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Kadenz (Musik)


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Die Kadenz (lat.-it. cadere : fallen) bezeichnet in der Musik im weitesten Sinne das "Fallen" in Quinten auf die Schlussharmonie eines Stückes oder Abschnitts daraus. In diesem Zusammenhang spricht man von Quintfall . Im Besonderen bedeutet Kadenz:

  • Die Schlusswendung eines Musikstückes oder eines Abschnittes Akkorden . Am häufigsten ist der Fall von 5. Stufe (der Dominante ) auf die Tonika - oft mit diesem Harmonienpaar nach Subdominante (4. Stufe). In Moll stehende Stücke oder Abschnitte können auch der 5. Stufe enden; die Schlusskadenz erreicht typischerweise über die 6. Stufe ( Plagalschluss ).

  • Ein mehr oder weniger kurzes Harmonie-Abfolgeschema in die Akkorde durch Abschnitte des Quintenzirkels wandern bis es auf der beabsichtigten landet. Solche erweiterten Kadenzen können auch das harmonische Gründgerüst für Modulationen bilden. Ein Beispiel für eine nicht erweiterte Kadenz: (vgl. Quintfallsequenz )
C - G - a - e F - C - F - G C

In funktionaler Schreibweise:

T - D - Tp - Tg S - T - S - D T

Dabei bedeutet: T = Tonika S = D = Dominante P = Parallele G Gegenklang; Großbuchstabe = Dur Kleinbuchstabe = Moll .

  • Eine freie Episode des Solisten am Ende Solokonzerten . Sie wird vom begleitenden Orchester üblicherweise mit einem Quartsextakkord eingeleitet und Solisten mit einem Triller auf dem Leitton über dem Dominantseptakkord beendet worauf auf das Zeichen des das Orchester wieder mit der Tonika zur Schlusswendung einsetzt. Die Kadenz soll Solisten die Möglichkeit geben seine Virtuosität zu Sie war anfangs zumeist improvisiert. Später schrieb sie auf wobei der Komponist durchaus ein sein kann als der des Konzertes. Bei Konzerten Ludwig van Beethovens ist es schon die Regel eine des Komponisten angeboten zu bekommen. Der Solist jedoch die Freiheit seine eigene Kadenz zu oder zu improvisieren.

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