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Ming-Dynastie


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Die Ming-Dynastie (明 1368 - 1644) löste die Fremdherrschaft der Yuan-Dynastie in China ab.

Gegründet wurde sie von Zhu Yuanzhang . 1363 entschied der Rebellenführer die Flottenschlacht auf dem Poyang-See gegen wichtigsten Rivalen den "Han"-Prinzen Chen You-liang für und beseitigte in den Folgejahren auch seine Gegenspieler. Parallel dazu begann er mit der einer ordnungsgemäßen Verwaltung und gab dabei schon 38 Millionen Münzen heraus. 1368 verjagte seine unter Hsü Ta den Khan Toghan Timur Peking. Damit endete die Mongolenherrschaft.

Als Kaiser der Ming-Dynastie trug Zhu den Titel Hung-Wu. In seiner Regierungszeit stand wirtschaftliche Wiederaufbau im Mittelpunkt der Bemühungen. Es zu unzähligen Bebauungs- und Bewässerungsprojekten durch die ½ - 5 Millionen ha Land pro Jahr erschlossen wurden. Die aus der Getreidesteuer verdreifachten sich in sechs Man schätzt dass in 20 Jahren bis einer Milliarde Nutzbäume gepflanzt wurden (Obstbäume Bäume die Flotte Maulbeerbäume für die Seidenherstellung ..).

In der Ming-Zeit kam es auch gewaltigen bürokratischen Anstrengungen. Diese liefen - verglichen mit liberalen Song-Zeit - auf eine absolutistische Regierung hinaus. Schon 1380 kam es einem Prozeß des Kaisers gegen einen ehemaligen Vertrauten den 15 000 Personen verwickelt wurden. Das dazu dass sich alle Macht auf den konzentrierte dem nun alle Ministerien direkt (d.h. kaiserliches Sekretariat) unterstellt wurden. In den Jahren und 1390 wiederholte Hung-wu diese Prozesse.

Widersprüchliche Meinungen kamen nicht mehr zum der Kaiser regierte isoliert in seinem Palast Beschränkter und Geheimer Beamter und der Geheimpolizei geschaffen: die Garden mit den Brokatkleidern ). Politische Fehlgriffe waren schon unter Hung-wu unmittelbare Folge .

Die Bevölkerung wurde in Bauern- Soldaten- Handwerkerfamilien unterteilt ihnen wurde je ein eigenes (mit je eigener Steuererhebung) und Hauptsiedlungsgebiete zugeordnet wurden unterdrückt. Zudem machte man je zehn ( lijia ) gegenüber der Verwaltung für Steuern öffentliche und Ordnung kollektiv verantwortlich. Da die Zahl Beamten für die Kontrolle nicht ausreichte kam bald zu Orts- und Berufswechseln verbunden mit in den Steuereinnahmen und - noch schlimmer zur Verdrängung der ärmeren Mitglieder einer lijia auf dem Land.

Das gesellschaftliche Gefüge geriet bald außer so dass man diese Regelungen in der Hälfte des 15. Jhdts. ändern mußte nachdem mehrfach soziale Unruhen ausgebrochen waren und sich mehr Menschen der Steuer- und Wehrpflicht entzogen.

Nach 1520 verzeichnet man dann wieder Aufschwung des Großhandels und des Handwerks sowie Fortschritte im Handwerk (Weberei und Buchdruck) der (neue Nutzpflanzen z.T. dank der Portugiesen) ferner Militärwesen (im 15. Jhdt.). Großkaufleute Geschäftsleute und Bankiers stiegen als Lieferanten des Staates gesellschaftlich auf. Man bemühte sich unter dem Kanzler Juzheng (1525-82) auch die Lasten der Kleinbauern zu mildern.

Erschwerend kam die traditionelle Verachtung der Konfuzianer gegenüber dem Handel und den Händlern In der Ming-Zeit erreichte diese Einstellung einen indem der Außenhandel nach 1433 stark beschränkt sogar das Erlernen fremder Sprachen zeitweise verboten Die Folge der Verbote war ein Aufschwung Schmuggel und Piraterie in den Küstengebieten - die Händler dort ihre Einkommensquelle. Daneben ersetzte das Silbergeld das Papiergeld.

