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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 15. Oktober 2019 

Direktive und nondirektive Kommunikation


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Unter Direktion im Sinne kommunikativer Direktion wird in Psychologie und der Pädagogik in Anlehnung an die im Rechtswesen als Direktionsrecht (z.B. nach § 611 BGB ) bekannte Weisungsbefugnis der einem Kommunikationsverhalten innewohnende Grad der Beeinflussung von Kommunikation verstanden.

Dieser kann gering sein (z.B. bei Zuhören) oder stark sein (z.B. bei einer Frage die genau zwei Antwortmöglichkeiten vorgibt) und sich i.d.R. nach dem beabsichtigten Ziel der

Inhaltsverzeichnis

Grundlagen

Im Rahmen einer rhetorischen Ausbildung oder therapeutischer Arbeit unterscheiden sich die verschiedenen Möglichkeiten Intervention alleine schon durch den Anteil der innewohnenden Suggestion bzw. der Möglichkeiten des Kommunikationspartners mehr weniger differenziert zu reagieren.

Einer der markantesten Unterschiede zwischen der direktiven der nicht-direktiven Beratung ist daß bei der der Berater wesentlich mehr spricht als der Die Vorstellung von direktiver Beratung als Idealnorm weit verbreitet. Gespräche mit Rat und Hilfe beginnen oft schon mit der Einleitung "Ich deinen Rat. Ich erzähle dir mein Problem du sagst mir dann was ich tun Ein weitverbreitetes Mißverständnis ist es auch nicht-direktiv nicht aktiv oder passiv gleichzusetzen. Doch gerade personzentrierte Verhalten erfordert eine intensive Teilnahme am des Hilfesuchenden. (Zitat aus "Büro für Philosophie" Uni http://philo.at Textlink unten)

Die Frage ob eine Methode oder kommunikatives Verhalten als angemessen direktiv empfunden wird immer von den Voraussetzungen im Gespräch und situativen Kontext der Kommunikation ab.

Beispiele

Ein psychologischer Berater möchte erfahren welche für den Klienten ein bestimmtes emotionales Erleben hat. Er fragt "indirekt" indem eine nondirektive Frage verwendet: "Und wie fühlen Sie sich dabei wenn Bruder sich so verhält? Welches Gefühl haben in einem solchem Moment?" In diesem Beispiel lässt der Fragesteller Antwort offen er stellt eine so genannte Frage". Der Grad der kommunikativen Direktion ist so hoch wie bei einer geschlossenen Frage weitem aber höher als beim aktiven Zuhören .

Der gleiche Berater könnte auch die verfolgen eine Vermutung zu bestätigen und stärker direktiv intervenieren: "Da haben Sie doch sicher auch schon Wut empfunden oder?" Hier erhöht der Berater die kommunikative indem er eine Suggestivfrage stellt welche dem Klienten entweder Zustimmung oder eine neue Thematisierung vorgibt.

Während von einem Verkäufer durchaus auch das bestimmende "Vormachen" in einer wortlosen Demonstration erwartet wird (das Schaffen "Tatsachen" / extrem direktiv ) kann bereits die bloße Anwesenheit einer Person im Raum außerhalb der Gesprächsreichweite (extrem nondirektiv noch fast keine Kommunikation möglich) sehr sein (beispielsweise wenn der Ex-Partner die gleiche betritt und sich am Nachbartresen postiert).

Es ist also durchaus üblich dass kommunikatives Verhalten je nach Kontext mehr oder direktiv empfunden wird.

Eine Argumentationskette (stark direktiv) mag helfen um ein zu erziehen. Die gleiche Form könnte in therapeutischen Arbeit mit suizidgefährdeten Patienten den behandelnden mitunter vollkommen disqualifizieren (die paradoxe Intention in Form einer gezielten Provokation innerhalb systemischen Familientherapie sei in diesem Fall als genannt).

Im Allgemeinen ist ein nondirektives Verhalten so weniger hilfreich je mehr Menschen bereit Veränderungen von sich aus zu veranlassen oder Erwartung z.B. an eine Führungskraft gerichtet ist Führung durch "Vorbild" also durch Direktion zu nehmen.

Auch die verschiedenen Methoden der Bildungsarbeit besitzen unterschiedliche Ausprägungen kommunikativer Direktion. Das in der offenen Gesprächrunde dirigiert den Teilnehmer weniger als beispielsweise die Durchführung einer Besprechung den Regeln der so genannten "Moderationsmethode". So die verschiedenen pädagogischen Konzepte der Bildungsarbeit je Alter und sozialer Kompetenz der Zielgruppe unterschiedlich Elemente.

Isolierte Therapeutische Anwendung

Die " Nondirektive Gesprächsführung " ist innerhalb der Therapieformen der Psychologie anerkannte Methode. Sie wird ohne Unterschied auch Klientenzentrierte Gesprächsführung " genannt. In ihr soll die extreme des Beraters mit eigenen Interventionen dem Klienten immer tiefere Reflexion des eigenen Erlebens ermöglichen. Therapeut nutzt hier also ausschließlich nondirektive Elemente (bis zur Paraphrasierung) und auf jede Anweisung Suggestion oder eigene Reflexion Botschaft.

Ordnungssystem der kommunikativen Direktion

Eine Gesamtübersicht sämtlicher menschlicher Kommunikationsformen in ihrer Direktion hat der Kommunikationsdozent Bodo Wiska 1997 vorgestellt. In diesem Bild wird auch die fünf pragmatischen Axiome von Watzlawick Bezug genommen mit deren ein grundlegendes Verständnis für die inneren Zusammenhänge kommunikativer Intervention und Angemessenheitserwartungen der Kommunikationspartner verdeutlicht

Sein erstes Axiom (Man kann nicht nicht kommunizieren) bildet bereits eine Grundlage der bewussten und klärt die Bedeutung kontextbezogener Interventionen bei kommunikativen Verhalten.

Quelle



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