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Kardinal


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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Kardinal kirchlichen Würdenträger. Andere Bedeutungen siehe Kardinal (Begriffsklärung) .
Kardinal ist ein vom Papst verliehener Titel den Träger zur Papstwahl berechtigt und ihn besonderen Mitverantwortung an der Gesamtleitung der Kirche des Papstes") verpflichtet.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft des Begriffs

Der Ausdruck Kardinal kommt zum einen lateinischen cardo = Türangel Angelpunkt. Zum anderen bezieht sich ursprünglich auf einen an einer römischen ( cardo ) - auch außerhalb Roms - angestellten ( in cardinatus cardinalis ) dem eine Kirche oder Diakonie als Titelkirche ( tituli cardinales ) in Rom anvertraut ist.

Es handelt sich um die älteste Ehrenfunktion die unmittelbar auf den Papst den Summus Pontifex folgt (höchster Würdenträger nach dem Papst). geht auf die älteste Zeit der Kirchengeschichte nämlich auf Papst Silvester I. (314-336) - presbyteri et diaconi cardinales .

Kirchenrechtliche Bestimmung

Ein Kardinal ist normalerweise von der her zugleich ein Bischof ; es gibt jedoch auch Ausnahmen so auch gewöhnliche Priester aufgrund besonderer Verdienste zu Kardinälen ernannt können. Man unterscheidet drei Klassen ( ordines ):

Die Kardinäle bilden das Kardinalskollegium der Heiligen Römischen Kirche unter der Leitung des Kardinaldekans (seit November 2002 Kardinal Joseph Ratzinger ). Die Kardinäle werden vom Papst ernannt und feierlich in einem Konsistorium Sie sind seine unmittelbaren Gehilfen in der der Gesamtkirche. Die wahlberechtigten Kardinäle wählen nach Vakanz des Apostolischen Stuhles im Konklave den neuen Papst. Wahlberechtigt sind seit 1968 durch Papst Paul VI. erlassenen Regelung alle Kardinäle die am vor der Vakanz das 80. Lebensjahr noch überschritten haben. Die Höchstzahl der wahlberechtigten Kardinäle seit einer von Paul VI. erlassenen und 22. Februar 1996 durch Papst Johannes Paul II. bestätigten Regelung nicht mehr als 120 betragen. Diese wurde durch die im Februar 2001 und Oktober 2003 gehaltenen Konsistorien vorübergehend jeweils auf erhöht.

Historisches

Ab dem 4. Jahrhundert waren die Kardinäle zuerst Berater und des Papstes im Dienste der "tituli" (Titelkirchen) Stadt Rom d.h. der ersten Pfarren . Kardinäle waren die Vorsteher der "tituli also der wichtigsten "Titelkirchen". Bis heute ist Kardinal eine Titelkirche in Rom zugeordnet. Somit Kardinäle auch zum Klerus der Stadt Rom. Seit 1150 versammeln sich die Kardinäle im "sacrum dem der Dekan vorsteht. Seit dem Jahr 1059 sind die Kardinäle die ausschließlichen Papstwähler.

Kleidung

Kardinäle tragen üblicherweise einen Purpurmantel ("porpora"). rote Farbe soll darauf hinweisen dass sie sein sollen jederzeit als Märtyrer für den Glauben zu sterben. Außerdem ein Kardinal ein rotes Birett ( Kardinalshut flache Kopfbedeckung ohne Rand) sowie evtl. rote Handschuhe und Socken.

Recht und Ehrenrechte des Kardinals

Der Kardinal besitzt das Recht in eigenen Kirche begraben zu werden er kann in der Welt das Bußsakrament spenden er nur vor das Gericht des Papstes gezogen und kann den Ort zur Zeugenvernehmung selbst Über seine Titelkirche übt er keinerlei Leitungsgewalt wohl aber beratende Schirmherrschaft. Zu den Ehrenrechten der sog. " Kardinalspurpur " der in Wirklichkeit scharlachrot ist und 1630 die Anrede "Eminenz". Der Titel "Kardinal" zwischen Vor- und Nachname geführt.

Berühmte Kardinäle

Typische Kardinalssitze

Verschiedene und besonders wichtige Bischofssitze werden gewöhnlich mit einem Kardinal besetzt. Ist dies der Fall so wird der Bischof fast immer kurz nach seinem Amtsantritt das Kardinalskollegium berufen. Zu diesen Bischofssitzen gehören: Brüssel Chicago Genua Köln Krakau Lyon Madrid Mailand München-Freising Neapel New York Palermo Paris Prag Utrecht Venedig Warschau Westminster Wien .

Weblinks




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