Am 3. April 2004 sprengte sich der mutmaßliche Rädelsführer Serhane Ben Abdelmajid zusammen mit sechs Komplizen bei einer in einem Vorort von Madrid in die Ein Polizist wurde getötet 15 verletzt. Die galten Ende April 2004 als nahezu aufgeklärt. der Tatverdächtige Jamal Ahmidan konnte unter den toten Terroristen identifiziert
Zehn Sprengsätze explodierten in eng besetzten Vorortzügen. Drei Bomben sollten verzögert detonieren vermutlich um die zu Hilfe kommenden zu verletzen. Die Sprengsätze wurden später kontrolliert einer davon soll die Kraft gehabt haben zu Rushhourzeiten stark frequentierten Madrider Hauptbahnhof Atocha komplett zu zerstören. Ein verdächtiges Auto vor dem Bahnhof geparkt war wurde ebenfalls gesprengt. Wie später bekannt wurde befand sich den in einer Polizeistation eingelagerten Koffern und ein brauner Rucksack mit einem weiteren Sprengsatz vermutlich durch ein Mobiltelefon gezündet werden sollte. Die Ermittler wurden das Klingeln des Mobiltelefons auf den Rucksack und konnten den Sprengsatz entschärfen.
Zwei der vier Züge explodierten nicht Bahnhof Atocha ( siehe unten ). Einer der Züge wäre fahrplanmäßig zum der Detonation im Bahnhof eingetroffen er hatte Verspätung und explodierte auf dem Gleisfeld etwa Meter vor den Bahnsteigen.
Die Anschläge ereigneten sich drei Tage den spanischen Parlamentswahlen 2004 . In Spanien waren daher die Sicherheitsmaßnahmen erhöht gewesen.
Sieben der zehn Explosionen ereigneten sich Estación de Atocha . Dieser ist der zentrale Bahnhof der Hauptstadt für die Fernzüge aus dem Süden Landes sowie für Regionalzüge und der wichtigste im S-Bahn -Netz. Er wurde 1992 umgebaut.
Bei den Stationen Santa Eugenia (eine Explosion) und El Pozo del Tío Raimundo (zwei Explosionen) handelt es sich um S-Bahn-Stationen in Arbeitervierteln im Südosten der Stadt.
Bereits kurze Zeit nach den ersten über die Explosionen wurde über die Urheber die spanische Regierung benannte die ETA als erste Verdächtige die Resolution des UN-Sicherheitsrats nannte auf Drängen der spanischen Regierung die ETA als Täter. Diese These wurde von der spanischen Regierung genährt da ein radikaler islamistischer Gruppierungen erneute Kritik am spanischen Irakeinsatz könnte. Drei Tage nach dem Anschlag waren in Spanien so dass zumindest solange das des ETA-Anschlages in der Öffentlichkeit erhalten bleiben
Andererseits ähnelt der Anschlag dem Muster ETA-Aktivitäten in der jüngeren Vergangenheit: Am Heiligabend 2003 wurde ein Anschlag auf den Bahnhof in Madrid vereitelt und am 29. Februar 2004 wurde ein ETA-Kommando das eine Tonne Sprengstoff in einem LKW mitführte auf Weg nach Madrid verhaftet. Zudem berichten mehrere Geheimdienste übereinstimmend dass die ETA ihre Gangart wolle. Dies erkläre die ETA-fremde Handschrift des
In der Vergangenheit hatte die ETA mehrfach vor Wahlen in Spanien Attentate verübt. verlautete es aus Geheimdienstkreisen am Tag der dass auch eine Zusammenarbeit von Al-Qaida und radikalen Zelle der ETA nicht ausgeschlossen werden ( siehe [1] und [2] ).
Erste Zweifel an der Darstellung wurden und es kam zu Demonstrationen gegen die (siehe Kapitel Reaktionen und Folgen). Der Vorsitzende verbotenen ETA-nahen Partei Herri Batasuna meldete sich Wort. Er bestritt die Verantwortlichkeit seiner Gruppierung beschuldigte stattdessen islamistische Gruppen der Attentate.
