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Lebensborn


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Der Lebensborn e.V. war im 3. Reich ein staatlich geförderter Verein der im der nationalsozialistischen Rassenpolitik zur Erhöhung der Geburtenrate dienen.

Diese „Geheimsache Lebensborn" war ein Lieblingsprojekt Heinrich Himmler . Sie sollte zunächst insbesondere der Vermeidung Abtreibungen und damit der Erhöhung der Geburtenrate und dienen. Seit dem Ersten Weltkrieg die Geburtenrate in Deutschland stark gesunken von im Jahre 1920 auf 516793 im Jahre In keinem anderen Industrieland gab es einen Einbruch in der Geburtenstatistik. Um dieser Entwicklung zu steuern gründete die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV) im März 1934 das Hilfswerk Mutter und Kind . Das Deutsche Institut für Jugendhilfe e.V. betreute uneheliche Kinder deren Väter die verweigerten. Eheschließungen wurden mit Darlehen in Form Bedarfsdeckungsscheinen für Möbel und Hausrat bis zu RM gefördert. Zum Schutz gerade unehelicher Mütter am 12.12.1935 auf Veranlassung Himmlers der « e.V. » gegründet. Die Rechtsform des eingetragenen wurde gewählt um den Beitritt auch für offen zu halten. Nach der Satzung hatte Verein die Aufgabe zum einen den « Kinderreichtum in der SS zu unterstützen » zum anderen « jede Mutter guten Blutes schützen und zu betreuen und für hilfsbedürftige und Kinder guten Blutes zu sorgen.» 1935 wurde das „Heim Hochland“ in Steinhöring München eröffnet.

SS -Angehörige und Frauen die mindestens bis zu Großeltern bestimmte „Rassemerkmale" wie „blond" und „blauäugig“ konnten sich für die Aufnahme zur Entbindung Falls ihr zugesagt wurde konnte die Frau gesamte Schwangerschaft inkognito auf Wunsch auch weit vom Heimatort bis einige Wochen nach der des Kindes in einem solchen Heim des e.V.“ zubringen. Als der SS-zugeordnete Organisation war Lebensborn in der Lage die Geheimhaltung einer zu gewährleisten. Eigene Standesämter und polizeiliche Meldeämter den Lebensbornheimen sorgten dafür dass der Heimatgemeinde Mutter die sonst durch das Jugendamt die der Geburt erfahren hätte nichts zu Ohren Auch die männlichen Sexualpartner – außer SS-Männern mussten Rassenachweise erbringen.

Die ärztliche Betreuung in den Lebensbornheimen so gut dass immer mehr Ehefrauen von sich nur für die Entbindung anmeldeten. Gegen des Krieges waren die Lebensborn-Heime etwa zur von Frauen von SS-Angehörigen und zur Hälfte ledigen Müttern genutzt.

Die Kinder wurden in den Heimen und – soweit sie den „Rasseanforderungen“ genügten zur Adoption freigegeben bevorzugt in Familien von Die Versorgung der Lebensborn-Heime war – auch des Krieges – überdurchschnittlich gut.

Leiter des Lebensborn waren SS-Standartenführer Max und SS-Oberführer Dr. Gregor Ebner .

Da insbesondere nach Kriegsbeginn nicht genug für dieses „Zuchtprogramm“ zur Verfügung standen wurden den von der Wehrmacht besetzten Gebieten gezielt verschleppt die einigermaßen „arisch“ aussahen.

Der Lebensborn wurde insbesondere auch in Norwegen aktiv und richtete dort 9 Heime Lebensbornheime wurden auch in Belgien in Végimont Ardennen ) (bei Lüttich) und Frankreich im Schloss Ménier in Lamorlaye ( Westland danach Westwald ) (bei Chantilly) eingerichtet.

In deutschen Lebensbornheimen wurden bis Kriegsende Kinder geboren in Norwegen 12000 (nach anderen 9000). Viele Kinder aus den Lebensbornheimen haben Eltern nie wiedergefunden. In Norwegen fand eine Diskriminerung der „tyskerbarn“ statt für die sich Kjell Magne Bondevik 1998 entschuldigte.

Literatur

  • Georg Lilienthal: Der „Lebensborn e.V“. Ein Instrument nationalsozialistischer Rassenpolitik . Fischer Taschenbuch Verlag Frankfurt am Main ISBN 3596157110

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