Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 22. Oktober 2017 

Lotte Mende



Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Lotte Mende
(Aus einem zeitgenössischen Theateralmanach)

Lotte Mende (Johanna Dorothea Louise Müller) * 12. Oktober 1834 Hamburg 5. Dezember 1891 Hamburg war eine deutsche Schauspielerin die durch ihre Darstellungskunst in plattdeutschen berühmt geworden ist.

Den Nachnamen "Mende" erhielt sie durch Verheiratung mit dem Schauspieler Louis Mende im 1872. Wie sie zu ihrem Namen "Lotte" ist berichtet ihr langjähriger Theaterdirektor Carl Schultze:

  
"Eines Tages wollte ich das Stück alten Dr. Bärmann Stadtmischen un Buurenlüüd geben fehlte mir eine komische Alte. Nach meiner eher meine Schauspieler heranzuziehen als ausgewählte Engagements bestimmte Fächer zu treffen glaubte ich nicht wenn ich Louise Müller in der ich Anlage zur komischen Alten zu spüren glaubte ein anderes Fahrwasser zu lenken versuchte. Ich ihr die plattdeutsche komische Alte in dem erwähnten Stück. - Die Antwort war kurz bündig nein und Louise wollte durchbrennen. Ich ihr zu den Versuch zu machen und sie als ihre Thränen nicht versiegen wollten dem - wenn ich es so nennen - Citat aus irgend einem plattdeutschen Stück: stell' di man nich so an. Empört ich sie Lotte nannte strömten ihre Thränen reichlicher schließlich siegte ich Louise studirte ihre und führte sie unter kolossalem Beifall durch. Von da an blieb ihr der Name

(Brief von Carl Schultze an Adolph Kohut den 2. Juni 1890. Abgedruckt in: Adolph Die größten und berühmtesten deutschen Soubretten des Jahrhunderts. Mit ungedruckten Briefen von Josephine Gallmeyer a.] Düsseldorf: Bagel 1890. Seite 184-191: Eine Soubrette und "komische Alte". Lotte Mende. Hier 190.)

Die Anfänge ihrer Schauspielerinnen-Laufbahn hat Lotte in einer für Adolph Kohut verfaßten Selbstdarstellung

"1834 den 12. October wurde ich Hamburg von armen bürgerlichen Eltern geboren; die dem Theater anzugehören wurde mir gewissermaßen in Kinderjahren von Bekannten und Nachbarn denen ich und richtig vorsang was ich in meiner die durchweg musikalisch war aufgeschnappt hatte beigebracht. Stimme und die Art und Weise wie vortrug veranlaßte die Leute gewöhnlich zu der »die muß mal zum Theater« Ungefähr 15 Jahre alt faßte ich den Entschluß der in Hamburg sehr gefeierten Soubrette Lina Höfer Thalia-Theater einen Besuch zu machen welcher den hatte ihr etwas vorzusingen und um ihr zu bitten ob ich für die Bühne sei. Das geschah hinter dem Rücken meiner und da ich selbst nicht über ein verfügen konnte welches ich zu einer solchen würdig hielt borgte ich mir ein solches einem 15 jährigen sehr schlanken Mädchen und war sehr klein und dick - ich mich aber mit aller Gewalt hinein nahm Rock der mir zu lang ganz kokett wenig in die Höhe fand mich selbstverständlich reizend und nun hin zu Lina Höfer. war liebenswürdig und nahm mich an ich ihr mein Anliegen vor sie unterdrückte ein und sagte zu einem Herrn welcher grade Besuch bei ihr war »bitte wollen Sie junge Mädchen zu irgend einer Piece begleiten?In Heimat ist's so schön usw.nd der Gedanke Ein halbes Jahr später lasen meine Eltern Annonce in den »Hamburger Nachrichten« Es werden Damen gesucht welche sich dem Theater widmen Meine Eltern aufgeklärter wie so viele andere waren mit meinem Wunsch mich der Bühne widmen einverstanden wohl auch mit aus dem weil gerade damals die gr»ßte Armuth bei herrschte und es für meine Eltern erwünscht für mich einen Erwerbszweig zu finden; also genommen ist die Noth Veranlassung geworden daß Schauspielerin wurde. Jener Herr welcher obige Annonce ergehen lassen hieß Hertzinger in der Theaterwelt bekannt. So klein und unausgebildet ich im auch noch war trotz meiner 16 Jahre ich doch von ihm engagirt und am October im Jahre 1850 reiste ich in meines Stiefvaters des genannten Hertzinger nach dem Städtchen Verden ab woselbst ein gewisser Heinrich Director einer reisenden Gesellschaft seinen Zauber übte; war es der mich durch genannten H. einer monatlichen Gage von 8 Thalern engagierte."

Später war Lotte Mende Mitglied des in Hamburg (1864-1874) und kam auf Gastspielreisen auf deutschlane Bühnen. Mit ihrer kunst hat sie dazu beigetragen die plattdeutschen Hamburger Theaterstücke Julius Stindes ("Hamburger Leiden" "Tante Lotte" "Eine Hamburger u. a.) im ganzen deutschen Sprachgebiet bekannt machen. Einige ihrer Charakterzüge sind mit großer in Stindes literarische Figur der Wilhelmine Buchholz

Weblink



Bücher zum Thema Lotte Mende

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Lotte_Mende.html">Lotte Mende </a>