Die Londoner Zeitung Al-Quds al-arabi berichtete am Abend des 11. März liege ein mutmaßliches Bekennerschreiben der Abu-Hafs-El-Masri-Brigaden (Unterorganisation Al-Qaida ) in Form einer E-Mail vor. In dem Schreiben wird Spanien eines der wichtigsten Mitglieder der " Allianz im Krieg gegen den Islam " genannt. Aus diesem Grund habe Al-Qaida in Madrid zugeschlagen. Nach Angaben US-amerikanischer Geheimdienstexperten sich Abu Hafs El Masri in der zu Taten bekannt die nicht von ihr wurden so etwa bei den großflächigen Stromausfällen in der Region New York . Die Organisation wird als Gruppe von Trittbrettfahrern eingestuft.
Am gleichen Abend teilte der spanische Angel Acebes auf einer Pressekonferenz mit dass am 28. Februar gestohlener Lieferwagen mit 8 Sprengkapseln und Tonband mit arabischen Koranversen östlich von Madrid Alcalá de Henares gefunden wurde. Es wird jedoch nicht dass ETA-Anhänger gezielt arabischsprachiges Material zurückgelassen hätten die Ermittler zu täuschen.
Am 12. März meldet sich um 18 Uhr eine im Namen der ETA bei der linksgerichteten Tageszeitung Gara und dementiert die Beteiligung der ETA den Anschlägen. Kurze Zeit später meldet sich derselbe Anrufer beim baskischen Fernsehsender ETB. Beides Medien in denen sich die ETA schon zu Terrorakten bekannt hat.
Der spanische Nachrichtendienst „el Centro Nacional de Inteligencia“ glaubt unterdessen sicher zu sein dass die Tat islamischen Terroristen verübt wurde.
Am Abend des 13. März verkündete der spanische Innenminister Angel Acebes Verhaftung von fünf Männern drei Marokkanern und zwei Indern . Die Verhaftungen sollen im Zusammenhang mit Mobiltelefon stehen das bei einem der nicht Sprengsätze gefunden wurde. Zwei weitere Verdächtige werden verhört.
In der Nacht zum 14. März wurde ein Videoband gefunden auf dem angebliche Militärsprecher Al-Qaidas mitteilt dass Al-Qaida hinter den Anschlägen stecke. Die Echtheit Bandes wurde überprüft und später bestätigt.
Am 14. März 2004 teilte der Angel Acebes mit dass einer der festgenommenen mit den Anschlägen des 11. September 2001 den USA in Verbindung gebracht wird. Der Jamal Zougam identifizierte Mann sei einer der Verdächtigen gegen die der spanische Ermittlungsrichter Baltasar vergangenes Jahr Anklage erhoben hatte.
Am 17. März 2004 wurden weitere Einzelheiten zu dem bekannt nach dem gefahndet wird. Die spanische sucht mindestens 20 Marokkaner die einer radikal-islamischen namens Islamische Kampfgruppe Marokkos (GICM) angehören sollen. Die GICM sei 1993 einem anderen Namen von Veteranen des Afghanistan-Krieges Pakistan gegründet worden und wird vom Terrornetzwerk Kaida finanziert.
Am 21. März wurde bekannt dass der Sprengstoff vermutlich einem asturischen Bergwerk stammte.
Gegen Ende März führte eine Spur Deutschland. Einer der festgenommenen Marokkaner lebt jahrelang in Deutschland er wurde aber von den als extremistisch eingeschätzt.
Am Abend des 3. April kommt es im Madrider Vorort Leganés einem Schusswechsel mit den mutmaßlichen Urhebern der Als die spanische Polzei die Wohnung in sich die Terroristen aufhalten gegen 21 Uhr will sprengen sich sieben der Gesuchten in Luft. Von den Getöteten können nur vier werden die Namen von drei Toten konnten nicht ermittelt werden. Ein spanischer Polizist kommt ums Leben elf werden verletzt.
Die Bluttat vom 11. März gilt als nahezu aufgeklärt. Al-Qaida droht Spanien inzwischen mit weiteren Terroranschlägen.
