in verschiedenen Werken leisten wie Waffenfabrik Steyr-Daimler-Puch und der Deutsche(n) Ausrüstungswerke(4).

Das KZ Majdanek umfaßte auch mehrere sog. Außenlager:

Lage und Aufbau des Lagers

Das Lager entstand an der Verbindungsstraße Lublin nach Zamosc und umfaßte ein Areal etwa 2 7 km². Eingezäunt wurde der mit einem doppelten Zaun der mit Scheinwerfern wurde.

Der innere Aufbau des Lagers

Der innere Bereich der die Häftlingsbaracken bestand aus 6 Feldern die nochmals mit eingezäunt waren die unter elektrischer Hochspannung standen. Felder 1 bis 5 die nebeneinader lagen jeweils an den auslaufenden Seitenpunkten eine Absicherung Wachtürme. Nur das sechste Feld war davon

Insgesamt hatte nach der Einrichtung das 22 Baracken wovon 20 für die Unterbringung verschiedenen Häftlingsgruppen diente während zwei der SS-Verwaltung Verfügung standen. Das Lager war in Bereiche Männer und Frauen aufgeteilt(4).

Am einen Ende der Felder lagen Einrichtungen der Abteilung III und der Unterkunft Aufseherinnen. Am anderen Ende war ein kleines und dahinter Exekutionsgräben zu finden. Weiterhin wurden dort zwei Galgen errichtet.

Hinter der Anordnung der fünf Felder die 7 Gaskammern die Magazine Kartoffelmieten die und ein größerer Komposthaufen. Durch eine Straße davon wurde eine Leichenverbrennungsanlage errichtet.

Wiederum durch eine Straße von der der Felder getrennt an einem Ende der wurden die Einrichtungen der SS aufgebaut: das die Kommandatur die Kasernen der SS die des "Schutzhaftlagerführers der Abteilung III" der Bauhof das Haus des Lagerkommandanten.

Zusätzlich zu dem vorhandenen Krematorium wurden September 1943 fünf Brennöfen und ein großes Krematorium Diese Baumaßnahmen sahen ja wie oben berichtet erheblichen Ausbau des Lagers vor so daß etwa 250 000 Gefangene dort inhaftiert werden Doch dazu kam es nicht mehr so bis zur Räumung des Lagers nur etwa Fünftel der Planungen verwirklicht wurden.

Die Inhaftierung der Gefangenen und ihre

Die Zusammensetzung der Gruppen

Insgesamt ergaben die Untersuchungen der Häftlinge aus 28 Staaten mit 54 Staatsangehörigkeiten etwa 000 Menschen in das Lager deportiert und wurden.

Die Todesursachen

Da Gefangene auch gleich nach ihrer in die Gaskammern geführt wurden war das KZ Majdanek auch ein typisches Vernichtungslager. Etwa 40 der getöteten Häftlinge wurden im Laufe ihres in den Gaskammern ermordet oder auf andere umgebracht. Die anderen 60 Prozent starben auf Weise durch Hunger Krankheiten und physischer und Erschöpfung.

Insgesamt wurden im KZ Majdanek etwa 250 000 Menschen ermordet bzw. den Tod getrieben.

Neben der Vergasung mit Zyklon B und Kohlenmonoxyd wurden auch Massenerschießungen praktiziert. wurden durch Erschießungen 1941 und 1942 sowjetsische hingerichtet. Im Sommer 1943 wurden 300 sowjetische erschossen.

Auf diese Weise wurden auch im 1942 2800 Juden ermordet. Diese Praxis fand auch am 3. November 1943 ihre Fortsetzung als im Rahmen der etwa 17 000 Juden aus anderen Ländern Majdanek transportiert wurden.

Vom Mai bis September 1943 wurden der SS sogenannte "Kinderaktionen" durchgeführt wobei die von ihren Müttern getrennt wurden um sie vernichten.

Die Gefangenentransporte

Die ersten Transporte begannen ins Lager Oktober 1941 . Darunter waren auch Transporte von sowjetischen Weitere Transporte kamen aus verschiedenen KZ wie KZ Sachsenhausen KZ Gusen KZ Groß-Rosen KZ Buchenwald KZ Auschwitz-Birkenau KZ Neuengamme und KZ Dachau u.a. Im Schriftverkehr der Gestapo Köln ein Transport von Juden nach Majdanek vom 6. November 1942 angekündigt(4).

Die Transporte mit inhaftierten Juden kamen Polen den Niederlanden Griechenland Belgien Frankreich Ungarn der Tschechoslowakei.

Weiterhin wurden Menschengruppen aus der Ukraine und polnische Bauern aus der Region Zamosc Lager transportiert.

Im April 1943 wurden aus Warschau und Bialystock mehrere Juden nach Majdanek verschleppt. Insgesamt wiesen die von etwa 250 000 Menschen folgende Zusammensetzung

  • 100 000 aus polnische Staatsbürger (ohne Glaubensbekenntnis)
  • 80 000 Menschen jüdischen Glaubens
  • 50 000 Menschen aus der Sowjetunion
  • 20 000 Menschen aus verschiedenen Ländern

Die Lagerkommandaten

  • von September 1941 bis Juli 1942 Karl Otto Koch
  • von 20. August 1942 bis Oktober 1942 : Max Koegel
  • von Oktober 1942 bis September 1943 Hermann Florstedt
  • von September 1943 bis Mai 1944 Martin Weiß
  • von Mai 1944 bis zum 22. Juli 1944 : Arthur Liebehenschel

Der Widerstand im KZ Majdanek

Vor allem die polnische Widerstandsbewegung gab Gefangenen einige Unterstützung. Aber auch der Zentrale Glowna Opiekunca(RGO)) und das polnische Rote Kreuz Hilfe.

