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Kokain


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Coca-Blätter Kokain
Kokain (auch Cocain ) ist ein Alkaloid das aus den Blättern des Cocastrauchs (bot. Erythroxylum coca Lam.) gewonnen wird. Der Gehalt an in der Pflanze beträgt zwischen 0 7 2 5%. Angebaut wird die Coca-Pflanze in Südamerika und Java in einer Höhe zwischen 600-1000 m. sind Bolivien Peru Kolumbien und Java.

Um 1859 gelang erstmals die Isolation Alkaloids durch Albert Niemann. Die chemische Formel ist der Methylester des linksdrehenden Benzoylecgonins 3S)-3-Benzoyloxy-tropan-2-carbonsäuremethylester und die Summenformel ist C 17 H 21 N O 4 .

Die erste Rezeptur des Erfrischungsgetränks Coca-Cola enthielt bis 1903 einen Extrakt aus Cocablättern (und erhielt so seinen so dass ein Liter Coca Cola rund 250 mg Kokain enthielt das durch mehr Koffein ersetzt wurde. Auch sonst war Kokaingebrauch letzten Drittel des 19. Jahrhunderts in Europa weit verbreitet und legal. Gefährlichkeit der Substanz wurde nur langsam erkannt.

Inhaltsverzeichnis

Medizinische Anwendung

Cocain ist das älteste bekannte Lokalanästhetikum. der hohen Suchtgefahr und der ausgeprägten Toxizität es heute so gut wie nicht mehr Cocain diente aber als Leitsubstanz für viele Lokalanästhetika wie z.B. Lidocain oder Scandicain.

1884 wurde Cocain zum ersten mal in Augenheilkunde eingeführt. Noch heute ist der Einsatz Operationen am Auge nach der deutschen Betäubungsmittelverschreibungsverordnung

Cocainismus

Als Cocainismus wird der Gebrauch von Cocain durch Aufnahme in den Körper bezeichnet. Meistens wird durch die Nase aufgenommen (Schnupfen) aber auch orale oder intravenöse Aufnahme ist möglich. Eine Dosis von 20 bis 50 mg führt 20 Minuten nach der Einnahme zu einem Rededrang größerer allgemeiner Leistungsfähigkeit erhöhtem Selbstwertgefühl Euphorie verbesserter Konzentration und Wachheit sowie einer Absenkung sexuellen und sozialen Hemmungen. Die Wirkung beruht einem Vermehrten Ausschütten der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin . Gleichzeitig hemmt Cocain die Wiederaufnahme der was sich ebenfalls auf die Wirkungsdauer (ca. Min.) auswirkt. An Nebenwirkungen durch Überdosierung können Angstzustände und paranoide Stimmungen auftreten. Die LD50 bei ca. 15 mg pro kg Körpergewicht ca. 1 g für einen Erwachsenen entspricht. Ende des Rausches ist am Folgetag — nach psychischer Konstitution sowie der eingenommenen Menge Dauer — oftmals gekennzeichnet durch Niedergeschlagenheit Müdigkeit hin zur Erschöpfung Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen.

Der regelmäßige Gebrauch von Cocain kann zu einer psychischen nicht aber körperlichen Abhängigkeit Sucht ) führen. Eine Besonderheit bei langfristigem Kokainmissbrauch das Auftreten des so genannten Dermatozoenwahns; die dass sich Insekten unter der eigenen Haut Außerdem wird die Kokainsucht mit einem raschen der Ethik und des Gewissens des Konsumenten in Verbindung gebracht.

Der Marktpreis für ein Gramm Kokain in Europa zwischen 40 und 90 Euro.

Cocaismus

Das Kauen der Cocablätter zusammen mit Kalk wird als Cocaismus bezeichnet. Dabei treten selten Suchterscheinungen auf das Cocain durch den Kalk zum nicht erregendem Ekgonin umgesetzt wird. Das Kauen von ist im Gegensatz zur Einnahme von reinem bei den Indianern in den Anbaugebieten bis üblich. Es unterdrückt das Empfinden von Höhenkrankheit oder Hunger. Der Cocaismus greift durch Kalkzusatz bei regelmäßigem Konsum die Zähne an.

Weblinks


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