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Karl Weber


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Dr. Karl Weber war ein deutscher Jurist und Politiker ; * 8. März 1898 in in Arenberg bei Koblenz 21. Mai 1985 in Koblenz .

Bereits als Jugendlicher engagierte sich Weber in der Zentrumspartei wurde bereits 1924 in Koblenz Rechtsanwalt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg trat er in die CDU ein und gründete 1945 mit anderen Parteimitgliedern die CDU in Am 6. Februar 1947 wurde er zum ersten Präsidenten der Rechtsanwaltskammer gewählt; dieses Amt bekleidete er bis 1975 . Ab 1949 ging er in den Deutschen Bundestag dem er bis 1965 angehörte.

In diese Periode fällt mit dem 8. Mai 1965 der zwanzigste Jahrestag des Endes des Weltkriegs; dieses Datum hatte sowohl politische wie strafrechtliche Konsequenzen: Nach dem deutschen Strafrecht verjähren wie Mord Mordversuch und Beihilfe zum Mord dieser Zeitspanne. Das Bundeskabinett hatte sich bereits 5. November 1964 mit dieser Problematik beschäftigt und entschieden eine rückwirkende Verlängerung der Verjährungsfrist nicht möglich

Im In- und Ausland entfachte diese der deutsche Bundesregierung eine Debatte um die nationalsozialistischer Gewaltverbrechen; die DDR-Volkskammer hatte bereits am 1. September 1964 beschlossen dass Kriegsverbrechen nicht verjähren könnten. Eine verunglückte Stellungsnahme März 1965 von Webers Amtsvorgänger im Justizministerium Ewald Bucher ( FDP ) heizte die außerparlamentarische Diskussion weiter an führte zu Reaktionen wie Karl Jaspers Essay "Wohin treibt die Bundesrepublik?" (München 1966).

Eine parteiübergreifende Gesetzesinitiative forderte aus politisch-moralischen eine vollständige Aufhebung oder zumindest Verlängerung der das Gesetz – ein Kompromiss der die bis zum 1. Januar 1950 verlängerte – wurde am 25. März 1965 mit grosser Mehrheit (344:96 4 Enthaltungen) Bundestag angenommen.

Bundesjustizminister Bucher weigerte sich das Gesetz unterzeichnen und erklärte seinen Rücktritt. Nachfolger bis Ende des 1. Kabinetts von Bundeskanzler Ludwig Erhard wurde Karl Weber der vom 1. April bis zum 26. Oktober 1965 das Amt des Bundesjustizminister bekleidete in dieser Funktion jedoch kaum wurde.

Von 1967 - 1974 leitete Weber daneben auch die Bundesrechtsanwaltskammer Präsident. 1949 wurde Weber zum Justizrat ernannt.

Neben seiner juristischen und politischen Tätigkeit sich Weber im Kulturleben; so leitete er 1808 gegründete Koblenzer Musik-Institut von 1947 bis zum 31. März 1969 als Intendant .

Auszeichnungen und Ehrungen: Großes Bundesverdienstkreuz mit und Schulterband.

In seiner Heimatstadt Arenberg bei Koblenz ihm zu Ehren das "Karl-Weber-Haus" benannt (Eröffnung: 26. Februar 2000 ).

Siehe auch: Bundesministerium der Justiz Kabinett Erhard I



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