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Langfühlerschrecken


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Langfühlerschrecken

Südamerikanische Riesenschrecke

Systematik
Überstamm : Häutungstiere (Ecdysozoa)
Stamm : Gliederfüßer (Arthropoda)
Überklasse : Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse : Insekten (Insecta)
Unterklasse : Fluginsekten (Pterygota)
Ordnung : Langfühlerschrecken (Ensifera)

Die Langfühlerschrecken oder Ensifera sind eine Ordnung der Insekten und gehören zu den Fluginsekten (Pterygota). Von den bekannten 8100 Arten in Mitteleuropa 35 Arten. Die Körperlänge der beträgt zwischen 1 5 und 50 mm Sägeschrecken-Art Saga syriaca kann bis zu 100 mm lang Die größte Flügelspannweite findet sich bei Pseudophylus collossus mit maximal 200 mm. Viele Arten Langfühlerschrecken leben räuberisch andere sind phytophag oder beide Formen der Nahrung zu sich.

Wie die Vertreter der Kurzfühlerschrecken besitzen die Langfühlerschrecken eine sehr auffällige der Hinterbeine zu Sprungbeinen. Aus diesem Grunde die beiden Ordnungen auch häufig als eine namens Springschrecken (Saltatoria) zusammengefasst. Da die genauen vor allem gegenüber den [[Gespenstschrecken] noch nicht sind ist diese Taxonbildung noch sehr umstritten.

Weitere Merkmale der Langfühlerschrecken sind die langen Antennen die häufig die Körperlänge überspannen und mehr als 500 Einzelgliedern bestehen können. Die besitzen kleine Facettenaugen und kauend-beißende Mundwerkzeuge . Besonders das erste Brustsegment ist kräftig Die Vorderflügel der Tiere sind schmal und und bedecken die größeren Hinterflügel in der Die Weibchen tragen häufig ein langes Legerohr am Hinterende mit dem sie die Eier können.

Inhaltsverzeichnis

Lauterzeugung bei den Langfühlerschrecken


An der Basis der Vorderflügel besitzen allem die Männchen die Langfühlerschrecken ein so Stridulation]sorgan mit dem sie in der Lage Laute zu erzeugen. Als Schrillader wirkt dabei verdickte Flügelade der Cubitus posterior als Resonanzfläche die vor dem Cubitus anterior liegende Flügelfläche. Die Gehörorgane der Langfühlerschrecken finden sich bei vielen an den Unterschenkeln ( Tibien ) der Vorderbeine. Sie können offen liegen verdeckt in Gruben liegen. Dieses „Ohr“ ist zwei Trommelfellen ausgestattet.

Der Gesang der Männchen dient vor der Anlockung der Weibchen er kann jedoch zur Festsetzung von Reviergrenzen eingesetzt werden.

Systematik der Langfühlerschrecken

Die Gruppe der Langfühlerschrecken setzt sich drei Teilgruppen zusammen die sich teilweise äußerlich unterscheiden. Die endgültige Unterscheidung findet statt über Ausbildung der Schrilladern.

Laubheuschrecken - Tettigonioida

Die Laubheuschrecken besitzen nur am linken eine Schrillader. Zumindest bei den mitteleuropäischen Arten der Fuß ( Tarsus ) vierteilig wobei das dritte Glied herzförmig ist.

Folgende Arten der Laubheuschrecken kommen in vor:

Tettigonia viridissima (?)

  • Laubheuschrecken - Tettigonioida
    • Eichenschrecken - Meconematidae
      • Eichenschrecke - Meconema thallassinum
      • Eichenschrecke - Meconema meridionale
    • Sägeschrecken -Sagidae
      • Sägeschrecke - Saga pedo
    • Sichelschrecken - Phaneropteridae
      • Sichelschrecke - Phaneroptera falcata
      • Wanstschrecke - Polysarcus denticauda
      • Zartschrecke - Leptophyes punctatissima
      • Zartschrecke - Leptophyes albovittata
      • Isophya kraussi
      • Säbelschrecke - Barbitista serricauda
      • Säbelschrecke - Barbitista constrictus
    • Sattelschrecken - Ephippigeridae
      • Sattelschrecke - Ephippiger ephippiger
    • Schwertschrecken - Conocephalidae
      • Ruspolia nitidula
      • Schwertschrecke - Conocephalus discolor
      • Schwertschrecke - Conocephalus dorsalis
    • Singschrecken - Tettigonidae
      • Grünes Heupferd - Tettigonia viridissima
      • Singschrecke - Tettigonia caudata
      • Zwitscherschrecke - Tettigonia cantans
      • Heideschrecke - Gampsocleis glabra
      • Warzenbeißer - Decticus verrucivorus
      • Beißschrecke - Platycleis albopunctata
      • Beißschrecke - Platycleis vittata
      • Beißschrecke - Platycleis montana
      • Buschschrecke - Pholidoptera aptera
      • Buschschrecke - Pholidoptera griseoaptera
      • Metrioptera roeseli
      • Metrioptera bracyptera
      • Metrioptera bicolor

== Grillen - Grylloida ===

Bei den Grillen sind beide Vorderflügel einer Schrillleiste ausgestattet bei der Lauterzeugung werden abwechselnd eingesetzt. Der Fuß der Grillen ist nur dreiteilig. Ebenfalls auffällig sind die Vorderflügel Enden in Ruhestellung wie Spieße unter den vorschauen.

Folgende Arten der Grillen kommen in vor:

  • Grillen - Grylloida
    • Maulwurfsgrillen - Gryllotalpidae
      • Maulwurfsgrille - Gryllotalpus gryllotalpus
    • Ameisengrillen - Myrmecophilidae
      • Ameisengrille - Myrmecophila acervorum
    • Grillen - Gryllidae
      • Waldgrille - Nemobius sylvestris
      • Sumpfgrille - Pteronemobius heydeni
      • Feldgrille - Gryllus campestris
      • Modicogryllus frontalis
      • Heimchen - Acheta domesticus
    • Blütengrillen - Oecanthidae
      • Weinhähnchen - Oecanthus pellucena

Gryllacridoida

Die letzte Gruppe der Langfühlerschrecken besitzt keine Schrilladern und auch kein Gehör. Bei kommt entsprechend keine Lauterzeugung vor. Die bekannteste dieser Gruppe ist die aus China stammende ( Tachycines asynamoruis ) aus der Familie der Höhlenschrecken (Rhaphidophoridae). ist weltweit in Gewächshäuser eingeschleppt worden und dort räuberisch oder phytophag. Eine weitere Art die in Österreich in Höhlen zu findende Höhlenschrecke Troglophilus cavicola . (siehe auch Höhlentiere ).




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