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Kreis Aachen


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Basisdaten
Bundesland : Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk : Köln
Verwaltungssitz: Aachen
Fläche: 546 55 km²
Lage: 50° 57' - 50° 30' nördliche
6° 4' - 6° 25' östliche
Entfernungen: Nord-Süd: ca. 50 km
Ost-West: ca. 10 km
Kreisgrenzen
Kreisgrenze gesamt: 224 km
Zu Belgien: 43 9 km
Zu den Niederlanden : 9 7 km
Zum Kreis Heinsberg : 14 6 km
Zum Kreis Düren : 95 4 km
Zum Kreis Euskirchen : 19 3 km
Zur Stadt Aachen: 41 1 km
Einwohner: 309.075 (31.12.2002)
Bevölkerungsdichte : 564 Einw./km²
KFZ-Kennzeichen : AC
Adresse der Kreisverwaltung: Zollernstraße 10
52070 Aachen
Website: www.kreis-aachen.de
E-Mail-Adresse: info@kreis-aachen.de
Politik
Landrat : Carl Meulenbergh
1. stellvertretender Landrat: Hans Körfer ( CDU )
2. stellvertretender Landrat: Erwin Künkeler ( SPD )
Kreisdirektor: Helmut Etschenberg
Karte

Der Kreis Aachen ist ein Kreis im äußersten Westen von Nordrhein-Westfalen . Er grenzt im Süden und Westen Belgien im Westen an die kreisfreie Stadt Aachen und an die Niederlande im Norden an den Kreis Heinsberg und im Osten an die Kreise Düren und Euskirchen .

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Kreis Aachen entstand am 01. Januar 1972 durch der damaligen Kreise Aachen und Monschau unter von Gebietsteilen der angrenzenden Kreise Düren Jülich und des Selfkantkreises Geilenkirchen / Heinsberg . Gleichzeitig gelangte rund ein Drittel der des früheren Kreises Aachen in die vergrößerte Stadt Aachen während rund ein Siebtel des Monschau dem ebenfalls am 1.1.1972 neugegliederten Kreis zugewiesen wurde. Der Kreis Aachen besteht heute aus sieben Städten und Gemeinden. Er erstreckt sich von der Stadt Baesweiler im Norden über ca. 50 Kilometer zur Stadt Monschau im Süden. An der schmalsten Stelle er über eine Breite von nur 6

Während die nördlichen und östlichen Teile Kreises geographisch und topographisch zu den Bördenlandschaften Niederrheinischen Bucht gehören dehnt sich der südliche des Kreises auf die Mittelgebirgslandschaft der Eifel aus.

Wirtschaft

In wirtschaftsstruktureller Hinsicht ist der Kreis Aachen dreigeteilt: im Norden liegt das Wurmrevier den Städten

 *  Alsdorf  (rd. 46.400 Einwohner) *  Baesweiler  (rd. 27.500 Einwohner) *  Herzogenrath  (rd. 46.900 Einwohner) und *  Würselen  (rd. 36.900 Einwohner ).  

Neben bekannten Firmen der Glasindustrie und sowie Nahrungsmittelbetrieben haben sich hier inzwischen weitere und technologieorientierte Betriebe angesiedelt. Darüber hinaus bestimmt große Zahl von mittelständischen Unternehmen mit breitgefächertem und Leistungsprogramm das Wirtschaftsbild.

Zwischen dem Wurmrevier und den Städten Gemeinden des Südkreises liegen die traditionsreichen Industriestädte

 *  Eschweiler  (rd. 55.400 Einwohner) und *  Stolberg  (rd. 58.700 Einwohner)  

So nahm in der Stadt Eschweiler z.B. der Hoesch-Konzern seinen Anfang. Glas- und vor allem Metallverarbeitungsbetriebe sind hier heute ansässig wie Firmen aus der chemischen und Branche. Darüber hinaus sind in Eschweiler eine von mittleren und kleinen Betrieben ansässig wobei die Stadt immer mehr zu einem regionalem entwickelt. Auch die Stolberger Industrie weist eine Tradition auf. Erzbergwerke Zinkhütten und die Stolberger verschafften der Stadt hohes Ansehen. Noch heute diese Tradition in vielen Firmennamen weiter.

