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Lateinische Münzunion


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Die Lateinische Münzunion war eine Währungsunion zwischen Frankreich Belgien Italien der Schweiz und Griechenland welche von 1865 bis 1927 dauerte.

Geschichte

1795 führte Frankreich eine dezimale Währung ein den Franc . Das Gewicht der Silbermünzen war so genormt dass ein Franc 5 Gramm wog. Innerhalb des gleichen Währungssystems wurden Goldmünzen geprägt wobei das Wertverhältnis von Silber und Gold bei 1 zu 15 5 lag. einfache und übersichtliche System wurde schon bald anderen Staaten wie Belgien und der Schweiz Nach Italien wurde dieses System bereits mit Eroberungsfeldzügen Napoleons gebracht. Schon vor dem offiziellen Beginn Währungsunion existierten also in mehreren Länder ähnliche wobei teilweise die Münzen der anderen Staaten offizielle Zahlungsmittel akzeptiert wurden.

Basierend auf diesen Grundlagen unterzeichneten 1865 Frankreich Belgien Italien und die Schweiz einen Vertrag welcher neben den technischen dieser Münzen auch die Ausgabepolitik und die Anerkennung einheitlich regelten. 1868 trat Griechenland der Union bei.

Zahlreiche Länder darunter Spanien Serbien und mehrere Staaten Lateinamerikas prägten Münzen nach dem selben System aber der Münzunion offiziell beigetreten zu sein. Münzen waren in den Vertragsstaaten kein gesetzliches einige davon zirkulierten aber trotzdem international.

Schwankungen im Silber- und Goldpreis führten Problemen für die Münzunion da die Kräfte Marktes teilweise den Bestimmungen des Vertrages entgegenwirkten. Münzen wurden gehortet und eingschmolzen andere waren Übermaß im Umlauf zu finden. Mit dem Ersten Weltkrieg erfolgte in allen Vertragsstaaten außer der die Abkehr von der Währung auf Edelmetallbasis. des Vertragswerkes wurden nach und nach aufgehoben. 1926 kündigte Belgien seine Mitgliedschaft auf und 1927 setzte die Schweiz als letztes Land Münzen der anderen Staaten außer Kurs.

Münzen

Jeder Mitgliedsstaat prägte eigene Münzen mit Währungsbezeichnungen. Die Währungseinheiten welche im Verhältnis von zueinander standen waren der Franc zu 100 Centimes in Frankreich und der Franken zu 100 Rappen in der Schweiz die Lira zu 100 Centesimi in Italien und Drachma zu 100 Lepta in Griechenland.

Folgende Münzen waren nach den Bestimmungen Vertrags zugelassen:

Nennwert Gewicht Durchmesser Metall
100 Fr. 32 26 g 35 mm Gold 900/1000 fein
50 Fr. 16 13 g 28 mm Gold 900/1000 fein
20 Fr. 6 45 g 21 mm Gold 900/1000 fein
10 Fr. 3 23 g 19 mm Gold 900/1000 fein
5 Fr. 1 61 g 17 mm Gold 900/1000 fein
5 Fr. 25 00 g 37 mm Silber 900/1000 fein
2 Fr. 10 00 g 27 mm Silber 835/1000 fein
1 Fr. 5 00 g 23 mm Silber 835/1000 fein
0 50 Fr. 2 50 g 18 mm Silber 835/1000 fein
0 20 Fr. 1 00 g 16 mm Silber 835/1000 fein

Vor der Einführung der Vertragsnormen wurden diesem System auch Goldmünzen zu 40 Fr. Silbermünzen zu 0 25 Fr. geprägt. Diese bald nach der Vertragsunterzeichnung eingezogen ebenso ältere welche zwar den Gewichten des Vertrages entsprachen nicht dem Feingehalt oder dem Durchmesser. Nicht zugelassenen Münzen wurden auch von allen Mitgliedsländern

Die Münzen von 2 Fr. abwärts einen tieferen Feingehalt auf was bedeutete dass ihr Nennwert nicht vollständig durch ihren Metallwert gedeckt womit es sich um Scheidemünzen handelte. Scheidemünzen unedlen Metallen waren nicht Bestandteil des Vertrages wurden je nach Mitgliedsstaat nach verschiedenen Normen



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