Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 25. August 2019 

Karl May


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Karl Friedrich May (* 25. Februar 1842 in Ernstthal; † 30. März 1912 in Radebeul ; eigentlich Carl Friedrich May ) war ein deutscher Schriftsteller .

Inhaltsverzeichnis

Leben

Villa Bärenfett

Karl May entstammt einer sehr armen Weberfamilie . In seiner Jugend wurde er wegen (u.a. von Kerzenresten) und wegen Hochstapelei mehrmals im Gefängnis entstanden seine ersten literarischen Versuche. May machte 1896 Radebeul zu seinem Wohn- und Arbeitsort.

Zur Schreibweise des Namens

Die Schreibweise seines Vornamens mal mit mal mit K (wie auch bei anderen seiner Zeit) erklärt sich durch die erst Laufe seines Lebens festgelegten verbindlichen Regeln für und Namensgebung (Einführung des Personenstandswesens 1875). Die Ursachen für die allgemeine des C in ein K sind eventuell noch politischer Natur. Carl Friedrich May wurde jeden Fall unter diesem Namen geboren in letzten 20 Jahren seines Lebens unterzeichnete er mit Karl (Friedrich) May.

Sein Werk

Er schrieb auch unter mehreren Pseudonymen : Unter anderem Capitain Ramon Diaz de Escosura M. Gisela Hobble-Frank Karl Hohenthal D. Prinz Muhamêl Lautréamont Ernst von Linden P. der Löwen Emma Pollmer Richard Plöhn Oberlehrer Langer.

Bekannte Figuren aus seinen Romanen :

Indianer; Foto

Karl May ist einer der erfolgreichsten Autoren von Kolportageromanen und Trivialliteratur des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Seine Abenteuerromane wurden in Sprachen übersetzt und erreichten eine Gesamtauflage von 200 Millionen. Sie schildern Reisen zu exotischen wie den Wilden Westen und den vorderen Orient (die er entgegen seinen Behauptungen erst seinem letzten Lebensjahrzehnt als bereits erfolgreicher Schriftsteller hat). Dabei wendet er sich auf christlicher dem Schicksal der unterdrückten Völker zu.

In seinem Spätwerk erreicht er auch Beachtung und schafft dem Surrealismus nahestehende Symbolromane mit pazifistischer Tendenz. ("Ardistan und Dschinnistan" (1909) "Und auf Erden" (1904)) Eine sehr große Bedeutung in diesem Zusammenhang die Künstlerfreundschaft zu dem und Bildhauer Sascha Schneider. Schneider schuf neben Serie von Deckelillustrationen für die Bände Karl auch ein großes Wandgemälde ("Der Chodem") für Empfangssalon des Schriftstellers in dessen Villa in

Karl Mays letzte Lebensjahre sind gezeichnet verschiedenen Prozessen in denen ihm nachgewiesen werden dass seine Reisegeschichten erfunden sind.

Er selbst betonte immer wieder die seines Spätwerks.

Einige seiner Romane wurden verfilmt andere auf Freilichtbühnen aufgeführt. Die bekanntesten Inszenierungen sind die stattfindenden Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg . Auch die in Radebeul beheimateten Landesbühnen Sachsen führen regelmäßig Stücke Karl May auf der Felsenbühne Rathen in Sächsischen Schweiz auf.

Der Verlag

Der Karl-May-Verlag wurde am 1. Juli 1913 von Klara May (der Witwe des Friedrich Ernst Fehsenfeld (dem Hausverleger Karl Mays) dem Juristen Dr. Euchar Albrecht Schmid gemeinsam und verlegt bis heute die Werke Karl Neben den Gesammelten Werken den klassischen Grünen gibt er auch ein umfangreiches Reprintprogramm heraus. Gesammelten Werke sind zum Teil in unterschiedlichem bearbeitet. Einige Bände enthalten nur geringere inhaltliche stilistische Veränderungen (zum Beispiel Tilgung von Fremdwörtern) anderen hingegen wurden nicht nur Handlungstränge umgestellt umbenannt sondern auch Teile gestrichen oder neu In den letzten Jahren wurden einige Bände "rückbearbeitet" wer jedoch Karl May im Originaltext will sollte auf die Reprintbände zurückgreifen.

Da Mays Werke rechtlich nicht mehr sind.werden sie heute nicht nur vom Karl-May-Verlag Im Auftrag der Karl-May-Stiftung entsteht die "Edition Mays Werke". Der Weltbild-Verlag veröffentlicht eine illustrierte Beide Ausgaben bieten verlässliche Texte nach Mays bzw. den von ihm betreuten Drucken sind zurzeit (April 2004) noch nicht abgeschlossen. Die veröffentlicht (für ihre Mitglieder) ebenfalls eine Reprint-Reihe Zeitschriften-Veröffentlichungen). Die Karl-May-Gesellschaft beschäftigt sich mit Leben und Wirkung des Schriftstellers. Sie ist einer größten deutschsprachigen literarischen Vereine.

