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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 17. Juni 2019 

Knautschzone


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Als Knautschzone bezeichnet man diejenigen Bereiche eines Automobils sich im Falle einer Kollision verformen und Energie absorbieren.

In den Anfängen des Automobils wurden Fahrzeuge so steif konstruiert dass bei einer mit einem Hindernis oder einem anderen Fahrzeug nur geringe Schäden am Auto selbst auftraten. Insassen erging es aber meist schlecht da enormen Verzögerungen ausgesetzt waren. Heute werden Teile der Karosserie gezielt "weich" ausgelegt um die Energie Aufpralls in Verformungsenergie umzuwandeln und so zu Die Insassen werden über einen längeren Zeitraum wodurch der maximale Wert der Verzögerung erheblich werden kann.

Die Struktur moderner Automobile muss heute grundsätzliche Aufgaben erfüllen:

  • ausreichende Steifigkeit der Fahrgastzelle um den Überlebensraum Insassen sicherzustellen.
  • ausreichende Deformationszonen (Knautschzonen) um die kinetische Energie Fahrzeug/e in Verformungsarbeit umzuwandeln und die Verzögerung Insassen unterhalb der biomechanischen Grenzwerte zu halten.
  • Kompatibilität zu anderen Verkehrsteilnehmern.

Deformationszonen (Knautschzonen)

Die Deformationszonen eines Automobils kann man die Bereiche Front Seite und Heck einteilen.

  • Front : Bei Frontalkollisionen treten üblicherweise die höchsten zum Hindernis auf weshalb der Gestaltung des die größte Bedeutung zukommt. In den meisten liegt in diesem Bereich der Motor welcher der hohen auftretenden Kräfte praktisch nicht verformbar und somit keine Energie aufnimmt. Den Großteil Energie absorbieren die Längsträger die üblicherweise aus Hohlträgern aufgebaut sind. Unter anderem durch Querträger bei ungleichmäßiger Krafteinleitung (Offset-Crash Fahrzeug trifft nur einem Teil des Vorderwagens auf ein Hindernis) möglichst gleichmäßige Verteilung der Kräfte auch auf der stoßabgewandten Seite erreicht.

  • Seite : Bei einem Aufprall von der Seite nur ein sehr geringer Deformationsweg zur Verfügung gleichzeitig wird die Struktur hauptsächlich auf Biegung was beides unvorteilhaft für die Energieabsorption ist. Seitenaufprall ist also die kritischste Aufprallform. Über Sitzquerträger und auch das Sitzgestell und die werden die Kräfte in die Querträger der und den Unterboden eingeleitet. In der Tür sich Teile wie Lautsprecher Fensterhebe- und Türschließmechanismen. ein Eindringen dieser Teile in den Fahrgastraum verhindern wird eine entsprechende Türinnenverkleidung eingesetzt.

  • Heck : Der Heckaufprall ist recht unproblematisch da Relativgeschwindigkeiten zum Hindernis üblicherweise eher gering sind ein großer Deformationsweg frei von störenden Elementen z.B. einem Motorblock vorliegt. Einzig der Kraftstofftank normalerweise im Heck. Um die gesetzlich vorgeschriebene der Kraftstoffanlagen gewährleisten zu können wird der meist möglichst weit vorn und unten angeordnet.

Kompatibilität

Unter Kompatibilität versteht man den Versuch auch bei Unfallgegnern (z.B. schwere Limousine gegen Kleinwagen aber Auto gegen Fußgänger/Fahrradfahrer etc.) das Verletzungsrisiko für Beteiligten niedrig zu halten. Vereinfacht gesprochen funktioniert nach dem Grundsatz: je größer und schwerer Fahrzeug desto weicher die Deformationszonen. Das führt dass z.B. bei der Kollision einer S-Klasse einem Smart die S-Klasse den größten Teil Energie aufnimmt und sich dabei natürlich auch meisten verformt. Sie absorbiert dabei den Löwenanteil kinetischen Energie beider Fahrzeuge da sie ja einen erheblich größeren Deformationsweg zur Verfügung hat. bleibt auch für die Insassen des Smart Verletzungsrisiko gering.




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