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Kirgisen


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Die Kirgisen (Eigenbezeichnung: Kyrgyz ) sind eines der älteren Turkvölker . Dieses Volk umfaßt heute rund 2 Mio. Menschen.

Namensbedeutung

Die Volksbezeichung "Kirgis" stammt wohl vom Wort Kyrk Kyz ab das wohl mit "Steppen-Bewohner" übersetzt kann. Die heutige türkische Schreibweise gibt uns Kırgız und für die Urform Kırk Kız vor. Eine andere Namensvariante schlägt uns Kyrlary gez (Berg-Bewohner) als Ursprung vor. Beide Namensvarianten durch aus ihre Berechtigung da die Alt-Kirgisen Steppen- als auch Bergbewohner waren.

Herkunft und Geschichte des kirgisischen Volkes

Bereits Ende des 3. Jahrhundert v. Chr. werden die Kirgisen von den Chinesen erwähnt. Die Chinesen nannten dieses "wilde unter anderem Hsia-chia-ssu bzw. Xiajiasi. Das Gebiet Xinjiang (vgl. Turkestan ) sei nach ihnen benannt. Ihre Heimat der Altai bis sie etwa 49 v. Chr. zum Jenissej umzogen als Nachbar der Ting-ling die ihrerseits zur Selenge weiterzogen.

(Laut des "Manas Epos" - der verschleierten Herkunfts- Sage der Kirgisen - wurden sie bei vom damaligen Turkutenherrscher Oghus Khan geschlagen und im Anschluß an den abgedrängt. Ein anderer Teil sei an den gezogen.)

Im 6. Jahrhundert bauten die Jennisej-Kirgisen sogar Eisen und Gold ab das sie mit "knirschenden Zähnen" Kök-Türken als Tribut überlassen mußten (so vermerkten es jedenfalls die Chinesen). Die Kirgisen waren zu Beginn 8. Jahrhundert unter Bars Beg (gefallen 711 /12) in schwere Auseinandersetzungen mit den Kök-Türken

Dieses wiederholte sich 758 mit einer Niederlage gegen die Uyghuren . Für das Ende des 8. Jahrhunderts werden auch Kirgisen clans am Ost-Tienschan vermutet in jedem Fall in der folgenden Periode (840-924) und zur der Kitan .

Schließlich schwächten schwere Winter und Verrat Uyghurenreich in der Mongolei das nun 839 / 840 von den Kirgisen unter Jaglaqar (Uje/Ajo 847 ) blutig beseitigt wurde. Die Kirgisen waren eine Zeitlang die Hauptmacht Zentralasiens und sandten einige Gesandtschaften nach Tang-China . Ihr Machtbereich umfaßte die Gebiete zwischen Irtysch Tienschan und die Gebiete des Baikalsees rund 198.000 km². Das Zentrum Jaglaqars/Uje Khans nach 840 die Du-man Berge in Tannu Tuwa. fand sogar byzantinische Münzen am Altai.

Die Kirgisen selbst wurden aber von Kitan unter Apaoka 924 wieder aus der Mongolei verdrängt wo sie wohl nie richtig geworden waren. Als Zentrum des Staates galt die Stadt Abakan die den Mongolen als Khanssitz bekannt war. Von anderer Seite wird Existenz mehrerer Städte und die Stadt Kemidjkat Residenz erwähnt. Ausgabungen bezeugen die Verbreitung von Ackerbau und sogar von Bewässerung obwohl zeitgenössige Darstellungen von Nomadentum reden.

In den Jahren 1207 -08 unterwarfen sich die 3-4 kirgisischen Fürsten Mongolen von Dschingis Khans Sohn Dschudschin rebellierten aber bald. Das Volk der wurde im Verlauf des 13. Jahrhunderts von den Mongolen aufgelöst zum Teil 1293 nach der Mandschurei deportiert verlor seine ( Runen -) Schrift und den wenigen Ackerbau .

Die am Jenissej lebenden Gruppen der Kirgisen machte Anfang 15. Jahrhunderts unter Ugechi (um 1402/03) und seinem Essekü († 1425) nochmal von sich reden nur in verworrenen Kämpfen welche letztlich die Oiraten dominierten.

Geringe Reste zogen wahrscheinlich auch 1220 im Heer von Dschudschin nach Mittelasien ans Tienschan-Gebirge wo sie noch heute (Zumindest hat das E. Sarkisyanz aus der heraus vermutet was auch im Einklang mit Feldzug steht.) Dort entstand in Verschmelzung mit Nachbarn das turkotatarische Volk der Neu-Kirgisen.

Im 15. / 16. Jahrhundert standen diese "Neu-Kirgsien" dort in lockerem mit den Kasachen die man damals gern " Kasak-Kirgisen " bezeichnete während die eigentlichen Kirgisen "Schwarze genannt wurden. In der ersten Hälfte des Jahrhunderts kämpften sie z.B. gegen den Tschagatai -Khan Abdur Raschid und dessen Sohn und einige Raubzüge gegen Städte. Nach und nach sie Zuzug von den im Jenissej-Raum verbliebenen So erreichten z.B. 1469 (unter Ababartsi Chinsang) und 1702 große Gruppen im Gefolge der Oiraten den Tienschan.

Siehe auch: Chakassen Kirgistan

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