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Kanton St. Gallen


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Der Kanton Sankt Gallen ist ein Kanton im Nordosten der Schweiz.

Kanton Sankt Gallen

Flagge und Wappen des Kantons
Basisdaten
Hauptort: Sankt Gallen
Fläche: 2'026 km²
Einwohner: 455'200 ( 2002 )
Bevölkerungsdichte : 233 Einw./km²
Beitritt zur Eidgenossenschaft: 1803
Abkürzung: SG
Sprachen: Deutsch
Website: Kanton Sankt Gallen
Karte
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Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Ostschweizer Kanton grenzt an Graubünden (S) Glarus (SW) Schwyz (SW) Zürich (W) Thurgau (N) den Bodensee (N) und im an Vorarlberg in Österreich . Ausserdem umschliesst er die Halbkantone Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden

Der Kanton gliedert sich verwaltungsmässig in Gemeinden Amtssprache ist Deutsch.


Lage des Kantons

Der Fläche nach belegt der Kanton 6 der Einwohnerzahl nach Platz 5 unter insgesamt 26 Schweizer Kantonen.

Bevölkerung

St. Gallen hatte auf den 1.1.2003 Einwohner.

In den letzten zehn Jahren hat Kantonsbevölkerung um 4.9 % zugenommen. Die Bevölkerung in dieser Zeitperiode vor allem in den See-Gaster (8.6%) Werdenberg (8.1%) und Rheintal (7.5%) während sie in den Wahlkreisen Toggenburg (0.0%) St. Gallen (1.6%) fast gleich blieb.

Sprachen

Amtssprache ist Deutsch.

Religionen - Konfessionen

Da der Kanton St. Gallen erst aus verschiedenen Territorien geschaffen worden ist ist konfessionell sehr heterogen. Rein katholisch sind das Fürstenland (einst Besitz des St. Galler Fürstbischofs) mit Ausnahme der traditionell reformierten Stadt St. (einst freie Reichsstadt) sowie die südlichen Teile Kantons (einst Untertanengebiete der Innerschweiz). Das im gelegene Toggenburg ist gemischt doch überwiegend reformiert im Osten gelegene Rheintal ist ebenfalls gemischt vorwiegend katholisch (ausgenommen insbesondere das reformierte ehemalige und glarnerische Untertanengebiet von Sax und Werdenberg).

Verfassung und Politik

Die gegenwärtige Kantonsverfassung datiert vom Jahre

Legislative

Gesetzgebendes Organ ist der Kantonsrat der Mitglieder zählt und vom Volk auf eine Amtszeit von vier Jahren gewählt wird. Über Volksabstimmungen (obligatorisches Referendum bei Verfassungsänderungen fakultatives Referendum bei Gesetzesänderungen Volksinitiative) hat auch das Volk direkten Anteil der Gesetzgebung. Die Abstimmung über ein Gesetz 4'000 Stimmberechtigte verlangen um ein Gesetz vorzuschlagen es der Unterstützung durch 6'000 Stimmberechtigte und eine Verfassungsänderung zu beantragen sind 8'000 Stimmberechtigte Eine allgemeine rechtsetzende Tätigkeit schliesslich können 4'000 verlangen (Einheitsinitiative).

Sitzverteilung im Kantonsrat nach den Wahlen 2004 (in Klammern 2000 und 1996):
CVP 55 (62 - 66) SVP (42 - 14) SP 35 (27 - FDP 32 (40 - 44) GP/Unabh. 10 - 10) EVP/EDU 2 (2 - 2) 0 (0 - 10) Sonstige 1 (1 0).

Exekutive

Die Regierung hat sieben gleichberechtigte Mitglieder die vom Volk auf eine feste Amtszeit vier Jahren gewählt werden.

Parteipolitische Zusammensetzung nach den Wahlen von
3 FDP 2 CVP 1 SP Sitz noch nicht wiederbesetzt)

Judikative

Gerichte auf kantonaler Ebene sind das das Kassationsgericht das Handelsgericht das Verwaltungsgericht und Versicherungsgericht; auf regionaler Ebene bestehen Kreis- und auf kommunaler Ebene die Vermittler.

Parteiensystem

Gemeinden

Als dezentrale Einheiten kennt der Kanton Gallen als Normalfall die politischen Gemeinden. siehe: Gemeinden des Kantons St. Gallen

Spezialgemeinden sind die Orts- und die die es nicht im ganzen Kanton gibt die evangelisch-reformierten und römisch-katholischen Kirchgemeinden. Die Aufgaben früheren Bezirke (siehe unten) wurden in den Jahren zunehmend auf andere Körperschaften übertragen; als wurden die Bezirke schliesslich mit der neuen abgeschafft.

Vertretung auf nationaler Ebene

Sankt Gallen entsendet - wie jeder - zwei Abgeordnete in den Ständerat und seiner Einwohnerzahl 12 Vertreter in den Nationalrat.