Der Rückzug des Steinkohlenbergbaus führte im und den Städten Eschweiler und Stolberg zu einer bisher unbekannten Aufbruchstimmung. Eine von zukunftsweisenden Projekten sind geplant oder bereits Angriff genommen. Dazu zählt u.a. die Erschließung großflächigen Industrie- und Gewerbegebieten. In der ehemaligen "Zukunft" wird der Blausteinsee entstehen ein überregionales und Erholungsgebiet.

Der südliche Teil des Kreises Aachen mit der Stadt

 *  Monschau  (rd. 13.000 Einwohner) den Gemeinden * Roetgen  (rd. 8.100 Einwohner) und *  Simmerath  (rd. 15.500 Einwohner)  

verfügt als Teil des Naturparks Nordeifel über besondere landschaftliche Reize und bildet dem Gebiet um die Rurtalsperre der zweitgrößten Talsperre Deutschlands einen ausgesprochenen Neben der "Weißen Industrie" sind jedoch auch gewerbliche Ansätze vorhanden.

Wegen des beruflich breitgefächerten Arbeitskräftepotentials und vorhandenen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten besteht im Kreis Aachen die Möglichkeit auf eine zahlenmäßig starke im Vergleich zu anderen Regionen junge und Arbeitskraftreserve zurückgreifen zu können. In Simmerath unterhält Handwerkskammer ein überregionales Berufsbildungs- und Gewerbeförderungszentrum. In Alsdorf besteht seit 1984 der Verein für und berufliche Weiterbild e.V. ( VABW ) der die Weiterbildung von Arbeitnehmern im der neuen Technologien zum Ziel hat.

Geschichte

Wichtige prähistorische Funde wurden im Kreis im Wehebachtal bei Schevenhütte in Simmerath-Strauch und in Monschau-Kalterherberg entdeckt. Primitive Faustkeile und Steingeräte zeugen dass dieser Landstrich schon in der Altsteinzeit vor mehr als 500.000 Jahren v. Chr. Jägern und Fischern bewohnt war. Später zogen Völkerschaften durch. Zuerst siedelten hier Kelten dann eroberten die Römer kurz vor der Zeitenwende das Gebiet. rotteten den Stamm der Eburonen der zwischen Maas und Rur lebte im Jahre 57 n. Chr. und siedelten dafür westlich der Wurm die Stämme der Segnier und Condrusen an und der Wurm die Ubier .

Während der 400jährigen Herrschaft der Römer erlebte der Aachener Raum eine wirtschaftliche kulturelle Blütezeit. Darüber hinaus verbreiteten sie das Im Laufe der Zeit folgten andere Stämme. abziehenden römischen Legionen folgten vom Rhein und Maas her Stämme ripurarischer und salischer Franken.

Chlodwig I. (466 bis 511) seit 482 König Franken und Gründer des fränkischen Großreiches vernichtete restliche Herrschaft der Römer in Gallien (heutiges Frankreich und Belgien) und überschritt die Wurm. 500 n. Chr. stand er vor den Kölns .

Karl der Große (742 bis 814) der seit 768 war erhob 769 den damaligen Königshof Aachen Pfalz das heißt zu einem bevorzugten Aufenthalt Hofes. Ihn reizten neben den heißen Quellen der günstigen Lage Aachens inmitten seines Reiches die großen Jagdgebiete in der Eifel und in den Ardennen .

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich und das Land um die kaiserliche Pfalz bäuerlichen Königsgut zur Reichsstadt. Dem Aufstieg folgte Niedergang aber auch ein zähes Ringen um und Eigenständigkeit.

