Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 19. September 2019 

Kernmatrix


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Vielzelligen Organismen sind durch differenzierte d.h. spezialisierte Zellen gekennzeichnet die ihrerseits eine charakteristische Architektur verfügen sowie über Wege zu kommunizieren. Beide Komponenten - Aufbau und - werden entscheidend durch Protein-Netzwerke vermittelt die Kontaktstellen miteinander in Verbindung stehen. Von außen nach innen ( Zellkern ) sind dies

  • die extrazelluläre Matrix zumeist spezialisierte Kollagen -Geflechte die von der eingebetteten Zelle selbst und sekretiert werden
  • das Zytoskelett aus Mikrotubuli ( Tubulin ) Aktin Mikrofilamenten und Intermediärfilamenten (fünf Typen mehr)
  • das Kernskelett auch Kernmatrix genannt. Herausragende Komponenten sind hier die (Kernhülle und wie man jetzt weiß auch
und SAF-A (´scaffold-attachment factor A´ auch hnRNP-U beschrieben). Daneben sind zellspezifische Faktoren enthalten neuerdings eine Bedeutung bei der Diagnose maligner zukommt.

Damit sind kernhaltigen Zellen höherer Lebewesen Eukaryonten )deutlich komplizierter aufgebaut als jene von Bakterien. grundlegende Unterschied ist die Kernmembran die die DNA vom Cytoplasma separiert. Jedes der 46 Chromosomen einer menschlichen Zelle enthält zwischen 48 240 Millionen Basenpaaren das entspricht 1 6- 2 cm insgesamt 2 m an DNA. kann ein Faden dieser Länge in einem mit 5-30 Mikrometer Durchmesser verschwinden? Das Geheimnis die Ordnungsprinzipien des Chromatins eines Komplexes aus DNA RNA und Proteinen die zusammen eine gesetzmäßige Faltung in Stufen und damit ein vielfältiges epigenetisches ´tuning´ der Genexpression ermöglichen. Die unteren Ebenen beinhalten das entdeckte “Nucleosom” ein Proteinkomplex um den die in etwa zwei Windungen gewickelt ist. Die 25 Millionen Nucleosomen einer Säugerzelle wiederum sind Form von 30 000 Schlaufen-förmigen “ Chromatindomänen ” organisiert (Abbildung). Einem klassischen Modell zufolge diese Schlaufenorganisation durch Anheftung bestimmter DNA-Elemente die (´scaffold/matrix attachment´ Regionen) genannt werden an das des Zellkerns (die “ Kernmatrix ”; graue Felder) aufrechterhalten.

Neuere Untersuchungen weisen auf eine beträchtliche dieses komplexen Gebildes hin die von der und dem Differenzierungszustand der Zelle mitbestimmt wird.

Literatur

  • Heng HHQ Goetze S Ye CJ W Liu G Bremer S Hughes M J Krawetz SA (2004). Dynamic features of attached regions (S/MARs) in anchoring chromatin loops. Cell Sci 117: 999-1008.

Weblink



Bücher zum Thema Kernmatrix

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Kernmatrix.html">Kernmatrix </a>