Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 18. Juli 2019 

Landkreis Coburg


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Basisdaten
Bundesland : Bayern
Regierungsbezirk : Oberfranken
Verwaltungssitz: Coburg
Fläche: 592 km²
Einwohner: 92.005 (30.06.2003)
Bevölkerungsdichte : 155 Einw./km²
KFZ-Kennzeichen : CO
Website: www.landkreis-coburg.de
Karte

Der Landkreis Coburg ist ein Landkreis im Nordwesten des Regierungsbezirks Oberfranken in Nachbarkreise sind im Norden die thüringischen Landkreise Hildburghausen und Sonneberg im Osten der Landkreis Kronach im Süden der Landkreis Lichtenfels und im Westen der Landkreis Haßberge . Die kreisfreie Stadt Coburg ist ganz vom Landkreis Coburg umgeben.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Den Nordwesten des Kreisgebietes bildet eine (300 - 500 m ü. NN) Hochfläche überwiegend als Ackerland genutzt wird. Der nördliche wird von den Ausläufern des Thüringer Waldes geprägt und besitzt bereits einen deutlichen Mittelgebirgscharakter ; er wird bis auf Rodungsflächen von Laubwäldern geprägt. Zwischen diesen beiden Landschaften liegt Muschelkalkzug der Langen Berge deren karger Boden von Nadelwäldern bedeckt Im Süden erstreckt sich das zum fränkischen Keuper - Lias -Land gehörende Itz-Hügelland (250 - 300 m ü. NN).

Wirtschaft

Die Industrialisierung im Landkreis Coburg hat früh begonnen und Coburg ist bayernweit eine ältesten Industieregionen. Heute ist der Coburger Raum der am stärksten industialisierten Regionen Deutschlands (ca. Industriearbeitsplätze auf 1000 Einwohner) vorwiegend geprägt durch und Mittelbetriebe.

Strukturprägend sind vor allem die alten Industrien

  • Polstermöbel- und holzverarbeitende Industrie (1/3 der Polstermöbelproduktion)
  • Spielwarenindustrie und Christbaumschmuckherstellung
  • Korbwaren- und Kinderwagenherstellung
  • keramische Industrie (Porzellan und Industriekeramik)
sowie die Elektrotechnik.

Da nach der Deutschen Wiedervereinigung die Zonenrandförderung wegfiel vollzieht sich derzeit verstärkt durch die EU-Osterweiterung und die Wirtschaftskrise - ein Strukturwandel dem viele Arbeitsplätze Betriebe zum Opfer fallen. Als Folge dieser ist die Arbeitslosenquote von ca. 3 % in den auf 10 5 % (November 2003) gestiegen.

Verkehr

Coburg ist im Verkehrsnetz derzeit sehr angebunden da die Region bis zur Deutschen Einheit 1990 kaum Durchgangsverkehr zu bewältigen hatte. Der wird geprägt durch die Bundesstrasse B4 die als Nord-Süd-Achse den Nürnberger Raum Thüringen verbindet. Der Schienenverkehr hat derzeit fast Bedeutung.

Derzeitige Bauprojekte im Rahmen des Verkehrsprojekts Einheit sind die Verlängerung der Bundesautobahn A73 Nürnberg -Lichtenfels nach Suhl und die ICE - Trasse Nürnberg - Lichtenfels - Erfurt -Berlin. Ein Zeitpunkt für die Fertigstellung dieser lässt sich wegen der enormen Finanzprobleme nicht

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wird Coburg und Saalfeld 1012 als Mitgift an Pfalzgraf Ehrenfried von Lothringen von dessen Tochter Richeza die 1056 an Erzbischof Anno II. von Köln übergeht. In folgenden 300 Jahren treten Andechs-Meranien Wildberg und Henneberg sowie die Klöster Fulda Hersfeld Banz Langheim Mönchröden Veilsdorf und Sonnefeld als Besitz- und auf bis 1353 Markgraf Friedrich III. der Strenge in der Pflege Coburg ( Haus Wettin ) das Erbe antritt. In der Folge die Region zum Kurfürstentum Sachsen nach 1547 zu den Sächsischen Herzogtümern und von 1826 bis zum Ende Monarchie (1918) zum Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha .

Nach einer Volksabstimmung (1919) wurde das Coburger Land (im identisch mit Stadt und Landkreis Coburg heute) zum 1. 1920 dem Freistaat Bayern angeschlossen.

Durch die Gebietsreform zur Neugliederung der Landkreise (1. Juli 1972) wurden dem Landkreis die kreisfreie Stadt Neustadt bei Coburg und Teile des früheren Landkreises Staffelstein eingegliedert.

