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Krefeld


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Wappen Karte
Basisdaten
Bundesland : Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk : Düsseldorf
Kreis : kreisfreie Stadt
Fläche : 137 68 km²
Einwohner : 237.879 (Stand: 31.12.2002)
Bevölkerungsdichte : 1728 Einwohner/km²
Höhe : 39 m ü. NN
Postleitzahlen : 47798 - 47839
Vorwahlen : 02151
Geografische Lage : 51° 20' n. Br.
6° 14' ö. L.
KFZ-Kennzeichen : KR
Amtlicher Gemeindeschlüssel : 05 1 14 000
Gliederung des Stadtgebiets: XX Stadtteile/ Stadtbezirke
Adresse der Stadtverwaltung: Von-der-Leyen-Platz 1
47798 Krefeld
Website: www.krefeld.de
E-Mail-Adresse: stadtservice@krefeld.de
Politik
Oberbürgermeister : Dieter Pützhofen ( CDU )
Schuldenstand: 419 3 Mio € (Stand: 31.12.02)
Bevölkerung (Stand: 31.12.02)
Arbeitslosenquote : 11 5 % inkl. Willich (30.04.04)
Ausländeranteil : 13 6 %
Altersstruktur:
0-18 Jahre: 18 1 %
18-65 Jahre: 63 4 %
ab 65 Jahre: 18 5 %

Krefeld ist eine am Niederrhein in NRW gelegene kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Düsseldorf .

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Von den Anfängen bis zum 17.

Im 1. Jahrhundert n. Chr. erbauten Römer am Rhein auf dem Gebiet des heutigen Krefelder Gellep das Kastell Gelduba. An verschiedenen anderen Plätzen im Stadtgebiet fanden sich die Überreste römischer Landhäuser. Im Mittelalter wuchs eine Bauernsiedlung an einem Ort "Krähenfeld" an der "Hohen Straße" zwischen Köln und Geldern . Diese bedeutende Straße die ihren Namen bis heute behalten hat wurde so genannt sie oberhalb des Rheines lag und dadurch Überschwemmungen sicher war. Am 1. Oktober 1373 erhielt "Crefeld" vom Kaiser Karl IV. die Stadtrechte verliehen. Dadurch war der Ort der Grafschaft Moers gehörte besser geschützt vor den Übergriffen Raubritter auf der Burg Linn . Die Alte Dionysiuskirche wurde 1483 eingeweiht. Schon wenige Generationen später breiteten die Ideen der Reformation in Europa aus und 1560 wurde die Grafschaft Moers protestantisch . Aus dieser religiösen Verbundenheit heraus unterstützte der Graf von auch Wilhelm von Oranien im Achtzigjährigen Krieg der am Niederrhein quasi mit dem Dreißigjährigen Krieg verschmolz. Krefeld hatte immer wieder unter Kämpfen zu leiden. Besonders 1642 wurde die Stadt schwer verwüstet. Nach Westfälischen Frieden 1648 wurde das protestantische Krefeld zum Zufluchtsort verfolgte Wiedertäufer und Mennoniten . Ein solcher Flüchtling war 1656 auch Adolf von der Leyen aus Radevormwald der das neue Gewerbe der Seidenweberei nach Krefeld brachte. Damit begann ein wirtschaftlicher Aufschwung . Hundert Jahre später war die Hälfte Krefelder Bevölkerung in der Seidenindustrie beschäftigt. Da meisten Krefelder sich zum mennonitischen Glauben bekannten die Mennoniten radikale Pazifisten sind erhielt Krefeld das Privileg von Kriegsdiensten befreit zu sein. Daraus entstand das "Es gibt Gute Böse und Krefelder". Der protestantischer Flüchtlinge hielt stetig an - es mehr als die Stadt fassen konnte deshalb sich 1683 ein Teil dieser Flüchtlinge auf als ersten Deutschen in die USA auszuwandern. Sie gründeten dort die Stadt Germantown .

18. Jahrhundert

1702 starb Wilhelm III. von Oranien und Krefeld fiel daraufhin an Preußen . Trotz der pazifistischen Privilegien die der König Friedrich Wilhelm I. bei seinem Besuch in Krefeld 1738 bestätigte wurde die Stadt im 18. wieder durch mehrere Kriege in Mitleidenschaft gezogen Spanischer Erbfolgekrieg Polnischer Erbfolgekrieg ). Der nächste preußische König Friedrich II. erlaubte den Katholiken in Krefeld die Dionysiuskirche wieder aufzubauen: Sie wurde 1754 fertiggstellt. Vier Jahre später ging der der pazifistischen Stadt durch die "Schlacht bei in die Kriegsgeschichte ein: Im Siebenjährigen Krieg trafen am 23. Juni 1758 preußische Truppen unter dem Kommando des Ferdinand von Braunschweig und ein französisches Heer am südlichen zusammen. Trotz ihrer Übermacht wurden die Franzosen - ein Gedenkstein an der Hückelsmay erinnert noch an die über 6000 Gefallenen die begraben liegen. Friedrich II. besuchte zweimal die Krefeld: 1751 und 1763 . Bei seinem zweiten Besuch verlieh er Familie von der Leyen Monopolrechte für die so daß aufkommende Konkurrenten gezwungen waren in benachbarte Herzogtum Jülich-Berg bzw. das Kurfürstentum Köln abzuwandern. In dem auf die Französische Revolution folgenden französisch-preußischen Krieg wurde Krefeld wie übrige linksrheinische Territorium 1794 von den Franzosen besetzt. Die Gedanken Revolution fanden durchaus Zustimmung bei vielen Bürgern auch Napoléon Bonaparte 1804 bei seinem Besuch in der Stadt Doch die Franzosenzeit endete am 14. Januar 1814 - von nun an war Krefeld preußisch.

