Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 17. Juli 2019 

Max Wolf


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Max Franz Joseph Cornelius Wolf (* 21. Juni 1863 in Heidelberg ; † 3. Oktober 1932 in Heidelberg) ist ein deutscher Astronom bekannter Entdecker vieler Asteroiden (Kleinplaneten). Er studierte Straßburg und Heidelberg wo er 1888 promovierte . Zu weitergehenden Studien ging er nach Stockholm kam aber schliesslich 1890 nach Heidelberg um dort zu lehren. 1896 übernahm er den Lehrstuhl für Astronomie.

Max Wolf

Wolf wurde durch seine Eltern in Maße gefördert. Er errichtete bereits ab 1880 als Schüler des Gymnasiums eine Privat sternwarte in seinem Elternhaus in der Heidelberger die später eine 5-Meter- Kuppel und einen 6-zölligen Doppel astrografen erhielt. Er setzte konsequent auf die Astrofotografie als Beobachtungsmethode und entdeckte so bereits 1884 einen Kometen und einige Jahre darauf den Nordamerika-Nebel im Schwan . Am 22.Dezember 1891 fand Max Wolf erster Astronom einen Kleinplaneten mit fotografischen Methoden der "(323) Brucia " zu Ehren der amerikanischen Wissenschaft mäzenin Catherine Wolfe Bruce nannte.

Im Jahre 1898 wurde auf dem bei Heidelberg die neue großherzogliche Bergsternwarte eingeweiht heutige Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl. Wolf gelang es private zur Anschaffung von Teleskopen zu bewegen (u.a. Catherine Wolfe Bruce) denen die Teleskope heute benannt sind. Das bestand zunächst aus zwei konkurrierenden Abteilungen der (Prof. Wolf) und der astrometrischen (Prof. Wilhelm Valentiner) wurde aber nach Emeritierung 1909 unter Max Wolf vereint. Im Jahr gelang Wolf die Wiederentdeckung des Halleyschen Kometen zu dessen Periheldurchgang 1909/1910.

Hauptarbeitsgebiet in dieser Zeit war die astronomischer Nebel (vor allem in den Sternbildern Orion Schwan ) die sich durch ihr Spektrum als Gasmassen erwiesen. 1913 bemerkte Wolf erster systematische Linienverschiebungen in den Spektren der Spiralnebel .

Das heute bekannteste Arbeitsgebiet Max Wolfs die Suche nach Kleinplaneten von denen er 235 entdeckte darunter u.a. 1906 den ersten Trojaner Achilles . Am Institut insgesamt wurden durch ihn Mitarbeiter und Nachfolger bis in die 1950er über 800 Kleinplaneten entdeckt ein Rekord erst kürzlich durch großflächige Durchmusterungsprogramme gebrochen wurde.

Wolfs 6"-Doppelastrograf

Zusammen mit Johann Palisa in Wien entstand der erste Sternatlas Suche und Identifikation neu entdeckter Himmelskörper . Später publizierten die beiden als ursprüngliche (Palisa hatte schon über 100 Asteroiden visuell entdeckt) die fotografischen Wolf-Palisa- Sternkarten in 210 Blättern.

Max Wolf erhielt 1914 die Goldmedaille British Royal Astronomical Society und 1930 die ferner die Goldmedaillen der Weltausstellungen 1900 in Paris und 1904 in St. Louis sowie 1928 die Ehrenbürgerschaft Heidelbergs. Nach ihm wurden außerdem der Mondkrater Wolf und der Kleinplanet (827) Wolfiana

Max Wolf blieb bis zu seinem in der Astronomie aktiv. Er starb am Oktober 1932 auf dem Königstuhl und wurde dem Heidelberger Ehrenfriedhof begraben. In einem Nachruf es: "So blieb es ihm erspart von Arbeitsstätte als Lebender zu scheiden."

Weblinks



Bücher zum Thema Max Wolf

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Max_Wolf.html">Max Wolf </a>