Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 27. Juni 2019 

Knochen


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Als Knochen ( Ossa sing. Os ) oder Knochengewebe bezeichnet man ein besonders hartes skelettbildendes Stützgewebe der Wirbeltiere .

Alle Tiere mit einer Wirbelsäule stützen ihren Körper von innen durch Skelett das aus einer Vielzahl von Knochen gebildet wird. Die einzelnen Knochen sehen je nach Lage und Funktion unterschiedlich aus. Die Größe variiert zwischen dem einige Millimeter großen Gehörknöchelchen einiger Kleinsäuger bis den meterlangen Bein- und Rippenknochen der Dinosaurier .

Nach Art ihrer embryonalen Entstehung unterteilt die Knochen in

  • Deck - Beleg - oder Bindegewebsknochen die vor allem in der Schädel -Region vorkommen und aus kleineren Knocheninseln zu Gebilden zusammenwachsen und
  • Ersatzknochen die die tiefer gelegenen Skelettteile bilden die Wirbelsäule oder die Knochen des Arm- und

Nach der Anordnung des Knochengewebes unterscheidet

  • schwammartige Bälkchenknochen ( spongiöse Knochen ) und
  • Lamellenknochen (stabilere Knochen mit lamellärer Schichtung der

Unterschieden werden die Knochen ferner nach Form oder besonderen Struktur:

  • Röhrenknochen (lange Knochen) ( Ossa longa ) (Arm Bein)
  • platte breite Geflechtknochen ( Ossa plana ) (Schulterblatt Hüftbein)
  • kurze kompakte würfel- oder zylinderförmige Knochen Ossa brevia ) (Wirbel Hand- und Fusswurzelknochen)
  • hohle Knochen die besonders häufig bei Vögeln auftreten aber auch im Schädel (Oberkiefer Sieb- und Keilbein) vorkommen ( Ossa pneumatica )
  • als Sonderfall: Zähne (mit Dentinüberzug ) die von den Plakoidschuppen am Körper Knorpelfische (z.B. der Haie ) abzuleiten sind.

Zum ursprünglichsten Knochentyp zählt wohl das Cosmin des Hautknochenpanzers am Vorderkörper der Panzerfische Placodermi ).

Die Knochen bestehen etwa zu 50% Mineralien zu 25% aus Wasser und zu 25% aus organischer Substanz. Hauptanteil der Mineralien sind Calciumverbindungen : Calciumphosphat (Ca-Hydroxylapatit Ca-Carbonatapatit) und v.a. bei Knochen Calciumcarbonat . Die organische Substanz besteht zum großen aus Collagen .

Das Knochengewebe ist nicht etwa tot wie man könnte sondern besteht aus einem Netzwerk lebender Knochenzellen ( Osteocyten ) die in einer Hartsubstanz eingebettet liegen über Zellfortsätze ( Knochenkanälchen ) miteinander in Verbindung stehen. Ein eigenes versorgt die Knochenzellen mit Nährstoffen und Sauerstoff. Knochengewebe wird ständig abgebaut ( Osteoklasten ) und mit Hilfe von Knochenbildungszellen ( Osteoblasten ) wieder neu aufgebaut.

Wenn ein Knochen durch äußeren Einfluss spricht man von einer Fraktur .

Siehe auch

Körper des Menschen Vogelskelett Wirbeltiere Fibrodysplasia Ossificans Progressiva

Weblinks



Bücher zum Thema Knochen

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Knochen.html">Knochen </a>