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Keltische Kirche


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Die keltische Kirche (auch: iroschottische Kirche oder keltisches Christentum ) war eine im 4. - 5. Jahrhundert in Irland entstandene und dann auf die britischen Inseln ausgedehnte christliche Kirche . Der Begriff beschreibt ein Christentum wie in Gemeinden mit keltischem Hintergrund vermittelt und praktiziert wurde wobei sich zum einen um bestimmte kultische Verfahren worin sie sich von der Vorgehensweise im Europas unterscheidet zum anderen darum dass sie nicht in Diözesen sondern in Klostersprengeln organisiert war.

An der Ausdehnung des Christentums auf heidnische England war die keltische Kirche ebenso beteiligt die römische Kirche: die eine durch Augustinus († 604 / 605 ) den ersten Erzbischof von Canterbury vertreten begann ihre Missionstätigkeit 597 in Kent ; die andere mit dem Namen Columban († 597 ) verbunden verbreitete sich von Irland aus die Insel Iona nach Northumbrien .

Inhaltsverzeichnis

Wie separat war die keltische Kirche?

Die Mitglieder der keltischen Kirche sahen trotz allen Wettbewerbs nie in Opposition zur Rom basierenden Katholischen Kirche wie die Arianer Priscillianer oder Donatisten in Nordafrika. Sogar auf dem Höhepunkt Konflikts zwischen diesen Glaubensrichtungen und anderen christlichen anerkannten sie die Oberhoheit des Papstes und nahmen seine Anordnungen entgegen.

Andererseits sahen sich die keltischen Gemeinden als Konkurrenz zur Mission bei den Angelsachsen . Eine frühe walisische religiöse Regel verhängte Strafen für gemeinsames mit den Engländern und das Teilen der mit ihnen. Als Augustinus versuchte sich mit Delegation von sieben britischen Bischöfen an den Ethelbert von Kents († 616 ) zu treffen weigerten sich diese Bischöfe seiner Partei zu reden oder gemeinsam zu und als Aethelfrid von Northumbrien († 616 ) in den Krieg gegen Salomon Sohn Cynan König von Powys zog wurden hunderte britischen Mönchen beschuldigt sich versammelt zu haben für den gegnerischen König zu beten. Es beachtenswert das es den Briten nicht gelang Angelsachsen zur Konversion zu bewegen und dass dann erfolgreiche keltische Mission von weiter weg nämlich aus Schottland.

Unterschiede zum übrigen Katholizismus

Die genauen Unterschiede zwischen der keltischen und den übrigen Katholiken variieren von Quelle Quelle. Mehrere Punkte sind jedoch deutlich:

  • anfänglich die bereits genannte Bevorzung der gegenüber den Bischöfen
  • zeitweise die Methode zur Berechnung des Osterfestes
  • die Methode zur Tonsur der Kleriker
  • vermutlich die Form der Taufe sowie
  • das keltische Kreuz bei dem ein Kreuz von einem Kreis überlagert wird und ein charakteristisches und unterscheidendes christliches Symbol war ist. Sein Gebrauch dauerte deutlich über eine Organisation der keltischen Kirche hinaus an und hat tatsächlich nie aufgehört in den keltischen und den Exilgemeinden üblich zu sein.

Das Problem Ostern

Computus ist die Methode zur Berechnung Osterdatums – und die blickt auf eine und ermüdende Diskussion zurück die sich auch die keltische Kirche erstreckte. Hierzu hatten die den Kontakt mit Rom verloren als Victorius Aquitanien 457 die Tabellen erstellte die dann für Festlegung des Datums herangezogen wurden. Als sie von der gängigen Praxis erfuhren kehrten die Gemeinden der keltischen Kirche allmählich zur herrschenden zurück: Südirland auf einer Synode 632 Nordirland auf dem Konzil von Birr 697 die Kirche von Northumbrien auf der von Whitby 664 die Insel Iona 716 und Wales 768 . Verschiedene Gemeinden die von irischen oder Klerikern gegründet wurden oder noch unter deren standen reihten sich erst in späteren Jahren

Die Heiligen der keltischen Kirche

Bedeutende Personen die zum keltischen Christentum sind unter anderem Adamnan Aidan Brigid Columban von Iona Columban von Luxeuil David Gildas Patrick Piran und Samson von Dol.

Das Ende der keltischen Kirche

Die Existenz der keltischen Kirche wurde 1172 beendet als die Synode von Cashel keltische Christentum unter das römische System brachte.



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