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Graubünden


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Der Kanton Graubünden ist ein Kanton im Osten der Schweiz .

Deutsch : Graubünden ; Französisch : Grisons ; Italienisch : Grigioni ; Rätoromanisch : Grischun ; Englisch : Graubunden (manchmal auch Grisons ).

Kanton Graubünden

Flagge und Wappen des Kantons
()
Basisdaten
Hauptort: Chur
Fläche: 7'105 km²
Einwohner: 185'700 ( 2002 )
Bevölkerungsdichte : 109 Einw./km²
Beitritt zur Eidgenossenschaft: 1803
Abkürzung: GR
Sprachen: Deutsch Italienisch
Rätoromanisch
Website: www.gr.ch
Karte
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Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Kanton nimmt den gesamten südöstlichen der Schweiz ein und ist vor allem Berglandschaften und Täler geprägt. Graubünden hat daher Touristen bedeutende Naturschönheiten zu bieten. Gemeinsame Kantonsgrenzen Graubünden im Südwesten mit dem Kanton Tessin im Westen mit Uri im Norden mit Glarus und St.Gallen . Als Grenzkanton grenzt Graubünden an Liechtenstein im Norden Vorarlberg und Tirol in Österreich im Nordosten und an die italienischen Südtirol im Osten und Lombardei im Süden.

Der Rhein entspringt als Vorderrhein und Hinterrhein am Gotthardmassiv in der Zentralschweiz und entwässert einen Teil Graubündens. Am Lunghin-Pass oberhalb von Maloja ist die Wasserscheide Europas. Von dort fliesst Richtung Norden Julia die via Rhein zur Nordsee führt Süden die Maira deren Wasser über den Po ins Mittelmeer kommt und nach Osten der Inn der in die Donau mündet und ins Schwarze Meer fliesst.


Lage des Kantons

Graubünden ist flächenmässig der grösste Kanton Schweiz ist aber aufgrund der geographischen Bedingungen sehr dünn besiedelt. Von der Einwohnerzahl her er Platz 15. Er hat somit genauso Einwohner wie der flächenmässig kleinste Kanton der Basel-Stadt .

Bevölkerung

Sprachen

Als einziger Kanton der Schweiz hat drei Amtssprachen: Deutsch Rätoromanisch und Italienisch . Aufgrund dieser Vielfalt aber auch wegen Form und Beschaffenheit wird der Kanton auch kleine Schweiz innerhalb der Schweiz bezeichnet.
Die Gemeinden und Kreise sind autonom Amts- und Schulsprache festzulegen.
Die deutschen Mundarten Graubündens gehören zu Gruppen des Schweizerdeutschen :
  • dem hochalemannischen Südostschweizerdeutschen das in der Region in der Bündner Herrschaft den Fünf Dörfern im Domleschg gilt; diese Dialekte verbreiteten sich Hoch mittelalter und der frühen Neuzeit von Norden (Bodensee und Rheintal ) bzw. von Nordwesten ( Walensee -Seeztal) her und überlagerten ursprünglich rätoromanisches Siedlungsgebiet
  • dem höchstalemannischen Südwestschweizerdeutschen das in den im vom Wallis her besiedelten Walserdörfern gesprochen wird.
  • dem Tirolischen ( Bairisch -Österreichischen) hingegen gehört die Mundart von Samnaun an.
Für das Rätoromanische das heute hauptsächlich Vorderrheintal Lugnez Schams mittlerem Landwassertal Oberhalbstein (bes. und Münstertal gesprochen wird gibt es sowohl regionale Schriftdialekte als auch die einheitliche Schriftsprache Grischun.
Die italienischen Mundarten in Misox Bergell Bivio Puschlav gehören dem Alpinlombardischen an.

