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Lepra


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Lepra ist eine seit der Antike bekannte Infektionskrankheit die auch oft als Aussatz bezeichnet wird. Sie wird durch das Bakterium Mycobacterium leprae ausgelöst und ist heute gut durch Antibiotika behandelbar die allerdings in Entwicklungs- und oft nicht verfügbar sind.

Inhaltsverzeichnis

Historische Verbreitung

Lepra ist eine der ältesten bekannten Krankheiten und wird schon in den frühesten erwähnt. Im Alten Testamen wird in Levitikus Kap. 13 Vers ausführlich beschrieben woran Aussatz zu erkennen ist wie mit den Erkrankten zu verfahren sei. wird noch nicht streng zwischen Lepra und Hautkrankheiten unterschieden. In Griechenland und in Italien zu Ciceros Zeiten scheint sie häufig vorgekommen zu Später im 7. und 8. Jahrhundert war sie unter den Langobarden sehr verbreitet und in Bremen wurden im 9. und in Würzburg im 11. Jahrhundert Hospitäler für Laprakranke gegründet. Die allgemeinere des Aussatzes in Europa im Mittelalter wird den Kreuzzügen zugeschrieben. Sie erreichte ihren Höhepunkt 13. Jahrhundert und verschwand mit dem Schluss des 16. Jahrhundert fast ganz aus der Reihe der Volkskrankheiten in Mitteleuropa. Allerdings weist Meyers Konversationslexikon von 1888 darauf hin dass Lepra Skandinavien auf Island und der Iberischen Halbinsel in der Provence und an den italienischen Küsten in Griechenland und auf den Inseln des Mittelmeers regelmäßig vorkommt. Am verbreitetsten jedoch sei Krankheit im 19. Jahrhundert in Norwegen gewesen wo man noch 1862 2.119 Aussätzige bei nicht ganz 2 Einwohnern zählte. In Deutschland wurden zur gleichen nur vereinzelte Fälle registriert.

Klassifikation

Die Symptome der Lepra variieren von Patient zu sehr stark. Um die unterschiedlichen Erscheinungsformen der klassifizieren zu können wurde auf dem VI. Lepra Kongress 1953 in Madrid folgende Einteilung vorgenommen:

  • tuberkoloide Lepra
  • lepromatöse Lepra
  • Borderline
  • intermittierende Lepra

Symptomatik

Bei dieser Krankheit aus dem Bereich Neurologie sterben die Nerven ab und die verlieren das Gefühl für Kälte Wärme und Schmerz. Ohne Behandlung verletzen sie sich oft und infizieren sich über die Wunden an Krankheiten wie Tetanus usw.

Frühstadium

Im Frühstadium spricht man von indeterminierter Sie äußert sich in unscharf abgegrenzten Flecken der Haut. Bei dunkelhäutigen Menschen sind diese als die gesunde Haut bei hellhäutigen sind gerötet. Die Flecken selbst fühlen sich für Erkrankten taub an. In dieser Phase kann Krankheit stagnieren spontan abheilen oder zur tuberkoloiden oder Borderline Lepra weiterentwickeln.

Tuberkoloide Lepra

Die asymmetrischen Hautflecken sind hier erhaben rau. An den betroffenen Stellen fallen die aus. Neben der Haut sind vor allem peripheren Nerven knotig verdickt. Der Befall ist hier asymmetrisch. Mit fortschreitender Krankheit nimmt der immer weiter ab bis der Patient nichts spürt. Die Folge sind oft schwere Verletzungen daraus resultierend weitere Verstümmelungen. Der Befall motorischer äußert sich in Muskelschwäche Muskelrückbildung und Lähmungserscheinungen.

Borderline Lepra

Borderline Lepra gilt als instabile Krankheitsvariante sich je nach Zustand des Immunsystems weiterentwickelt. weitgehend intaktem Immunsystem bildet sich die bakterienarme Form heraus. Bei geschädigtem Immunsystem vermehren sich Bakterien nahezu ungestört. Es kommt zur Ausbildung bakterienreichen ansteckenden Lepromatösen Form. Die Symptome im Stadium können sowohl denen der tuberkoloiden Lepra als auch deutlich Abweichungen zeigen. So können Hautflecken symmetrisch sein; auch der Befall der kann symmetrisch erfolgen.