Wirtschaft

Am Schweizerischen Volkseinkommen hat Sankt Gallen Anteil von 5 3% seine Finanzkraft liegt bei etwa 80% des schweizerischen Durchschnitts. Die liegt bei 1635 CHF pro Einwohner (2002). des Kantons ist die Steuerkraft unterschiedlich. So Mörschwil SG eine Steuerkraft von 2798 CHF während diese in Stein SG bei 784 CHF liegt.

Der Kanton St. Gallen bietet 237'000 (inkl. Teilzeit) an das heisst pro 100 im Schnitt 52 Arbeitsplätze.

Geschichte

Der Kanton Sankt Gallen wurde 1803 Antrag des helvetischen Abgeordneten Karl Müller-Friedberg von Napoleon aus dem bis 1798 bestehenden Fürstbistum Gallen der Grafschaft Toggenburg und mehreren Untertanengebiete anderer Kantone ( Rapperswil Landvogteien Uznach Gaster Sargans Rheintal Grafschaft Werdenberg Amt Gams Herrschaft Sax) geschaffen. Als Neuschöpfung trat er gemeinsam mit den ebenfalls geschaffenen Kantonen Thurgau Waadt Aargau Graubünden und Tessin als gleichberechtigtes Bundesglied der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Der junge Kanton gab sich 1803 1814 die ersten Kantonsverfassungen und konnte sich der nachnapoleonischen Zeit gegenüber territorialen Ansprüchen des Fürstabts einerseits und von separatistischen Kantonsteilen anderseits In der Verfassung von 1814 wurden aufgrund konfessionellen Heterogenität des Kantons Angelegenheiten wie Kirchen- und Schulsachen nicht dem Staat sondern den (katholischen und reformierten) sog. "Kantonsteilen" überantwortet so neben dem allgemeinen gesetzgebenden Grossen Rat (heute auch ein katholischer und ein reformierter Grosser eingeführt wurde (konfessioneller Dualismus). 1831 wurde eine Verfassung eingeführt die mit dem "Volksveto" bereits direkt-demokratische Züge aufwies und das bisherige oligarchische ablöste. 1861 übernahm der Staat nach heftigen das bisher kirchliche Schulwesen. Die starke Konfessionalisierung Kantons prägte den Kanton aber noch weit ins 20. Jh. hinein. 1875 wurde das durch das fakultative Referendum (Einspracherecht des Volkes Gesetze) ersetzt. In der neuen Verfassung von wurden mit der Einführung der Volksinitiative (Recht Volkes Gesetze vorzuschlagen) der Erleichterung das Referendums der Volkswahl des Regierungsrates die Volksrechte modernisiert. Grundgesetz galt mit vielen Änderungen bis zum der heutigen Verfassung von 2001 welche in Linie die zahlreichen verfassungsrechtlichen Neuerungen der vergangenen Jahre zusammenfasste und die Reorganisation des Kantons

Städte und Orte

Stand Einwohnerzahlen: 1. Januar 2003

Gemeinden über 10.000 Einwohner

Weitere bekannte Ortschaften

für weitere Gemeinden siehe: Gemeinden des Kantons St. Gallen

Geografische Regionen

Wahlkreise

Nachdem die Bezirke aufgehoben wurden ist Kanton Sankt Gallen seit dem 1. Januar 2003 politisch in
Wahlkreise aufgegliedert.

  • Rorschach mit 39'395 Einwohnern ( Mörschwil Goldach Steinach Berg Tübach Untereggen Rorschacherberg Rorschach und Thal SG)

  • Rheintal mit 62'523 Einwohnern (Rheineck St. Margrethen Au Berneck Balgach Diepoldsau Widnau Rebstein Marbach Altstätten Eichberg Oberriet SG und Rüthi SG)

  • Sarganserland mit 35'553 Einwohnern ( Sargans Vilters-Wangs Bad Ragaz Pfäfers Mels Flums Walenstadt und Quarten)

  • See-Gaster mit 58'492 Einwohnern ( Amden Weesen Schänis Benken Kaltbrunn SG Rieden Ernetschwil Uznach Schmerikon Rapperswil-Jona (momentan noch getrennt) Eschenbach Goldingen und Gallenkappel)

Bis zum 1. Januar 2003 war der Kanton Sankt Gallen in aufgeteilt. siehe: Ehemalige Bezirke des Kantons St. Gallen

Sonstiges

St. Gallen in anderen Sprachen:

Deutsch : Sankt Gallen ; Französisch : Saint- Gall ; Italienisch : San Gallo ; Rätoromanisch : Son Gagl ; Englisch : Sankt Gallen (manchmal: Saint Gall ); Tschechisch : Svatý Havel .

Bücher

St. Galler Geschichte 2003 in 9 St. Gallen 2003.

Weblinks

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Bücher zum Thema Kanton St. Gallen

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