Fürsten Kaiser Könige Herzöge und Ritter sich in der Vergangenheit unaufhörlich und verwüsteten immer wieder das Land. Normannen Staufen und Welfen Spanier Lothringer Hessen Holländer Schweden und Franzosen sie alle zogen hier durch oder Darunter litten die Bürger und Bauern. Das musste häufig flüchten es verlor Hab und oder gar das Leben. Seuchen und Hungersnot hinzu so dass das sich immer wieder Land tiefer und tiefer verelendete. Trotz der Kriege und Erbauseinandersetzungen blieben die im 14. errichteten territorialen Verhältnisse im "Aachener Reich" bestehen die ersten französischen Revolutionsheere 1792 das linke besetzten. Nach der vorübergehenden Besetzung des Aachener vom 15. Dezember 1792 bis zum 2. 1793 durch die Franzosen erfolgte im September 1794 die dauernde Die neue Herrschaft sollte zwanzig Jahre dauern.

An die Stelle der vielen weltlichen geistlichen Herrschaften trat nach französischem Vorbild eine der Verwaltungsbezirke. Das linksrheinische Gebiet wurde 1798 vier Départements eingeteilt an deren Spitze Präfekten Sie wurden in von Unterpräfekten geleitete Arrondissements die wiederum aus Kantonen bestanden. Als unterste fungierten die Mairien (Bürgermeistereien). Die Arrondissements entsprachen Regierungsbezirken. Aachen wurde die Hauptstadt des Rurdépartements de la Roer) für 42 Kantone und Mairien also auch für das ganze Land Aachen und Monschau . Ausgenommen waren Teile von Herzogenrath Alsdorf Merkstein und Rimburg die dem Département de Meuse inferieure zugewiesen wurden.

Die Verwaltung in den neuen Bezirken streng zentralistisch. Die Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 beendete die französische in Deutschland. Am 17. Januar 1814 verließ Präfekt die alte Kaiserstadt. Noch am selben zogen alliierte Truppen in Aachen ein. Zwar zunächst das "Département" bestehen doch übernahm nunmehr Zentral-Regierungskommission die Verwaltung.

Auf dem " Wiener Kongreß " (1815) wurde dann die grundlegende Neuordnung staatlichen Verhältnisse nach der Niederlage Napoleons beschlossen. Dank seiner Beteiligung an den erhielt Preußen durch das Wiener Traktat neben anderen auch das Aachener Gebiet zugesprochen. Im November erfolgte die Einteilung des Rheinlandes in zwei Provinzen und sechs Regierungsbezirke. davon war der Regierungsbezirk Aachen . Entsprechend der preußischen Verwaltungsgliederung wurden darüber sogenannte Landkreise gebildet deren Grenze durch die Kantone weitgehend vorbestimmt waren. Die Größe dieser staatlichen Verwaltungsbezirke legte man danach fest ob Bürger seine Geschäfte an einem Tage ohne übernachten bei der Landratsverwaltung erledigen konnte. Bei Fahrzeit von ungefähr einer Stunde ergaben die Anfang des 19. Jahrhunderts eine Geschwindigkeit - Fuß oder mit dem Pferdewagen - von Kilometern pro Stunde.

An der Spitze der neuen Verwaltungseinrichtung nach den Bestimmungen des § 34 der Kabinettsorder Friedrich Wilhelms III. ein "Landrath". Die der Landkreise Aachen und Monschau ist die Anordnung der königlich preußischen zu Aachen die im Amtsblatt Nr. 1 27. April 1816 veröffentlicht wurde. Mit dem Mai 1816 traten die Landräte Karl Rudolf Strauch für den Landkreis Aachen und Bernhard für den Landkreis Monschau ihre wichtigen Ämter Dem Landkreis Aachen wurden 6 16 geografische Fläche für 43.349 Seelen und dem Landkreis 6 60 geografische Quadratmeilen für 16.983 Bürger Weder geografisch noch wirtschaftlich noch verwaltungsmäßig blieben beiden Landkreise so bestehen wie es im 1816 verfügt wurde.