Religionen - Konfessionen

Infolge der Souveränität der einzelnen Gemeinden im 16. Jh. jede Gemeinde ihre Konfession bestimmen. Graubünden gehört somit zu den traditionell Kantonen. Ganz überwiegend katholisch sind Vorderrheintal mit (aber ohne Safiental und Waltensburg) sowie Oberhalbstein Bivio) und mittleres Landwassertal (ohne Bergün) Misox Puschlav ganz überwiegend reformiert sind Prätigau oberes Hinterrheintal mit Avers sowie Engadin (ohne Tarasp Samnaun) und Bergell gemischt sind Domleschg und

Verfassung

Die gegenwärtige Kantonsverfassung datiert vom Jahre

Legislative

Gesetzgebende Behörde ist der Grosse Rat 120 Mitglieder zählt und vom Volk gemäss Majorzverfahren fest auf vier (nach der alten erst auf zwei dann auf drei) Jahre wird.
Das Volk ist überdies direkt an Gesetzgebung beteiligt: 4000 Stimmberechtigte oder ein Siebtel Gemeinden können eine Änderung der Verfassung verlangen Stimmberechtigte oder ein Achtel der Gemeinden können Gesetz oder eine Gesetzesänderung vorschlagen (Volksinitiative) 1500 oder ein Zehntel der Gemeinden können verlangen ein vom Grossen Rat erlassenes Gesetz oder solche Gesetzesänderung der Volksabstimmung zu unterwerfen sei Änderungen der Verfassung unterliegen obligatorisch der Volksabstimmung.

Exekutive

Die Regierung (früher: Kleiner Rat) zählt Mitglieder und wird vom Volk ebenfalls im auf ebenfalls vier (nach der alten Verfassung auf ein dann auf zwei) Jahre gewählt. Präsidium wechselt turnusgemäss jährlich.

Judikative

Oberstes Gericht ist das Kantonsgericht. Untere sind die Bezirksgerichte und die Kreispräsidenten. Daneben es das Verwaltungsgericht das auch als Verfassungsgericht

Gemeinden Kreise und Bezirke

Graubünden ist derjenige Kanton in dem Gemeinden (212 an der Zahl) historisch bedingt wohl ausgeprägteste Gemeindeautonomie der Schweiz haben.
(siehe: Gemeinden des Kantons Graubünden )

Autonomie geniessen ebenfalls die Kreise die einer kleinen Zahl Gemeinden (ausnahmsweise aus einer Gemeinde) bestehen. Sie sind zugleich die Wahlkreise Grossen Rats wo die Grossräte teilweise noch den traditionellen Landsgemeinden gewählt werden. Die Bezirke sind reine Verwaltungsorgane des Kantons ohne innere
(siehe: Kreise und Bezirke des Kantons Graubünden )

Vertretung auf nationaler Ebene

Für das Bundesparlament entsendet Graubünden wie Vollkantone zwei Vertreter in den Ständerat und seinem Anteil an der Bevölkerung fünf Abgeordnete den Nationalrat.

Wirtschaft

Die für die dauerhafte Besiedlung mancher unabdingbare Berglandwirtschaft überlebt dank Nischenproduktion und grosszügigen vonseiten des Bundes und des Kantons. Wichtigster ist heute aber der Tourismus.

Tourismus

Der Fremdenverkehr ist sowohl im Sommer im Winter von grosser Bedeutung besonders in Regionen Klosters Davos Arosa und St. Moritz aber auch in zahlreichen weiteren Orten. ist auch der Bädertourismus in Vals und Schuls (Scuol). Nicht unerwähnt soll auch die bedeutende Baukunst bleiben: Graubünden ist derjenige Kanton der grössten Dichte an Burgen und weist dem Kloster von Müstair und der Kirche von Zillis Kulturgüter Weltrang auf. Auch die Anlage der Rhätischen besonders im Albulatal und am Berninapass ist grosser architektonischer und touristischer Bedeutung.

