Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 19. Juli 2019 

Kommunikationswissenschaft


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Kommunikationswissenschaft wird zumeist als Wissenschaft über Massenkommunikation d. h. die einseitige Kommunikation weniger an viele über Medien aufgefasst.

Inhaltsverzeichnis

Gegenstände und Einteilung

Klassisch wird die Kommunikationswissenschaft eingeteilt in Untersuchung darüber wer kommuniziert was kommuniziert wird dies erreicht und welche Effekte dies zeitigt. Trennung kann jedoch etwa mit Verweis auf Theorie sozialer Systeme angefochten werden.

Die Erforschung der Effekte bezieht sich einerseits auf das Individuum die Psyche mit Kognitionen und Emotionen. Andererseits werden Wirkungen auf die Gesellschaft oder Teile der Gesellschaft untersucht. Hier v.a. der Begriff der öffentlichen Meinung relevant.

Die Unterteilung der Kommunikationswissenschaft in verschiedene wird häufig mit Hilfe der Lasswell-Formel verdeutlicht.

Kleine Theoriegeschichte der Wirkungsforschung

Der Beginn der Wirkungsforschung liegt u.a. der Untersuchung von Persuasion durch Propaganda bedeutend insbesondere die Forschung in den im Umfeld der Zweiten Weltkrieges. Im Fach diskutiert ob in diesen Frühzeiten Reiz-Reaktions-Modelle der überwiegen. Ferner stellt die Zeitungswissenschaft ein Ausgangspunkt Entwicklung des Faches im deutschsprachigen Raum dar.

Im Laufe der Fachgeschichte werden naturgemäß durch komplexere Modelle und Theorien abgelöst. So sich die Theoriegeschichte weg von Vorstellungen wonach und Meinungen durch Kommunikation übertragen werden hin Modellen wie Rezipienten mit Medieninhalten interagieren sich ihnen Weltbilder konstruieren und mittels veschiedener Wege Einstellunge und Entscheidungen ableiten. Endgültig ausgetragen ist Streit darüber inwieweit Medieninhalte und Weltbilder der Realitätsbeschreibung sein können jedoch nicht. Gemeinhin wird Gegensatz im Begriffspaar "Realismus" und " Konstruktivismus " ausgedrückt.

Zeitweise spitzt sich die Abkehr von auf Einstellungen bezogenen Wirkungen zur These zu könnten wenn überhaupt nur bestimmen welche Themen Rezipienten als relevant wahrnehmen nicht aber welche sie dazu einnehmen. Hierfür wird das Bild " Agenda " verwendet also die Liste dessen was als wichtig behandelt wird. Entsprechend heißt das zu dieser Forschungstradition "agenda setting".

"Durch die Hintertüre" schleichen sich jedoch wieder ein indem man zur Einsicht gelangt ein Thema keine allzu harte Einheit darstellt verschiedene Aspekte hat. Hinzu kommt die Erkenntnis die menschliche Informationsverarbeitung nicht unbedingt unabhängig davon in welcher Reihenfolge und mit welcher Betonung dargebracht werden sondern vielmehr die Verfügbarkeit von die Schlussfolgerungen mehr oder weniger mitbestimmt. Somit den Medien wieder die Fähigkeit zugeschrieben durch Herunterspielen Weglassen (sei es absichtsvoll oder nicht) mitzubestimmen.

Die neuere Forschung hält eine Vielzahl Theorieangeboten und Gegenständen bereit von der Untersuchung augenblickhaften Unterhaltungserlebens bis hin zur langfristigen Kultivation Ängsten und Misstrauen durch tausendfache Rezeption von in denen Gefahr und Gewalt dargestellt werden der Untersuchung politischer Meinungsbildung über den Einfluss PR auf Berichterstattung bis zur Rezeption von von Verweisen auf die Kritische Theorie bis systemtheoretischen Ansätzen. Außerdem muss sich die Kommunikationswissenschaft der Tatsache auseinandersetzen dass teilweise Massen- und schwerer zu trennen sind etwa in den Anwendungen des Internet.

