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Wissen


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Dieser Artikel beleuchtet den Begriff Wissen aus übergeordneten Perspektiven. Für spezifische neuere Ansätze siehe Wissenseigenschaften. Für geografische Verwendungen des Wortes Wissen unter Wissen (Begriffsklärung)

Wissen (von althochdeutsch wischan = "gesehen haben") bezeichnet die Gesamtheit organisierten Informationen mitsamt ihrer wechselseitigen Zusammenhänge die ein System besitzt. Das Wissen erlaubt es einem System sinnvoll und bewusst auf Reize zu reagieren . Die Epistemologie die den griechischen Wortstamm für Wissen ( episteme ) im Namen trägt ist die Lehre der Erkenntnis . Erkenntnis folgt erst dann aus Wissen erkannt wird welche Relevanz die Einzelinformationen für die Lösung eines Problems besitzen. Wissen kann man demnach also potentielle Nutzinformation definieren.

Inhaltsverzeichnis

Übersicht

Wissen steht seit der griechischen Philosophie im Gegensatz zur Meinung . Demnach impliziert Wissen Wahrheit und kann durch keine Argumentation widerlegt werden während eine Meinung zwar sein kann aber diskutabel ist.

Reale und imaginäre Objekte Systeme und Prozesse können gegeneinander abgegrenzt und daher beschrieben definiert werden. Wissen hingegen ist ein selbstbezüglicher für eine Gesamtheit und nicht überschaubar. Die Selbstbezüglichkeit zeigt sich in der Tatsache dass Definition des Begriffs Wissen das Wissen selber weil die Definition ebenfalls Bestandteil des Wissens Es kann daher nur eine Beschreibung der von Wissen erfolgen.

Während es auf den ersten Blick zu sein scheint was Wissen bedeutet ist sehr schwer eine allgemeingültige Definition dafür anzugeben. jede bekannte Definition gibt es Fälle in sie offensichtlich nicht das wiedergibt was wir Wissen verstehen. Dieses Problem nennt man das Gettier-Problem .

Formen des Wissens

Folgende Formen des Wissens können unterscheiden

  • Wissen über Fakten : Zu den Fakten gehören numerische Fakten "das Planck'sche Wirkungsquantum ist h = 6 6261 · 10 -34 Js " oder Propositionen wie "Der Wolf ist ein Raubtier".
  • Wissen über Konzepte und Konzepteigenschaften : Konzepte werden durch ihren Konzeptnamen ihre Extension und ihre Intension definiert. Extension ist die Menge aller die zu dem Konzept gehört die Intension die Menge der Merkmale die ein Objekt muss um zum Konzept zu gehören. Man zwischen Individualkonzepten die als Extension eine einelementige besitzen und Massenkonzepte wie Flüssigkeiten oder Schüttgut keine stückweise abzählbare Extension besitzen.
  • Wissen über semantische Beziehungen : Semantische Beziehungen sind Aussagen zu zwei mehreren Konzepten wie zum Beispiel
    • Teil-von Beziehungen: (Klinge - Schwert).
    • Ist-ein Beziehung (Wolf - Raubtier).
    • Zeitliche Beziehungen (chronologische Abfolge Simultanität).
    • Räumliche Beziehungen (Behälter - Inhalt).
    • Kausalbeziehungen (Blitz - Donner).
  • Wissen über Ereignisse und Handlungen : Ein Ereignis ist eine Zustandsänderung eines zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über ein hinweg. Eine Handlung ist ein Ereignis das einem Aktor absichtsvoll ausgelöst wurde.
  • Wissen über Vorgänge und Verfahren : Ein Vorgang ist eine lang andauernde Ein Verfahren ist eine festgelegte Anzahl von verketteten Einzelhandlungen für die oft eine bestimmte verbindlich ist. Wissen über ein Verfahren bezeichnet als "know how".
  • Wissen über Regeln und einschränkende Bedingungen (Constraints) : Wissen über einschränkende Bedingungen ist Wissen die Unzulässigkeit von Zuständen oder Zustandsänderungen.
  • Metawissen : Wissen über Wissen wie z.B.
    • Wissen über die Verlässlichkeit ( Reliabilität ) bzw. Güte ( Validität ) von Fakten oder anderen Wissensarten.
    • Wissen wie man Wissenslücken schließen kann Beispiel indem man Unbekanntes erfragt).
    • Wissen wie man neues Wissen aus Wissen ableitet (Inferenzstrategien).
    • Wissen wie man Wissen strukturiert und Wissen hinzufügt

    • Wissen über Wissensqualität .
  • Wissen über Probleme und Problemlösungsstrategien : Bildung einer formalen Beschreibung eines Problems dem Ziel der Klassifikation des Problems in bekannte Problemklasse zu der eine Problemlösungsstrategie bekannt
  • Wissen als soziale Konstruktion : Grundlegend stellt die Wissenssoziologie fest dass Erkenntnis nicht im Individuum in einem sozialen Kontext eingebettet ist das Wissen ist sozial bedingt.

Systematische Ansätze

Im Gegensatz zum umgangssprachlichen Verständnis von Wissen bemüht sich der von Helmut F. Spinner begründete Karlsruher Ansatz der integrierten Wissensforschung (KAW) um eine Systematisierung des gesamten um "Wissen aller Arten in jeder Menge und ; Spinner initiierte daher das Wissensarten - Wissensordnungs - und Wissensverhaltensprojekt .

Er schlägt folgende Terminologie vor:

  • "Wissen ist semantische Information (unabhängig von Richtigkeit Wichtigkeit"
  • "Information ist inhaltliches Wissen"
  • "Erkenntnis ist Information plus x"

Informatischer Ansatz

Wissen sind Informationen zu einem gegebenen Information sind interpretierte Daten.

Zitate

  • "Ich weiß dass ich nichts weiß" ( Sokrates )

Siehe auch


Weblinks



Bücher zum Thema Wissen

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