Durch die Auskreisung der Stadtgemeinde Burtscheid und der Landgemeinde Forst (1906) erlitt der Aachen erhebliche Landverluste; denn immerhin 2.000 Hektar damit an die Stadt Aachen. Stolberg (vor Ersten Weltkrieg) und Eschweiler (in den 30er bekamen Gebiete aus dem Landkreis Düren zugesprochen. 1937 bis 1971 gab es im Landkreis Städte und Gemeinden. Der statistische Stand am Dezember 1971 lautete: 337 14 Quadratkilometer Fläche 280.730 Einwohner.

Die Grenzen des alten Landkreises Monschau seine innere Einteilung haben immer ein wenig So hatte er die erste größere Einbuße nach dem Ersten Weltkrieg zu verzeichnen. Die Bahnlinie im Monschauer Land bekam der belgische ebenso wie bedeutende Flächen der Vennwälder.

Auch der Zweite Weltkrieg brachte erneut An Belgien mussten 850 Hektar Land abgetreten dafür fielen Gebiete von 487 Hektar insbesondere Fringshaus-Roetgen-Lammersdorf aufgrund des Brüsseler Vertrages von 1956 an den Kreis zurück. Am 31. Dezember zählte man 32.615 Einwohner auf einer Fläche 290 32 Quadratkilometern.

Ein historisches Ereignis in der Geschichte beiden Kreise ist noch relativ "jung". Am Januar 1972 wurden die Kreise Aachen und zu einem "neuen" Kreis Aachen mit Verwaltungssitz in der Stadt Aachen

Das Ergebnis dieses Gebietsreformprogramms: der Kreis Aachen wuchs auf eine Fläche von 550 Quadratkilometern mit 285.954 Einwohnern an. Insgesamt 36 Städte und Gemeinden Ämter und amtsangehörige Gemeinden in ihrer Struktur meist noch auf die zur Zeit Napoleons zurückgingen wurden aufgelöst und zu sieben und zwei Gemeinden zusammengeschlossen. Der Bildung dieses Aachen lagen landesstrukturelle und landesentwicklungspolitische Überlegungen zugrunde. Anschluss von finanziell schwachen Gebieten an finanzstarke war ein Ziel der Neuplanung.

Wappen

Das Wappen Des Kreises Aachen zeigt oberen Drittel den Jülicher Löwen (schwarz auf Grund)und in den unteren 2/3 das Wappen ehemaligen Stadt Burtscheid (ein weißer Schwan der einem gelben Geweih steht auf blauem Grund)

Städte und Gemeinden

Städte (Einwohner am 31.12.2003)
  1. Alsdorf Mittlere kreisangehörige Stadt (46.423)
  2. Baesweiler Mittlere kreisangehörige Stadt (27.604)
  3. Eschweiler Mittlere kreisangehörige Stadt (55.475)
  4. Herzogenrath Mittlere kreisangehörige Stadt (47.093)
  5. Monschau (13.050)
  6. Stolberg (Rheinland) Mittlere kreisangehörige Stadt (58.773)
  7. Würselen Mittlere kreisangehörige Stadt (37.025)
Gemeinden (Einwohner am 31.12.2003)
  1. Roetgen (8.178)
  2. Simmerath (15.454)

Museen

siehe auch: Liste_deutscher_Museen_nach_Orten Liste_deutscher_Museen_nach_Themen

Weblinks

Kreise und kreisfreie Städte im Regierungsbezirk Köln
Aachen | Kreis Aachen | Bonn | Kreis Düren | Kreis Euskirchen | Kreis Heinsberg | Köln | Leverkusen | Oberbergischer Kreis | Rheinisch-Bergischer Kreis | Rhein-Erft-Kreis | Rhein-Sieg-Kreis

Siehe auch: Nordrhein-Westfalen#Verwaltungsgliederung
(Alle Regierungsbezirke Kreise und kreisfreien Städte Nordrhein-Westfalens)



Bücher zum Thema Kreis Aachen

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