19. Jahrhundert

1828 rebellierten Seidenweber der Firma von der gegen Lohnkürzungen - der erste Arbeiteraufstand Deutschlands damit in Krefeld statt. Preußische Husaren schlugen Aufständischen nieder. - Um 1840 wurden nach Plänen des Architekten Adolf Vagedes die mittelalterlichen Befestigungsanlagen eingeebnet um Platz einen Ring breiter Boulevards (Nord- West- Süd- zu schaffen. Die Märzrevolution von 1848 war auch in Krefeld spürbar - Januar 1849 gab es sogar bei Straßenkämpfen ein Das technische Zeitalter begann in Krefeld 1849 mit dem Anschluß an die Eisenbahnlinie . 1863 kam es zu einem Eklat beim des Königs Wilhelm I. - abgesehen von den Mitgliedern des verweigerten die meisten Krefelder dem König die Ehrenbezeugungen und blieben einfach zu Hause. Als 1870 ein Denkmal gesetzt werden sollte verlangte der die Beleidigung nicht vergessen hatte es der Stadt den Rücken kehren - dieses ist noch heute im Krefelder Stadtgarten zu Am 17. Juni 1894 starb der Luftfahrtpionier Hermann Lattermann in Krefeld bei einem fatalen Experiment als er seinen Ballon zum Fallschirm wollte.

20. Jahrhundert

Am 9. Juni 1902 wurde die 3. Sinfonie Gustav Mahlers in Krefeld unter der Leitung des uraufgeführt. Elf Tage später jubelten die Krefelder Kaiser Wilhelm II. zu - die Zurückhaltung die sie Großvater entgegengebracht hatten war vergessen. 1914 zogen auch Krefelder in den Ersten Weltkrieg - die pazifistischen Privilegien waren schon 1794 Geschichte. Nach Kriegsende wurde Krefeld 1919 von belgischen Truppen besetzt. Am 22. Oktober 1923 stürmten rheinische Separatisten das Krefelder Rathaus gab Tote und Verletzte aber ansonsten blieb Aktion ohne politische Folgen. - 1929 wurde Krefeld mit Uerdingen vereinigt. Bereits 1907 hatte es eine große Erweiterung des gegeben damals wurde u.a. Bockum und Oppum eingemeindet. 1928 war Fischeln hinzugekommen. - 1933 marschierte Krefeld mit dem übrigen Deutschland den Nationalsozialismus . Am 9. November 1938 wurden auch in Krefeld die Synagogen und Geschäfte jüdischer Kaufleute zerstört. Der Zweite Weltkrieg verschonte Krefeld nicht: Am 21. Juni 1943 wurden bei einem Luftangriff große Teiles Ostens der Stadt getroffen die Innenstadt jedoch aufgrund eines falschen Signals weitestgehend Die Befreiung kam am 3. März 1945 durch den Einmarsch amerikanischer Soldaten. Die Stahlwerke sollten ursprünglich demontiert werden aber man konnte dies noch In den 50er Jahren erlebten sie ebenso die Textilindustrie einen neuen Aufschwung. - 1975 wurde Krefeld durch die Eingemeindung von erneut vergrößert. Noch einmal war der Name Synonym für eine pazifistische Bewegung: Am 16. Oktober 1980 wurde in der Stadt auf einer der Friedensbewegung (u. a. mit Petra Kelly und Gert Bastian ) der "Krefelder Appell" gegen den NATO-Doppelbeschluss formuliert.

Geographie

Die höchste natürliche Erhebung der Stadt der Hülser Berg .

Stadtfarben

Die Farben von Krefeld sind schwarz und gelb.

