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Logischer Atomismus


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Der logische Atomismus bezeichnet eine neupositivistische Lehre nach der "Welt" aus atomaren d.h. ursprünglichen unteilbaren diskreten voneinander isolierten Einzeltatsachen besteht wobei unter "Welt" das unmittelbar Gegebene die Gesamtheit der menschlichen verstanden wird.

Ausgangspunkt der Lehre sind die Auffassungen David Hume

Philosophiehistorischer Ausgangspunkt des logischen Atomismus ist subjektive Idealismus von David Hume . Nach Hume bilden einfache unteilbare und diesen zusammengesetzte Sinnes- Eindrücke die notwendige und hinreichende Grundlage der Vorstellungen Erinnerungen und Gedanken (ideas) d.h. der Denktätigkeit.

Eine gewisse Beständigkeit und Wiederkehr bestimmter erwecke die Illusion real d.h. außerhalb des existierende Dinge. Die Welt wie sie in Perzeptionen existiert besteht aus atomartigen Ereignissen die erscheinen aber nie kausal verknüpft sind. In an Hume zerlegt Ernst Mach die Welt in unteilbare "Elemente" (Farben Räume Zeiten u.a.) neutralen (weder materiellen noch geistigen) Charakters die in dieser oder jener Weise geordnet zu Komplexen verbinden können.

Zur Konstruktion der "Welt" bei Russell Wittgenstein

Bertrand Russell und Ludwig Wittgenstein kommen im Rückgriff auf Hume und Anlehnung an Mach sowie über die logische der Sprache zur Auffassung vom atomaren Chararakter "Welt". Russell unterscheidet zunächst drei grundlegende Satzformen:

  • 1. Elementarsätze

  • 2. Wahrheitsfunktionen von Elementarsätzen

  • 3. Generalisationen

Die Satzformen 2. und 3. sind einfache logische Operationen aus 1. ableibar. Der kann dagegen nicht in andere Sätze zerlegt werden. Er ist ursprünglich atomar sich jedoch aus Ausdrücken (d.h. Worten) zusammen. Dem Ausdruck entspricht Gegenstand (d.h. eine Sache) der "Welt". Der zwischen den Ausdrücken im Satz entspricht ein Zusammenhang zwischen den Gegenständen (Sachen).

Dem ganzen Elementarsatz entspricht ein Ereignis eine Einzeltatsache. Elementarsätze sind Bilder von Tatsachen:

"Daß sich die Elemente des Bildes bestimmeter Art und Weise zueinander verhalten stellt daß sich die Sachen so zueinander verhalten" " Tractatus Logico-Philosophicus " 2.15)

Zu den Definitionen bei Wittgenstein

Der logische Atomismus bei Russell und beruht auf apriorischen Grundlagen. Die diskrete Struktur der Sätze verabsolutiert und auf die Struktur der "Welt" Ebenso wie der Elementarsatz eine Kombination von ist ist die Tatsache eine Kombiantion von Ebenso wie (nach Wittgenstein) der Ausdruck nur innerhalb des Satzgefüges hat hat der Gegenstand "Bestand" innerhalb der einer Tatsache.

Der Ausdruck (d.h. das Wort) ist einfachste Baustein des Satzes - die Gegenstände die Substanz der Welt. Darum können sie zusammengesetzt sein"(in: Tractatus 2.0211). Russells und Wittgensteins der "Welt" bedeutet nur scheinbar eine Hinwendung Neupositivismus zu sogenannten ontologischen Fragestellungen. Russell betrachtet These vom substantiell-attributiven Charakter der objektiven Realität eine Ontologisierung der Subjekt-Prädikat-Struktur von grammatischen Sätzen negiert daß den menschlichen Empfindungen etwas objektiv Reales entspreche.

Nach Wittgenstein sind Gegenstände letzlich nur für logisch nicht weiter zerlegbare Atome der Der logische Atomismus steht und fällt mit Inhalt des Begriffs der atomaren Tatsache bzw. des Elementarsatzes (siehe Protokollaussage ).

Es läßt sich zeigen daß weder und voneinander isolierte "Tatsachen" noch atomare Sätze Sinne des logischen Positivismus existieren können.

siehe auch atomarer Ausdruck molekularer Ausdruck atomare Tatsache logischer Empirismus



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