In Spanien rief die Regierung am März eine dreitägige Staatstrauer aus. Der Spitzenkandidat der konservativen Volkspartei Partido Popular Mariano Rajoy erklärte im Radiosender Onda Cero den Wahlkampf seiner Partei für beendet alle anderen folgten dem Beispiel. Die UEFA widersprach dagegen der Bitte dreier spanischer ihre Spiele um den UEFA-Cup am Abend 11. März zu verschieben.
Demonstration am Passeig de Gràcia in Barcelona 12. März 2004
Am 12. März nahmen in ganz Spanien über 11 Menschen an den Demonstrationen gegen die Terroranschläge zum Gedenken an die Opfer teil. Die standen landesweit unter dem Motto Con las víctimas con la Constitución por derrota del terrorismo ( zu deutsch: Mit Opfern mit der Verfassung und für eine des Terrorismus). Allein in Madrid versammelten sich dabei Menschen. Erstmals in der Geschichte nahm mit Kronprinz Felipe auch ein Mitglied der königlichen Familie einem Protestzug teil. Es wird geschätzt dass mehr als ein Viertel der Gesamtbevölkerung Spaniens den Straßen befand.
Am 13. März 2004 dem Vorabend zu den spanischen 2004 hatten sich um 18:00 Uhr über Demonstranten vor dem Partido Popular Parteigebäude versammelt um nach den Anschlägen der Regierung Aufklärung zu fordern sowie diese ihre Beteiligung am Irak-Krieges zu kritisieren. Die führten die Proteste auch nach der Bekanntgabe fünf Verhaftungen fort. Später trat der Spitzenkandidat PP Mariano Rajoy vor die Presse und nannte die genehmigte Demonstration antidemokratisch und einmalig in der Spaniens. Er warf den Demonstranten vor die beeinflussen zu wollen.
Einige Tage nach dem Anschlag und folgenden Wahlen nahm die Anzahl der Vorwürfe die spanische Regierung unter Aznar zu man offenbar mit allen Mitteln versucht die ETA die Terroranschläge verantwortlich zu machen. So wurden Sicherheitsbehörden absichtlich mit Falschinformationen über den verwendeten beliefert. Zudem gab es Regierungsanweisungen an die Botschafter jede Art von Zweifel an einer ETA-Täterschaft zu zerstreuen.
Der Anschlag knapp vor der Wahl die fragwürdige Informationspolitik der alten Regierung verfehlten Wirkung nicht. Allen Prognosen vor der Wahl den Kopf stellend gewannen die Sozialisten PSOE die spanischen Parlamentswahlen am 14. März 2004. Die bis zu diesem Zeitpunkt absoluter Mehrheit regierende Partido Popular verlor deutlich gegenüber den Wahlen im 2000 . Die Wahlbeteiligung lag bei 77 Prozent damit 8 Prozentpunkte über der Beteiligung bei letzten Wahlen.
Am Sonntag den 14. März 2004 berief Bundeskanzler Schröder das Sicherheitskabinett zu einer Sondersitzung ein die Notwendigkeit dieser ergäbe sich aus der durch die veränderte Beurteilung der Lage. Am selben Tag Bundesinnenminister Otto Schily die Bundesbürger dazu auf am 15. März um 12 Uhr durch ein dreiminütiges ihre Verbundenheit mit den Opfern und ihren zum Ausdruck zu bringen.
Am Abend des 11. März verurteilte Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Anschläge und bezeichnete sie als des Friedens und der Sicherheit". Die entsprechende Resolution 1530 wurde einstimmig angenommen. Dabei wurde auf ausdrücklichen Wunsch spanischer Diplomaten die ETA als Täter genannt.
EU-Ratspräsident Bertie Ahern rief die Mitgliedstaaten der Europäischen Union auf mit Schweigeminuten der Opfer der Anschläge zu gedenken. Damit sollten die Opfer und Solidarität mit der spanischen Bevölkerung demonstriert Die drei Schweigeminuten wurden am Montag den März um 12.00 Uhr durchgeführt.