Verschiedene Gruppen waren im Lager aktiv planten z.B. die Flucht von Gefangenen.

Die Auflösung des Lagers

Im Zuge des Vormarschs der Roten wurde das Lager im Juli 1944 aufgelöst. Gefangenen wurden in andere KZ transportiert u.a. Auschwitz. Da die Räumung in großer Eile konnte die SS das Lager nicht mehr zerstören so daß die Gaskammern und ein der Baracken erhalten blieb.

Ermittlungen und Prozesse über die Verbrechen

Schon gleich nach der Befreiung des untersuchte eine gemischte Kommission aus Polen und Sowjetunion die gefundenen Örtlichkeiten und Personen des

Von den etwa 1300 Angehörigen des wurden nur wenige belangt. Von der SS 6 Angeklagte im November 1944 der Prozeß Zwei SS-Leute begingen Selbstmord vier wurden zum verurteilt.

Weitere Prozesse gegen SS-Leute fanden von bis 1948 statt. Insgesamt wurden 95 SS-Leute Lublin angeklagt. Es wurden 7 Angeklagte zum verurteilt während die anderen lange Gefängnisstrafen erhielten.

Unter den Todesurteilen war auch Else eine Kommandantin des Frauenlagers.

In Deutschland wurden vom 26. November 1975 bis 1981 in Düsseldorf gegen Wachmannschaften KZ Majdanek Prozesse geführt mit insgesamt 16 Angeklagten auch weibliches Aufsichtspersonal.

Zu den Angeklagten gehörten der Schutzhaftlagerführer Hermann Hackmann und die Aufseherin im Frauenlager Braunsteiner weiterhin der Lagerarzt Heinrich Schmidt und SS-Anghörige Hildegard Lächert.

Der Ort des Lagers heute

Heute befindet sich auf dem Areal Gedenkstätte die im Oktober 1944 errichtet wurde. Teile des Lagers erhalten blieben gibt es eine Ausstellung mit einem Archiv.

Die noch bestehenden Teile des Lagers von einer Gesellschaft gepflegt. Es wurden auch über die Geschichte des Lagers im Rahmen Museums publiziert.

Einige Angehörige der SS die im Majdanek tätig waren

  • Ärzte:
 SS-Hauptscharführer Dr. Erich Grün SS-Obersturmführer Dr. Schmidt SS-Untersturmführer Dr. Karl Rindfleish  

  • Wachpersonal:
 SS-Rottenführer Franz Bago SS-Aufseherin Hermine Böttcher Hermine Braunsteiner SS-Aufseherin Luise Danz SS-Oberaufseherin Else SS-Rottenführer Thomas Ellwanger SS-Oberscharführer Anton Endres SS-Unterscharführer Fischer SS-Hauptsturmführer Wilhelm Gerstenmeier SS-Hauptscharführer Heinrich Groffmann Friedrich Gross SS-Hauptsturmführer Hermann Hackmann SS-Hauptscharführer Otto SS-Oberscharführer Ernst Kostial SS-Aufseherin Hildegard Lachert SS-Hauptsturmführer Langleist SS-Hauptscharführer Emil Laurich SS-Aufseherin Charlotte Mayer Erich Mühsfeldt SS-Aufseherin Alice Orlowski SS-Oberscharführer Hans SS-Oberscharführer Fritz - Heinrich Petrick SS-Hauptsturmführer Wilhelm SS-Obersturmführer Friedrich - Wilhlem Ruppert SS-Oberscharführer Nikolaus SS-Rottenführer Theodor Schöllen SS-Unterscharführer Arnold Strippel SS-Aufseherin Süss SS-Obersturmführer Anton Thernes SS-Unterscharführer Heinz Villain Hermann Vögel SS-Oberaufseherin Else Weber SS-Hauptscharführer Westel  

  • Fremdes Wachpersonal

 SS-Wachmann Dmytro Sawchuk SS-Wachmann Alexander Tityebski 

  • Unbekannte Angehörige der SS

 SS-Unterscharführer Hensche SS-Scharführer Melzer SS-Aufseherin Redli Terner SS-Rottenführer Wende  

Quelle(verändert): http://www.axishistory.com/index.php?id=3680

  

Literatur

  • Günther Schwarberg Der Juwelier Von Majdanek Göttingen 1998 ISBN: 3882436255
  • Josef Marszalek Majdanek. Konzentrationslager Lublin Warschau: Verlag Interpress 1984 ISBN: 8322319347
  • Ingrid Müller-Münch Die Frauen von Majdanek - Vom zerstörten der Opfer und der Mörderinnen Reinbek Rowohlt Verlag 1982.
  • Edward Gryn & Zofia Murawska-Gryn MAJDANEK 1984. Panstwowe Muzeum na Majdanku.
  • Majdanek Lublin: Krajowa Agencja Wydawnicza 1985 ISBN:
  • Wydawnictwo Lubelskie Majdanek Poznan 1966.

Hinweis: Alle Bücher der Liste sind antiquarisch erhältlich(Stand: 8. März 2004)

  • (4) M. Weinmann(Hrsg.) Das nationalsozialistische Lagersystem (CCP) Frankfurt am Main November 1990

Weblinks




Bücher zum Thema KZ Majdanek

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