Zur Inhalts- Kommunikator- und Publikumsforschung sowie weiteren

Die Inhaltsforschung befasst sich mit den d.h. Aussagen und Darstellungsweisen dessen was die übermitteln. Sie differenziert sich einerseits anhand der darüber was objektiv feststellbarer Inhalt ist andererseits dem Erkenntnisinteresse etwa der Einschätzung journalisitscher Qualität Abgleich von Realität und Berichterstattung (wenn man einen solchen für möglich hält) Existenz und Eigenschaften einer "Medienrealität" sowie der Frage was warum berichetet und warum anderes nicht den Inszenierungsstrategien von und in den Medien präsenten Akteuren der von Genres usw.

Die Kommunikatorforschung befasst sich mit Medienschaffenden ihrer Einbindung in bestimmte Organisationen: Welche Einstellungen Interessen Ausbildung usw. haben Journalisten PR-Fachleute usw. Zwängen unterliegen sie worin sind sie frei arbeiten sie wie entscheiden sie sich für und Darstellungsweisen. Die Publikumsforschung beschreibt schließlich die der Rezipientenschaft sowie die Motive das Ausmaß Eigenschaften und Muster der Mediennutzung: Welche soziodemografischen psychigrafischen Beschreibungen lassen sich von Lesern Zuschauern Zuhörern anfertigen? Welches Zeitbudget und welche Aufmerksamkeit sie der Mediennnutzung?

Neben diesen Gebieten befasst sich die mehr oder weniger intensiv mit Fragen des (Ökonomisierung Konzentration Medienwirtschaft Medienrecht Medienpolitik) der Medienethik

Verhältnis zur Medienwissenschaft

Das Verhältnis der Kommunikationswissenschaft zur Medienwissenschaft zeigt sich komplex: Kommunikationswissenschaftler bezeichnen sich als Medienwissenschaftler weil dieser Begriff Laien eher erscheint. Andere wiederum lehnen diese Vermischung ab bestehen auf einer Unterscheidung welche auf verschiedenen dieser Gebiete beruht. Mitunter wird versucht die an der unterschiedlichen Praxisrelevanz festzumachen jedoch mit Ergebnissen.

Methoden

Lange Zeit vielleicht mit Ausnahme einiger war die Kommunikationswissenschaft durch quantitative Methoden (standardisierte Befragung Beobachtung und Inhaltsanalyse ) geprägt die der Logik des kritischen (vgl. Wiener Kreis Karl Popper Positivismusstreit ) folgten.

Im Fach wird insbesondere die quantitative als methodisches Alleinstellungsmerkmal angesehen. Bei dieser Vorgehensweise eine größere Zahl von Medieninhalten (Zeitungsartikel Fernsehbeiträge nach einem vorher festgelegten Raster (Kategoriensystem) untersucht festgehalten wird ob im Raster beschriebene Aussagen von bestimmten Handlungen Erwähnung bestimmter Themen und bestimmte wertende Aussagen) in den Texten (im Sinne also auch in Bildform) getroffen werden. so gewonnen Daten werden dann einer statistischen zugeführt so dass am Ende Feststellungen stehen "Medium X trifft mehr positive Aussagen über Person A als Medium Y" oder "über Thema X wird häufiger unter dem Aspekt berichtet als unter dem Aspekt B dies im Zusammenhang mit der Erwähnung von C..."

Diese quantisierende erklärende variablenorientierte deduktive Herangehensweise jedoch (viele Beobachter meinen: in zunehmendem Maße zu einer Gleichbehandlung) von qualitativen verstehenden induktiven Ansätzen ergänzt oder ersetzt. Dies drückt sich Methoden wie offenen Interviews und qualitativen Inhaltsanalysen

siehe auch



Bücher zum Thema Kommunikationswissenschaft

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Kommunikationswissenschaft.html">Kommunikationswissenschaft </a>