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Kolibri


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Kolibris fressen im Flug
Foto: www.pueblo.gsa.gov


Rubinkehlkolibri
( Archilochus colubris )

Foto: midwest.fws.gov


Dreifarbenkolibri
( Selasphorus platycercus )

Foto: www.nps.gov


Zimtkolibri
( Selasphorus rufus )
Größenvergleich mit einer Hand

Foto: www.epa.gov

Die Kolibris ( Trochilidae ) stellen nach Ansicht mancher Autoren die Familie der Ordnung der Kolibriartigen ( Trochiliformes ) dar. Sie sind allerdings sowohl mit Seglern ( Apodidae ) als auch mit den Nachtschwalben ( Caprimulgidae ) so nahe verwandt dass sie mit und einigen weiteren Familien in der Ordnung Schwalmartigen ( Caprimulgiformes ) zusammengefasst werden können - siehe auch Systematik der Vögel .

Die Familie der Kolibris umfasst mehr 100 Gattungen mit mehr als 330-340 Arten.

In den verschiedenen Sprachen werden die ganz unterschiedlich benannt z.B.

  • Hummingbird (englisch)
  • Pica flor (spanisch)
  • Beija flor (portugiesisch)

Inhaltsverzeichnis

Aussehen Körperbau

Kolibris sind meist sehr kleine Vögel . Die kleinste Vogelart überhaupt die Bienenelfe ( Mellisuga helenae ) misst samt Schnabel und Schwanzfedern nur cm. Die größte Art der Riesenkolibri ( Patagona gigas ) ist ca. 25 cm lang. Die Kolibris haben ein buntes in der Regel grün schimmerndes Gefieder . Die Kehle beim Männchen ist oft rot blau oder smaragdgrün.

Ein besonderes Merkmal der Kolibris ist Schnabel der bei fast jeder Art anders Beim Schwertschnabelkolibri ( Ensifera ensifera ) z.B. ist der Schnabel fast so wie der ganze übrige Körper der 10 misst. Demgegenüber hat der Kleinschnabel-kolibri ( Ramphomicron microrhynchum ) nur eine Schnabellänge von 5 mm. Adlerschnabel-Kolibris ( Eutoxeres ) besitzen einen enorm nach unten gebogenen wogegen der Säbelschnabelkolibri ( Avocettula recurvirostris ) wiederum einen Schnabel hat der an Spitze nach oben gebogen ist. Jeder Schnabel auf einen anderen Blütetyp spezialisiert sodass jede ihre eigene ökologische Nische besetzt und damit Konkurrenzkampf mit anderen Arten entgeht.

Ihre Zunge ist lang kann weit hervorgestreckt werden ist an der Spitze gespalten und strohhalmförmig der Nektar gut aus den Blüten gesaugt werden kann.

Die Phaethornitinae und die Trochilinae sind Unterfamilien der Kolibris. Bei den Phaethornitinae sind die drei Vorderzehen an der aneinander geheftet. Sie besitzen auch stark verlängerte Bei den Trochilinae sind die Vorderzehen frei. Die mittleren sind hier nicht verlängert.

Besonderheiten

Kolibris fliegen mit einer sehr hohen von bis zu 80 Flügelschlägen pro Sekunde. ermöglicht ihnen auch rückwärts oder seitwärts zu oder in der Luft stehen zu bleiben. weitere Besonderheit der Kolibris ist dass sie Rippenpaare besitzen. Normalerweise haben Vögel sechs Rippenpaare.

Verbreitung und Lebensraum

Kolibris leben (in freier Wildbahn) ausschließlich Amerika . Sie kommen vom Süden Alaskas bis Feuerland vor. Sie leben in heißen und Wüstengebieten genau so wie in den Waldgebieten Amazonas . Eigentlich trifft man sie fast überall Nord - und Südamerika an außer in der subarktischen und Zone. Von den 330-340 Arten leben fast in der Nähe des Äquators . Nur ein gutes Dutzend Arten lebt Nordamerika nördlich von Mexiko die meisten davon im Südwesten der USA . Der Rubinkehlkolibri ( Archilochus colubris ) brütet als einziger im Osten der


Manche Leute denken sie hätten in schon einmal einen Kolibri gesehen aber das dann nur ein Schmetterling namens Taubenschwänzchen .

