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Kaiserschnitt


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Beim Kaiserschnitt ( Sectio caesarea von caedere = ausschneiden) wird der Säugling auf operativem Wege aus dem Bauch der Mutter geholt. Es wird ein Schnitt an Bauchunterseite vorgenommen.

Wurde diese Operation früher hauptsächlich aus medizinisch dringenden Gründen so wird der Kaiserschnitt heutzutage oft auch Wunsch der werdenden Mutter angewandt. Es handelt dann um einen sogenannten Wunschkaiserschnitt . Unter dem Stichwort Wunschkaiserschnitt findet sich ausführlicher Vergleich der Vor- und Nachteile des gegenüber einer natürlichen Geburt.

Inhaltsverzeichnis

Narkoseverfahren

Der Kaiserschnitt kann unter Teilnarkose ( PDA oder Spinal-Anästhesie ) oder auch unter Voll narkose geschehen. Die Wahl des Narkoseverfahrens hängt auch von der Planbarkeit des Kaiserschnitts ab. der Kaiserschnitt geplant so erfolgt in den Fällen eine Teilnarkose . In diesem Fall kann der Vater in der Regel mit in den die Mutter kann ihr Kind unmittelbar nach der Entbindung sehen und sogar kurz in die Arme nehmen. Fällt Entscheidung für einen Kaiserschnitt dagegen kurzfristig etwa Folge auftretender Komplikationen bei der natürlichen Geburt so muss meist eine Vollnarkose durchgeführt Grund sind die etwa 15 Minuten Vorlaufzeit bei der Durchführung einer Teilnarkose erforderlich sind.

Stillen

Stillen ist nach einem Kaiserschnitt genauso möglich nach einer natürlichen Geburt; meist dauert es etwa einen Tag länger bis die Milch

"Sanfter" Kaiserschnitt

Moderne schonendere Operationsverfahren wie die 'Misgav-Ladach-Methode' die Liegezeit im Krankenhaus auf wenige Tage Bei dieser Methode wird das Schneiden des stark reduziert. Statt dessen wird die Bauchdecke die Gebärmutter durch Dehnen und Reißen des so weit geöffnet dass der Säugling entnommen kann. Es hat sich gezeigt dass die entstandene Operationswunde deutlich schneller und komplikationsärmer heilt die aus der herkömmlichen Operationstechnik resultierende Wunde. 'Misgav-Ladach-Methode' kann nur beim ersten Kaiserschnitt durchgeführt

Statistische Entwicklung und Gründe

Kaiserschnittgeburten haben in den letzten Jahren zugenommen. Im Jahr 2001 kamen in Deutschland 22 6% der per Kaiserschnitt zur Welt 10 Jahre vorher es nur 15 3%. Es steht zu dass dies nicht nur auf medizinische Notwendigkeiten ist sondern dass insbesondere die Zahl der Wunschkaiserschnitte stark angestiegen ist. Das erhöhte Risiko Geburtsschäden lässt Ärzte bei problematischen Schwangerschaften (z.B. Kopfumfang Steißlage Frühgeburtlichkeit ) im Zweifelsfalle auch aus haftungsrechtlichen Gründen zum Kaiserschnitt tendieren. Als weiterer Grund für zunehmende Kaiserschnittquote gilt das immer höhere durchschnittliche in den Industriestaaten das offenbar vorwiegend auf verbesserte Ernährung zurückzuführen ist. Bei einem absehbaren von deutlich über 4kg wird meist ein durchgeführt.

Natürliche Geburt nach Kaiserschnitt

Die Auffassungen über die Frage ob einem Kaiserschnitt noch eine natürliche Geburt möglich haben sich im Laufe der Zeit gewandelt. liegt vor allem daran dass der Kaiserschnitt nicht mehr durch einen vertikalen sondern durch einen horizontalen Schnitt in die Bauchdecke vorgenommen wird das Risko eines Gebärmutterrisses bei einer Folgeschwangerschaft insbesondere bei den mechanischen Belastungen einer natürlichen deutlich verringert hat - wenn auch das immer noch deutlich höher ist als bei vorangegangenen natürlichen Geburt. Galt vor einigen Jahren die Regel "Einmal Kaiserschnitt immer Kaiserschnitt" so es werdenden Müttern nach einem vorangegangenen Kaiserschnitt ansonsten unproblematischen Schwangerschaften heute meist freigestellt ob sich einem erneuten Kaiserschnitt unterziehen möchten. In Fall wird i.d.R. die alte Narbe herausgeschnitten so dass nur eine allerdings längere Narbe zurückbleibt.

Geschichtliches

Bereits im römischen Recht war es dem Ehemann als Familienoberhaupt das Gesetz "lex regia" oder "lex caesarea" caedere = ausschneiden) gegen Strafdrohung untersagt den durch einen Arzt an der hochschwangeren Ehefrau unterlassen wenn diese im Sterben lag. In Digesten steht dazu unter Titel XI.8.2 der lex regia wiedergibt:

negat lex regia mulierem quae praegnans mortua humari antequam partus ei excidatur. Qui contra spem animantis cum gravida peremisse videtur.

Bis in die Neuzeit war der Kaiserschnitt fast immer mit qualvollen Tod der Mutter verbunden. Normalerweise wurde er nur an Toten vorgenommen z.B. um das ordnungsgemäß bestatten zu können. Der erste bekannte Kaiserschnitt an einer Lebenden wurde im Jahre 1500 vom Schweizer Schweinekastrierer Jacob Nufer vorgenommen. Seine Frau überlebte die Prozedur nur sondern brachte im nächsten Jahr noch Zwillinge zur Welt - auf natürlichem Wege. Deutschland erfolgte der erste Kaiserschnitt 1610 in Wittenberg durch Jeremias Trautmann. Es bis weit in das 20. Jahrhundert hinein die Kenntnisse z.B. über die notwendigen Hygienemaßnahmen dafür ausreichend waren dass die Mutter Kaiserschnitt mit einer reellen Überlebenschance überstehen konnte. in den letzten Jahren "konkurriert" der Kaiserschnitt Geburtsmodus zunehmend mit der natürlichen Geburt (vgl. Diskussion unter dem Stichwort Wunschkaiserschnitt ; in einigen Privatkliniken in Brasilien liegt die Kaiserschnittquote heute bei über

Literatur

  • Kaiserschnitt und Kaiserschnittmütter . Brigitte R. Meissner Meissner Verlag 2003 Seiten ISBN 3-952-22462-6
  • Kaiserschnitt Theresia M. de Jong und Gabriele 2003 ISBN 3-466-34461-1

Weblinks




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