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Kasuistik


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Kasuistik bezeichnet einen Begriff aus der Moraltheologie und der Rechtswissenschaft und anderen Gebieten. Das Wort ist von lat. casus "Fall" und bezeichnet das Bestreben moralische rechtliche Grundsätze auf Einzelfälle zu beziehen in Form "wenn - dann".

Zur Anwendung in der Jurisprudenz

Beispiel:

  • Grundsatz: Du sollst nicht töten.
  • Kasuistik: Wenn aber du selbst oder ein anderer einem Angreifer lebensgefährlich bedroht wird und du Möglichkeit hast den Angriff abzuwehren musst du tun und darfst dabei den Tod des als äußerste Konsequenz in Kauf nehmen.

Abgelehnt wird jede Kasuistik von den einer reinen Gesinnungsethik . Sie berufen sich dabei nicht zuletzt die Bergpredigt haben jedoch Schwierigkeiten "gut" und "böse" konkreten Inhalten zu füllen.

Hermetische Lückenlosigkeit strebten die kasuistischen Systeme katholischer Moraltheologen des 18. und frühen 19. an. Das Ergebnis waren oft angstbesetzte und Charaktere.

Positives Recht kann ohne Kasuistik nicht auskommen. Das der Rechtsordnung hängt jedoch von einer breiten Akzeptanz zugrundeliegenden Werte ab.

Zur Anwendung in der klassischen Rhetorik

Hier wird unter Kasuistik die Geschicklichkeit die Gewandtheit im Streitgespräch im Zusammenhang eines "Beweises" falscher oder zweifelhafter Thesen . Ein Kasuist wird so bezeichnet wenn sich im Streitgespäch als geschickter und gewandter auszeichnet.

Zur Anwendung in der Medizin

Hier wird mit Kasuistik eine Veröffentlichung bezeichnet bei der die der Krankengeschichte im Vordergrund steht.



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