Ernährung

Die Kolibris ernähren sich vorwiegend von Diese sehr energiereiche Nahrung macht den kraftraubenden erst möglich. Insbesondere knallig rot oder orange Blumen ziehen die Kolibris an.

In den Blüten sammeln sich zudem Insekten die ebenfalls von den Kolibris gefressen und eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß sicherstellen. Daneben werden noch Pollen und Fruchtfleisch gefressen. Um den Flüssigkeitsbedarf decken trinken die Kolibros zusätzlich noch Wasser.

Fortpflanzung

Um bei den Weibchen Interesse zu führen die Männchen eine Balz auf. Das ist ein Tanz um Weibchen in Paarungsbereitschaft zu bringen. Nachdem die begattet wurden bauen sie ein winziges Nest das aus Spinnweben Pflanzenwolle Flechten oder Moos angefertigt wird. Das Nest wird in Höhe in einem Busch oder einem Baum gebaut. Das Weibchen legt zwei Eier im Es bebrütet die Eier 14 bis 19 Die Jungen werden anschließend 3-4 Wochen lang Dabei kommt das Weibchen bis zu 140 pro Tag zum Nest um die Jungen Futter zu versorgen.

Feinde

Natürliche Feinde der Kolibris sind Raubvögel und Raubkatzen. Die Feinde der Kolibris aber auch die Menschen. Sie verarbeiten Teile Kolibris zu Schmuck.

Gattungen und Arten

Unterfamilie Eremiten-Kolibris ( Phaethornithinae )