Lepromatöse Lepra

Die Lepromatöse Lepra ist die schwerste der Krankheit. Die Bakterien verbreiten sich über Nervengewebe und das Lymphsystem im ganzen Körper. Haut ist stark verändert von Knoten und Flecken überzogen. Charakteristisch sind die hellroten bis Leprome die das Gesicht und andere Körperteile

Behandlung

In historischer Zeit

Lepra ist seit jeher einer der Schrecken der Menschheit. Die Ansteckungsmöglichkeit ist vermutlich seit frühester Zeit bekannt. Da es bis 20. Jahrhundert hinein keine Medikamente gegen die Krankheit blieb über Jahrtausende Quarantäne der einzige Schutz. Schon früh wurde Absonderung der Aussätzigen von Staats wegen angeordnet. Annahme der Ansteckungsgefahr durch Lepra veranlasste deshalb schon sehr bald die Einrichtung von Aussatzspitälern Sondersiechenhäuser) meist an abgelegenen Teilen der Städte außerhalb vor den Toren. Im nördlichen Deutschland sie fast alle dem heiligen Georg geweiht wurden daher St. Georgs oder St. Jürgenspitäler Es gab viele von ihnen. Die meisten Leproserien werden im 13. und 14. Jahrhundert zum erstenmal erwähnt. Die ältesten fallen die Zeit der letzten Kreuzzüge an denen die Deutschen fast gar Anteil nahmen. Außer diesen größeren Anstalten gab noch vereinzelte Feldhütten zur Unterbringung einzelner den Landgemeinden angehöriger Ob ein Mensch aussätzig war oder nicht von vereidigten Beschauern entschieden. In Holland besaßen einzelne Kapellen Privileg dafür das viel Geld eintrug. Wer aussätzig erklärt wurde erhielt ein schriftliches Zeugnis eine besondere Kleidung gewöhnlich ein schwarzes Gewand bestimmten Abzeichen sowie einen Hut mit breitem Band. Dazu trugen die Leprakranken eine hölzerne um ihre Annäherung zu erkennen zu geben einen Stock womit sie die Gegenstände die begehrten berührten. Waffen zu tragen war ihnen In Frankreich wurden sie für bürgerlich tot erklärt öffentliche Orte gar nicht besuchen nicht erben etwas erwerben so dass die armen Leidenden zur Verzweiflung getrieben sich gegen die Bewohner Städte empörten dafür aber mit härtesten Strafen hin zur Todesstrafe belegt wurden. Dagegen war den Aussätzigen zu betteln und in der Welt herumzuziehen. den Leproserien waren sehr komplizierte weitgehend übereinstimmende eingeführt. Die Frauen und Männer waren getrennt Strafe des Verlustes ihrer Pfründe sollten sie leben. Jede Gemeinschaft zwischen Sonnenuntergang und Aufgang untersagt. Kein Kranker durfte ohne Gefährten aus Haus gehen oder über Nacht aus dem bleiben mit einer gesunden oder siechen Frau etc. Auch sollten sich die Kranken aller Vergnügungen enthalten. Die für sie bestimmten Kapellen einen abgesonderten Platz der nur durch eine Öffnung mit der übrigen Kirche zusammenhing. Das Abendmahl wurde denselben am Werktag in ihrer Kapelle gereicht. Das Heiraten war den Sondersiechen ganz untersagt. Schon Pippin der Jüngere hatte Lepra 757 als Ehescheidungsgrund aufgestellt mit der Erlaubnis Wiederverheiratung für den gesunden Ehepartner.

Moderne Therapie

Ein erster großer Durchbruch im Kampf die Lepra war die Entdeckung des Krankheitserregers Bakteriums Mycobacterium leprae durch den norwegischen Arzt Gerhard Armauer im Jahr 1873 . Heute ist die Krankheit gut durch Antibiotika behandelbar. Obwohl es immer noch Versorgungsschwierigkeiten den benötigten Medikamenten gibt konnte die Lepra den 1990er weiter zurückgedrängt werden. Die WHO ist mit der Ausrottung dieser Seuche

Weblinks

Umfangreiche Infoseiten der Lepra-Tuberkulosehilfe Dinslaken

siehe auch: Damien Dutton Award Silvester I. Siechtum


Dieser Artikel basiert teilweise auf dem Artikel Meyers Konversationslexikon von 1888.



Bücher zum Thema Lepra

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