In den 60er Jahren gab es Kreisgebiet 129 und vor dem Stichtag der am 10. Mai 1978 noch 51 Gemeinden. sind davon noch 17 Städte und Gemeinden

Bevölkerung

Die Coburger Region wurde bis zum 6. Jahrhundert von den Thüringern besiedelt und während Völkerwanderung von den Franken erobert. In ostfränkischer Zeit erfolgte die Zuwanderung von slawischen Wenden und Sorben . Die Mundart der Region ist das Itzgründische ein Dialekt des Mainfränkischen .

Nach dem Zweiten Weltkrieg ließen sich viele Flüchtlinge aus den Ostgebieten in Coburg nieder 1946 zählte der mehr als 61.000 Einwohner gegenüber 40.000 um 1939.

Wappen

Beschreibung :
Gespalten; vorne die Bayerischen Rauten hinten geteilt von Schwarz und Gold belegt mit schrägen und gebogenen grünen Rautenkranz
Bedeutung :
Die vordere Hälfte des Wappens betont nach dem Anschluss des Freistaates Coburg an bestehende staatliche Zugehörigkeit und die Eigenschaft des als bayerischer Landkreis. Die hintere Hälfte des dagegen weist durch das Hauptwappen der Wettiner mit dem Rautenkranz auf die jahrhundertelange mit Sachsen hin.

Städte und Gemeinden

Städte
  1. Bad Rodach (6672)
  2. Neustadt bei Coburg Große Kreisstadt (16698)
  3. Rödental (13884)
  4. Seßlach (4111)

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Grub am Forst
    1. Grub am Forst (3141)
    2. Niederfüllbach (1710)
Gemeinden
  1. Ahorn (4570)
  2. Dörfles-Esbach (4055)
  3. Ebersdorf bei Coburg (6354)
  4. Großheirath (2473)
  5. Itzgrund (2227)
  6. Lautertal (4088)
  7. Meeder (4155)
  8. Sonnefeld (5385)
  9. Untersiemau (4272)
  10. Weidhausen bei Coburg (3451)
  11. Weitramsdorf (4997)
Gemeindefreie Gebiete (6 02 / 0)
  1. Callenberger Forst-West
  2. Gellnhausen
  3. Köllnholz
(alle Einwohnerzahlen Stand: 31.12.2000)

Links


Landkreise und Kreisfreie Städte in Bayern :
Aichach-Friedberg | Altötting | Amberg | Amberg-Sulzbach | Ansbach (Stadt) | Ansbach (Land) | Aschaffenburg (Stadt) | Aschaffenburg (Land) | Augsburg (Stadt) | Augsburg (Land) | Bad Kissingen | Bad Tölz-Wolfratshausen | Bamberg (Stadt) | Bamberg (Land) | Bayreuth (Stadt) | Bayreuth (Land) | Berchtesgadener Land | Cham | Coburg (Stadt) | Coburg (Land) | Dachau | Deggendorf | Dillingen | Dingolfing-Landau | Donau-Ries | Ebersberg | Eichstätt | Erding | Erlangen | Erlangen-Höchstadt | Forchheim | Freising | Freyung-Grafenau | Fürstenfeldbruck | Fürth (Stadt) | Fürth (Land) | Garmisch-Partenkirchen | Günzburg | Haßberge | Hof (Stadt) | Hof (Land) | Ingolstadt | Kaufbeuren | Kelheim | Kempten | Kitzingen | Kronach | Kulmbach | Landsberg/Lech | Landshut (Stadt) | Landshut (Land) | Lichtenfels | Lindau | Main-Spessart | Memmingen | Miesbach | Miltenberg | Mühldorf/Inn | München (Stadt) | München (Land) | Neuburg-Schrobenhausen | Neumarkt/Opf. | Neustadt/Aisch-Bad Windsheim | Neustadt/Waldnaab | Neu-Ulm | Nürnberg | Nürnberger Land | Oberallgäu | Ostallgäu | Passau (Stadt) | Passau (Land) | Pfaffenhofen/Ilm | Regen | Regensburg (Stadt) | Regensburg (Land) | Rhön-Grabfeld | Rosenheim (Stadt) | Rosenheim (Land) | Roth | Rottal-Inn | Schwabach | Schwandorf | Schweinfurt (Stadt) | Schweinfurt (Land) | Starnberg | Straubing | Straubing-Bogen | Tirschenreuth | Traunstein | Unterallgäu | Weiden/Opf. | Weilheim-Schongau | Weißenburg-Gunzenhausen | Wunsiedel | Würzburg (Stadt) | Würzburg (Land)




Bücher zum Thema Landkreis Coburg

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Landkreis_Coburg.html">Landkreis Coburg </a>