Verkehr

Die wichtigsten Talschaften und die grossen Graubündens werden von der meterspurigen Rhätischen Bahn bedient. Zudem wird der Kanton in von einer Autobahn durchquert. Wichtigster Pass zwischen und Süd ist heute der San Bernardino Rheinwald/Hinterrheintal und Misox/Tessin.

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Kantons Graubünden ursprünglich von den Rätiern bewohnt und 15 Christus von den Römern unterworfen. Der Septimerpass Oberhalbstein und Bergell war zu dieser Zeit der wichtigsten europäischen Nord-Süd-Verbindungen. Im Zuge der wurde in Chur das älteste Bistum nördlich Alpen errichtet. Ab 536 gehörte das nachmalige zum Fränkischen später zum Römisch-Deutschen Reich (bis Rhäzüns und Tarasp bis 1803). Im 13. kam es von Westen her zur Einwanderung Wallisern die sich in den höchstgelegenen Tälern Talstufen niederliessen (Walser); die Germanisierung der Region hingegen geschah von Norden her ab etwa Zeit zog sich jedoch nur langsam hin. dessen gehören die deutschen Mundarten Graubündens bis zwei ganz verschiedenen Mundartgruppen an. Im Spätmittelalter sich mehrere Bünde um äussere Einflüsse abzuwehren: im Südosten und Zentrum der Gotteshausbund 1395 im Westen der Obere oder Graue Bund und 1436 im Norden der Zehngerichtebund ( Drei Bünde ). Es bildete sich ein mehrstufiger Bundesstaat dessen souveräne Glieder die Gerichtsgemeinden waren; deren Nachfolger sind teils die Kreise teils die Ein erstes Bündnis mit sieben der acht eidgenössischen Orten kam 1497/98 zustande. 1512 eroberten drei Bünde das heute italienische Veltlin das allerdings 1797/1815 infolge innerer Uneinigkeit wieder abtreten Über die Einführung der Reformation konnte aufgrund Souveränität jede Gerichtsgemeinde selbst entscheiden; etwas über Hälfte (darunter die Stadt Chur) traten in Folge zum neuen Glauben über. Im Rahmen reformatorischen Bibelübersetzung kam es erstmals zu einer rätoromanischen Literatur. Im Dreissigjährigen Krieg geriet Graubünden in den Strudel europäischer die Parteinahme für Österreich bzw. Frankreich drohte Land zu zerreissen. 1798 wurde Graubünden mit französischen Satellitenstaat der Helvetischen Republik vereinigt und gleichberechtigter selbständiger Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Mit Kantonsverfassung von 1854 wurde der Bündner Bundesstaat den modernen Kanton umgewandelt und die Souveränität den Gerichtsgemeinden auf das Volk übertragen wobei bis heute ausgeprägte Gemeindeautonomie auf die früheren Verhältnisse verweist. 1892 erhielt der Kanton erneut neue Verfassung die durch die jetzt gültige 2003 abgelöst wurde. Der Versuch mittels der Verfassung die mit Gemeinden Kreisen und Bezirken Struktur des Kantons zu vereinfachen sowie für Grossen Rat das Verhältniswahlrecht (Proporzverfahren) statt des (Majorzverfahren) einzuführen schlugen dabei allerdings fehl.

Städte Orte und Landschaften

  • Chur 31'911 Einwohner (2002)
  • Davos 10'931 Einwohner (2002)
  • Igis 7'121 Einwohner (2002)
  • Domat/Ems 6'631 Einwohner (2002)
  • St. Moritz 5'013 Einwohner (2002)
  • Fläsch 500 Einwohner (2002)

weitere Gemeinden siehe: Gemeinden des Kantons Graubünden

Bezirke

Bezirke sind Albula Bernina Hinterrhein Imboden Landquart Maloja Moesa Plessur Prättigau/Davos und Surselva. entsprechen im Wesentlichen den natürlichen Landschaftsräumen.

siehe auch: Bezirke und Kreise des Kantons Graubünden

Weblinks

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