Viele seiner Bücher sind aus der des Protagonisten (Helden) geschrieben. Karl May behauptete die ihm beschriebenen Orte selbst besucht zu haben jedoch erst gegen Ende seines Lebens teilweise Fall war. Ihm wurde in diesem Zusammenhang und Pseudologie (Zwanghaftes Lügen) vorgeworfen. Die in seinen beschriebenen Fakten hat er jedoch sehr gewissenhaft

Das Museum

In Radebeul wurde am 1. Dezember 1928 in der Villa Bärenfett ein Karl-May-Museum eröffnet. Ein weiteres Museum wurde im Geburtshaus in Hohenstein-Ernstthal eingerichtet. Neben der Dauerausstellung es dort jährlich zwischen dem 25.2. und 30.3. eine große Sonderausstellung.

Bekannte Werke

Reiseerzählungen

Durch Wüste und Harem bzw. Durch die Wüste (1892)
Durchs wilde Kurdistan (1892)
Von Bagdad nach Stambul (1892)
In den Schluchten des Balkan (1892)
Durch das Land der Skipetaren (1892)
Der Schut (1892)
Winnetou I-III (1893)
Orangen und Datteln (1893) bzw. Sand des Verderbens
Am Stillen Ocean (1894)
Am Rio de la Plata (1894)
In den Cordilleren (1894)
Old Surehand I (1894)
Old Surehand II (1895) bzw. Kapitän Kaiman
Im Lande des Mahdi I-III (1896)
Old Surehand III (1897) bzw. Old Surehand II
Satan und Ischariot I-III (1896/97)
Auf fremden Pfaden (1897)
" Weihnacht !" (1897) bzw. Weihnacht im Wilden Westen
Im Reiche des silbernen Löwen I-II (1898)
Am Jenseits (1899)
Im Reiche des silbernen Löwen III-IV (1902/03)
Und Friede auf Erden ! (1904)
Ardistan und Dschinnistan I-II (1909)
Winnetou IV (1910) bzw. Winnetous Erben

Jugenderzählungen

Im fernen Westen (1879)
Der Waldläufer (Bearbeitung 1879)
Der Sohn des Bärenjägers (1887) bzw. Unter Geiern (1. Teil)
Der Geist des Llano estakado (1888) bzw. Unter Geiern (2. Teil)
Kong-Kheou das Ehrenwort (1888/89) bzw. Der blaurote Methusalem
Die Sklavenkarawane (1889/90)
Der Schatz im Silbersee (1890/91)
Das Vermächtnis des Inka (1891/92)
Der Oelprinz (1893/94) bzw. Der Ölprinz
Der schwarze Mustang (1896/97) bzw. Halbblut

Lieferungsromane

Der beiden Quitzows letzte Fahrten (1876/77)
Auf hoher See gefangen (1877/78) bzw. Auf der See gefangen
Szepter und Hammer (1879/80) bzw. Zepter und Hammer
Die Juweleninsel (1880-82)
Waldröschen (1882-84)
Die Liebe des Ulanen (1883-85)
Der verlorne Sohn (1884-86)
Deutsche Herzen - Deutsche Helden (1885-88)
Der Weg zum Glück (1886-88)

Gedichte

Himmelsgedanken (1900)

Drama

Babel und Bibel (1906)

Autobiografie

Mein Leben und Streben (1910)

Karl May trat auch als Komponist in Erscheinung. Er komponierte zwei weit romantische Chorlieder "Ave Maria" und "Vergiss mich Vor allem das erstgenannte gehört zum Repertoire zahlreicher Gesangvereine im ganzen deutschsprachigen Raum. wurde auch auf Schallplatte aufgenommen.

Zu den prominentesten Lesern seiner Werke Bertha von Suttner Karl Liebknecht Carl Zuckmayer Adolf Hitler Albert Einstein Heinrich Mann sowie Hermann Hesse .

Seine Bücher sind so populär dass viele Fortsetzungen anderer Autoren gibt. Schon zu wurde May parodiert oder unverhohlen kopiert. Jetzt auch noch "neue Romane" mit seinen Helden. wurden die Fortsetzungen von Franz Kandolf Reinhard Edmund Theil und Jörg Kastner.

Siehe auch: Indianer und Deutsche ; Klaus Dill (Buchillustrator)

Literatur

  • Gert Ueding (Hrsg.): Karl-May-Handbuch 2. erw. bearb. Aufl. Würzburg 2001 (Das Handbuch sehr
  • Harald Eggebrecht (Hrsg.): Karl May der sächsische Phantast Frakfurt am Main 1987
  • Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Karl May text + kritik Sonderband München 1980
  • Hans Wollschläger : Karl May. Grundriß eines gebrochenen Lebens 1965 (2. Aufl. 1976 3. Aufl. 2004). (Originelle Kurzbiographie)
  • Arno Schmidt : Sitara oder der Weg dorthin (Sehr originelle und intrigante Interpretation des unter besonderer Berücksichtigung der unterbewußten homosexuellen Strömungen)
  • Christian Heermann: Winnetous Blutsbruder Biografie 2002 Karl-May-Verlag

Weblinks




Bücher zum Thema Karl May

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Karl_May.html">Karl May </a>