Ferner kam es zu weiteren wechselvollen mit den Mongolen - diesmal aber in Mongolei. Erwähnenswert ist dabei der Sieg vom 1388 der die baldige Entmachtung der Kublaiden zur Folge hatte. Allerdings traten nun Westmongolen (bes. Oiraten ) in den Vordergrund so dass Kaiser Yong-le in den Jahren 1410 und 1414 Feldzüge führen und 1421 die Hauptstadt von Nanking nach Peking verlegen mußte. In diesem Zusammenhang wurde der Kaiserkanal für den Reistransport ausgebaut.

Eine ernste Niederlage erlitten die Ming als die Westmongolen unter Esen Taiji bei Tumu siegten den unerfahrenen Kaiser Yingzong/Zhengtong gefangen nahmen. Im Jhdt. erneuerte sich der Druck der Mongolen Dayan - und Altan Khan so dass zum Schutz vor ihren die Chinesische Mauer auf den heutigen Stand ausgebaut wurde.

Erwähnenswert sind auch die Großen Expeditionen See unter dem islamischen Eunuchen Zheng He . Derartige Seereisen waren schon zur Song-Zeit üblich aber nun wurden sie offiziell Sie dienten hauptsächlich dazu der Welt anzuzeigen wieder Chinesen in China regierten. Der kommerzielle Nutzen spielte eine untergeordnete Rolle so man nach 1433 auf eine derartige Flottenpolitik verzichtete. Als die Portugiesen 1557 Macao übernahmen war von dieser Seemacht nichts übrig stattdessen beherrschten japanische Piraten die Küsten. Erst die Siege 1556 machten dem ein Ende.

Zu den bereits beschriebenen Verwaltungsproblemen gesellte im 15. Jhdt. die Herrschaft der Palasteunuchen und der Haremsdamen welche die Kontrolle über den 1426 "Privatrat" und bald auch über die Geheimpolizei Die Kaiser wurden vollständig isoliert im Spannungsfeld den Eunuchen (meist armer Herkunft aus Nordchina) den hohen Beamten (Südchinas Wohlstands- und Bildungselite) es ununterbrochen zu Intrigen und Willkür was den Staat innerlich besonders im Zeitraum 1615-1627.

Das Ende der Dynastie läuteten Angriffe Mandschu ein zu denen sich heftige Bauernaufstände Als die Ming-Armee 1583 Familienmitglieder des Mandschu-Fürsten Nurhaci († 1626) tötete wurde dieser ein Chinas. 1619 schlug er vier gleichzeitig gegen vorrückende Ming-Armeen. Analog dazu hatten wiederholte Mißernten eine Hungersnot ausgelöst. Es kam zu Bauernaufständen ab 1636 von zwei Männern organisiert wurden 1641 unter Li Zicheng (1606-45) den Sturz Dynastie zum Ziel hatten. 1644 zog Li in Peking ein der letzte Ming-Kaiser Chongzhen sich.

Li Zicheng machte allerdings einen häufig Fehler. Er "entführte" die Konkubine des Generals Sangui der die Ming-Armee an der Nordgrenze Wu Sangui schloß sich den Mandschu an deren Regent Prinz Dorgon im Namen des sechsjährigen Mandschu-Kaisers Fulin (Shun Zhi 1644-62) nach Peking vorrückte.

Einige Ming-Kaiser:

  • Hung-wu/ Zhu Yuanzhang 1368-1398
  • Huidi/Jianwen/Zhu Yunwen 1399-1402
  • Yong-le/ Zhu Di 1403-1424
  • Zhu Gaozhi 1425
  • Zhu Zhanji 1425-1435
  • Yingzong/Zhengtong Tianshun/Zhu Qizhen 1436-1449 und 1457-1464
  • Longqing/Zhu Zaihou 1567-1573
  • Wanli/Zhu Yijun 1573-1619
  • Chongzhen/Zhu Youjian 1628-1644

Literatur

  • Jacques Gernet: Die chinesische Welt . Frankfurt Suhrkamp 1997 (suhrkamp taschenbuch). ISBN 3-518-38005-2 .

Weblinks:

Vgl.: Chinesische Geschichte Zeittafel der chinesischen Geschichte .



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