Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 21. August 2019 

Kaspar Hauser


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Kaspar Hauser (* angeblich am 30. April 1812 ; † 17. Dezember 1833 in Ansbach Franken ) war ein Findelkind ungeklärter Herkunft.

Am 26. Mai 1828 tauchte in Nürnberg ein etwa 16jähriger verwahrlost aussehender Junge der kaum reden konnte. Man brachte ihn Polizeiwache wo er den Namen "Kaspar Hauser" In einem Brief an den Chevauleger-Rittmeister Friedrich Wessenig den der Junge mit sich führte dieser Name ebenfalls genannt. Der Brief gab das Geburtsdatum des Jungen mit dem 30. April 1812 an.

Sein geistiger Zustand erregte das Interesse Juristen Theologen und Pädagogen die zahlreiche Untersuchungen mit ihm durchführten ihm richtiges Sprechen Lesen und Schreiben beibrachten. Förderer und Hauptvormund der Rechtsgelehrte Anselm von Feuerbach beschrieb dass sich Kaspar anfangs vor Fleisch und Milch ekelte und nur Brot und Wasser zu sich nahm. Es stellte sich dass Kaspar Hauser lange Zeit einsam in Verlies gefangen gehalten wurde. Das Geheimnis um Herkunft wurde dennoch niemals aufgeklärt.

Schon zu Kaspar Hausers Lebzeit rankten Gerüchte um seine Abstammung. Anselm von Feuerbach überzeugt dass er ein badischer Erbprinz sei der aus dynastischen Gründen nach seiner Geburt mit einem Kind vertauscht wurde.

Selbst mit Hilfe von Genanalysen konnte Hausers Herkunft bislang nicht entschlüsselt werden. 1996 ließen das Magazin " Der Spiegel " und die Stadt Ansbach die Blutspuren einer Unterhose untersuchen die Kaspar Hauser gehört sollte. Nach dieser Untersuchung war Kaspar Hauser badischer Prinz. 2002 analysierte jedoch das Institut für Rechtsmedizin Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Körperzellen aus dem Schweißband von Hausers sowie Haare von einer Haarlocke aus dem Kaspar-Hauser-Museum und aus dem Nachlass von Hausers früherem Ziehvater Anselm von Die Wissenschaftler kamen nach sehr sorgfältigen Überprüfungen zu einem anderen Ergebnis: "Zum jetzigen Zeitpunkt es unverantwortlich einen Ausschluss zu formulieren so immer noch die Möglichkeit besteht dass Kaspar ein biologischer Verwandter zum Hause Baden ist.“ Prof. Dr. Bernd Brinkmann. Zudem stellte sich dass der theatralisch aufgesetzte Blutfleck der untersuchten nicht von Kaspar Hauser stammte. Eine Verwandtschaft dem badischen Hause ist somit ziemlich wahrscheinlich. jetzt aufgeklärte genetische Fingerabdruck von Kaspar Hauser zu großen Teilen mit Astrid von Medinger Nachfahrin Stephanie de Beauharnais der Ehefrau Karls Baden) überein wenn auch nicht zu 100%.

Auch die Umstände seines frühen Todes merkwürdig. Er fiel im Hofgarten zu Ansbach Attentat zum Opfer. Nach Aussagen der damaligen Ärzte Dr. Albert und Dr. Koppen kann ausgeschlossen werden dass er sich die Stichverletzung am 17. Dezember 1833 zu seinem Tode führte selbst beigebracht Ebenso wurde ein nicht deutbares Bekennerschreiben gefunden. konnte Hauser dieses Attentat wie auch die ausgeführten noch akkurat beschreiben.

Die jüngste Hypothese fügt der langen von mehr oder weniger nachvollziehbaren Spekulationen eine Abstammungsvariante hinzu: Stephanie de Beauharnais-Napoleon eine Nichte Kaiserin Josephine der Frau Napoleons führte über lange Jahre ein unglückliches Napoleon hatte sie 1799 nach Paris geholt aus politischen Gründen 1806 adoptiert mit dem neuen nur für sie geschaffenen Tochter von Frankreich ausgezeichnet um sie überhaupt standesgemäß mit Haus Baden verheiraten zu können. Erbprinz Karl Baden führte zunächst sein ausschweifendes Junggesellenleben fort dass sich sogar Napoleon 1810 zu einer Beschwerde an die Adresse seines Großvaters veranlasst Trotz sofortiger Versöhnung mit ihrem Ehemann könnte im Dezember 1811 kurz vor Kriegsausbruch mit Russland zu einer sehr näheren Zusammenkunft von de Beauharnais mit ihrem Idol Napoleon Bonaparte sein. Die Ähnlichkeit Kaspar Hausers mit Napoleon der sehr jung angeblich an einer Krankheit vor Kaspar starb ist ziemlich frappierend (gleicher von Nase zur Oberlippe gleiches Kinn gleiche usw.). Ein plötzlich auftauchender unbekannter adliger Sohn wäre in dieser Zeit für das Großherzogtum untragbar gewesen. Es läßt sich durch diese auch erklären weshalb Kaspar Hauser seine ersten in Freiheit in Schlössern verbrachte (Erinnerungen von und erst danach (nach dem Sturz Napoleons) wurde. Ein von diesem Unrecht und seinem getriebener Mitmensch schrieb deshalb den Hilferuf in berühmten Flaschenpost die September 1816 am Oberlauf Rheins gefunden wurde: "...Ich werde in einem Kerker in der von Laufenburg festgehalten ... Mein Kerker liegt der Erde und ist sogar demjenigen unbekannt sich meines Thrones bemächtigt hat..." Hierbei ist evtl. nicht der badische der französische Thron gemeint!

Das Phänomen Kaspar Hauser hat zahlreiche Wissenschaftler Schriftsteller Filmemacher inspiriert. Bekannte Beispiele sind das Drama Gaspar Hauser (1838) des Franzosen Adolphe Philippe Dennery Roman Caspar Hauser oder Die Trägheit des Herzens ( 1908 ) von Jakob Wassermann sowie Peter Handkes Drama Kaspar ( 1968 ).

Kurt Tucholsky schrieb u.a. unter dem Pseudonym Kaspar Hauser.

Auch im deutschen Chanson wurde die Figur von Reinhard Mey im Lied Kaspar besungen.

Werner Herzog verfilmte Kaspar Hauser 1975 mit dem "Jeder für sich und Gott gegen alle". verfilmte Peter Sehr die Geschichte im Sinne Prinzentheorie.

In Ansbach finden alle zwei Jahre die Kaspar-Hauser-Festspiele statt. Dort befindet sich auch im ein Gedenkstein an der Stelle an der Hauser am 14. Dezember 1833 niedergestochen wurde. Denkmal ist an einem kleinen Platz am der Platenstaße zu finden. Im Markgrafen-Museum beschäftigt sich Abteilung mit Kaspar Hauser. Seine unspektakuläre Grabstelle der Interessierte auf dem Ansbacher Stadtfriedhof besichtigen.

Der Name Kaspar Hauser hat als Kaspar-Hauser-Versuch in die Fachsprache der Ethologie Eingang gefunden. Hierbei werden Jungtiere unter Erfahrungsentzug aufgezogen um angeborene von erlernten Verhaltensweisen unterscheiden zu können.

Man kennt auch das Kaspar-Hauser-Syndrom wenn oder Kinder lange Zeit ohne persönlichen Kontakt ohne liebevolle Zuwendung oder Nestwärme aufwachsen und Anregung erhalten.

Weblinks



Bücher zum Thema Kaspar Hauser

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Kaspar_Hauser.html">Kaspar Hauser </a>