Politik

Der Oberbürgermeister der Stadt Krefeld ist Pützhofen (CDU). Sein 1. Stellvertreter ist Gregor (CDU) sein 2. Stellvertreter ist Bernd Scheelen und seine 3. Stellvertreterin ist Mechthild Staudenmaier
Die Sitzverteilung im Rat der Stadt seit der Kommunalwahl 1999:
  • CDU : 33 Sitze
  • SPD : 16 Sitze
  • Grüne: 4 Sitze
  • FDP : 2 Sitze
  • KWG: 1 Sitz
  • UKB: 1 Sitz
  • Fraktionslos: 1 Sitz

Stadtteile und Orte

Wirtschaft

Im 16. Jahrhundert begann die textile Tradition Krefelds als Flüchtlinge mennonitischem Glaubens in "religiöse Freistatt" kamen. Durch Monopole föderte Friedrich II. in Krefeld die Somit entwickelte sich in Krefeld eine stark Textilindustrie . Diese Situation machte die Stadt Krefeld wohlhabend und sie bekam deshalb ihren Beinamen und Seidenstadt". Meister Ponzelar - ein unbekannter ist heute als Denkmal am Südwall Ecke Ostwall zu finden. frühen 18. Jahrhundert begann die Industrialisierung . Heute herrscht ein gemischtes Unternehmertum mit in den Bereichen chemische Industrie Metallindustrie Maschinenbau Fahrzeugbau und Textilindustrie vor. Bekannt ist Krefeld heute auch die Krawatten -Produktion die führend in Europa ist.

Der Krefelder Hauptbahnhof wurde 1907 erbaut.

Verkehr

Krefeld ist mit den Bundesautobahnen A 57 ( Köln - Nimwegen ) sowie A 44 (Aachen - Düsseldorf - Dortmund - Kassel ) an das überregionale Straßennetz angeschlossen.

Krefeld besitzt neben dem Hauptbahnhof auch Bahnhöfe in Linn Oppum und Verschiedene Regional-Express- und Regional-Bahn-Linien verbinden Krefeld per mit den umliegenden Städten und Regionen. Die ICE -Bahnhöfe sind Duisburg und Düsseldorf .
Der Flughafen Düsseldorf International ist ungefähr 20 km entfernt.

Vier innerstädtische Straßenbahnlinien eine Stadtbahnlinie nach Düsseldorf sowie mehrere verbinden Krefeld mit seinen Vororten .

Universitäten Fachhochschulen Berufsakademien

Krefeld ist neben Mönchengladbach einer der beiden Standorte der "Hochschule In Krefeld sind die Fachbereiche Chemie Design Elektrotechnik und Informatik Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Studiengang Gesundheitswesen des Fachbereichs Wirtschaftsingenieurwesen sowie ein Ausländer-Studienkolleg angesiedelt.

Städtepartnerschaften

Krefeld ist mit folgenden Städten freundschaftlich

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Das Stadttheater Krefeld kooperiert mit den städtischen Bühnen Mönchengladbach und bietet laufend wechselnde Aufführungen.

Museen und Galerien

Ausflugsziele/ Erholung

Söhne und Töchter der Stadt

  • Heinrich Campendonk *1889 †1957 Maler und Grafiker Hauptvertreter dt. Expressionismus
  • Heinrich Band *1821 †1860 Namensträger Mit-Erfinder Bandoneons
  • Werner Rittberger *1891 †1975 Eiskunstläufer; Erfinder Namensgeber des Rittberger-Sprunges
  • Werner Ross *1912 †2002 Schriftsteller und
  • Joseph Beuys *1921 †1986 Künstler
  • Blind Guardian gegen 1984 gegründete Musik-Band; Protagonisten des True Metals. Sehr erfolgreich im deutschsprachigen Raum USA und Japan.

Sonstiges

Das Krefelder Stadtwaldhaus mit seinem großzügigen Biergarten.

Der Stadtwald ist ein Waldgebiet inmitten des Stadtgebietes Krefeld. Er befindet sich im Stadtteil Bockum .

Das Stadtwaldhaus mit seinem riesigen schönen bietet den Ausflüglern Rast. Desweiteren befinden sich Stadtwald eine riesige Wiese mit Kinderspielplatz Möglichkeiten Bötchen fahren und Spazierwege. Innerhalb des Krefelder befindet sich auch die Krefelder Galopprennbahn und Golfplatz.

Nach der Stadt wurden auch die Krefelder Kissen benannt.

Regelmäßige Veranstaltungen

Jedes Jahr am Pfingstwochenende findet um die Burg Linn herum und in der angrenzenden Altstadt Stadtteils Linn ein mittelalterlicher Handwerkermarkt Flachsmarkt statt.

Weblinks

Kreise und kreisfreie Städte im Regierungsbezirk Düsseldorf
Düsseldorf | Duisburg | Essen | Kreis Kleve | Krefeld | Kreis Mettmann | Mönchengladbach | Mülheim an der Ruhr | Oberhausen | Remscheid | Rhein-Kreis Neuss | Solingen | Kreis Viersen | Kreis Wesel | Wuppertal

Siehe auch: Nordrhein-Westfalen#Verwaltungsgliederung
(Alle Regierungsbezirke Kreise und kreisfreien Städte Nordrhein-Westfalens)



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