  • Adlerschnabel-Kolibris ( Eutoxeres )
  • Schattenkolibris ( Phaethornis )
  • ( Threnetes )
  • ( Glaucis )
  • ( Ramphodon )
Unterfamilie Kolibris i.e.S. ( Trochilinae )
  • Hakenkolibris ( Androdon )
  • ( Doryfera )
  • ( Phaeochroa )
  • Degenflügel-Kolibris ( Campylopterus )
  • ( Aphantochroa )
  • Breitschwingenkolibris ( Eupetomena )
  • Blumennymphen ( Florisuga )
  • ( Melanotrochilus )
  • Schuppenkolibris ( Colibri )
  • Mango-Kolibris ( Anthracothorax )
  • Säbelschnabelkolibris ( Avocettula )
  • ( Topaza )
  • ( Eulampis )
  • ( Chrysolampis )
  • ( Orthorhyncus )
  • ( Klais )
  • ( Stephanoxis )
  • ( Abeillia )
  • Schopfkolibris ( Lophornis ) - 10 Arten
  • ( Popelairia )
  • Diskuskolibris ( Discosura )
  • ( Trochilus )
  • ( Chlorestes )
  • ( Chlorostilbon )
  • ( Panterpe )
  • ( Elvira )
  • ( Eupherusa )
  • ( Goethalsia )
  • ( Goldmania )
  • ( Cynanthus )
    • Braunkopfkolibri ( C. sordidus )
    • Breitschnabelkolibri ( C. latirostris )
  • ( Cyanophaia )
  • ( Thalurania )
  • ( Damophila )
  • ( Lepidopyga )
  • Schwammkolibris ( Hylocharis ) - 8 Arten u.a.:
    • Schwarzstirnsaphir ( H. xantusii )
    • Weißohrsaphir ( H. leucotis )
  • ( Chrysuronia )
  • ( Leucochloris )
  • ( Polytmus )
  • ( Leucippus )
  • ( Taphrospilus )
  • Amazilia-Kolibris ( Amazilia ) - 32 Arten
  • Schneekrönchenkolibris ( Microchera )
  • ( Anthocephala )
  • ( Chalybura )
  • ( Lampornis ) - 6 Arten u.a.:
    • Blaukehlnymphe ( L. clemenciae )
  • ( Lamprolaima )
  • ( Phlogophilus )
  • ( Adelomyia )
  • ( Clytolaema )
  • ( Heliodoxa )
  • Dickschnabelkolibris ( Eugenes )
    • Dickschnabelkolibri ( E. fulgens )
  • ( Hylonympha )
  • ( Sternoclyta )
  • ( Urochroa )
  • ( Boissonneaua )
  • ( Aglaeactis )
  • ( Oreotrochilus )
  • ( Lafresnaya )
  • ( Coeligena )
  • Schwertschnabelkolibris ( Ensifera )
    • Schwertschnabelkolibri ( E. ensifera )
  • ( Pterophanes )
  • Riesenkolibris ( Patagona )
    • Riesenkolibri ( P. gigas )
  • Chile-Kolibris ( Sephanoides )
  • Sonnennymphen ( Heliangelus )
  • Schneehöschen-Kolibris ( Eriocnemis )
  • ( Haplophaedia )
  • Weißspitzkolibris ( Urosticte )
  • Flaggensylphen ( Ocreatus )
  • ( Lesbia )
  • Schleppensylphen ( Sappho )
    • Schleppensylphe ( S. sparganura )
  • ( Polyonymus )
  • Kurzschnabelkolibris ( Ramphomicron )
    • Kleinschnabelkolibri ( R. microrhynchum )
    • Schwarzrückenkolibri ( R. dorsale )
  • ( Oreonympha )
  • Helmkolibris ( Oxypogon )
  • Glanzschwänzchen-Kolibris ( Metallura )
  • ( Chalcostigma )
  • Degenschnabel-Kolibris ( Opisthoprora )
  • ( Taphrolesbia )
  • ( Aglaiocercus )
  • ( Augastes )
  • ( Heliothryx )
  • ( Heliactin )
  • ( Philodice )
  • Wundersylphen ( Loddigesia )
  • ( Heliomaster )
  • ( Rhodopis )
  • Cora-Kolibris ( Thaumastura )
  • ( Tilmatura )
  • ( Doricha )
  • Amethystkolibris ( Calliphlox )
  • ( Microstilbon )
  • ( Calothorax )
    • Luziferkolibri ( C. lucifer )
    • Schmuckkolibir ( C. pulcher )
  • Zwergelfen ( Mellisuga )
    • Zwergelfe ( M. minima )
    • Bienenelfe ( M. helenae )
  • Erzkolibris ( Archilochus )
    • Rubinkehlkolibri ( A. colubris )
    • Schwarzkinnkolibri ( A. alexandri )
  • Calypte-Kolibris ( Calypte )
    • Annakolibri ( C. anna )
    • Costakolibri ( C. costae )
  • ( Atthis )
  • Sternelfen ( Stellula )
    • Sternelfe ( S. calliope )
  • ( Myrtis )
  • ( Eulidia )
  • Kurzschwanzelfen ( Myrmia )
  • ( Acestrura )
  • ( Chaetocercus )
  • ( Selasphorus ) - 6 Arten u.a.:
    • Dreifarbenkolibri ( S. platycercus )
    • Zimtkolibri ( S. rufus )
    • Allenkolibri ( S. sasin )

Fossilien

Der deutsche Paläoornithologe Gerald Mayr vom Forschungsinstitut Senckenberg hat die vermutlich ältesten Kolibrifossilien Welt in der Grube Unterfeld im baden-württembergischen entdeckt. Er beschreibt im Fachmagazin "Science" den zweier über 30 Millionen Jahre alter Fossilien den heute lebenden amerikanischen Kolibris ähnelten. Es die ersten Funde von Kolibris in der Welt.

Die Skelette sind etwa vier Zentimeter haben einen langen Schnabel um Blütennektar zu sowie Flügel die zum Schweben auf der befähigen. Damit zeigen sie die typischen Merkmale Kolibris.

Mayr taufte sie auf den Namen Eurotrochilus inexpectatus unerwartete europäische Art des Trochilus .

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