Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 22. September 2019 

Mitochondrium


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Ein Mitochondrium (auch: " Mitochondrion " Plural: Mitochondrien ) ist ein von einer Doppel membran (Hülle) umschlossenes Organell das als "Kraftwerk" der eukaryontischen Zelle fungiert. Die Hauptfunktion des Mitochondriums ist im Rahmen der Zellatmung unter Sauerstoff -Verbrauch ATP die universelle Energiewährung der Zelle herzustellen. kommen verteilt im Cytosol der meisten Eukaryonten vor.

Besonders viele Mitochondrien finden sich in die viel Energie verbrauchen (z.B. Muskelzellen Nervenzellen Eizellen ). Bis vor kurzem nahm man an Mitochodrien über das Plasma der Eizelle nur von der Mutter vererbt werden Anlass zur Erforschung mütterlicher Verwandtschaftslinien gab; doch sich mittlerweile herausgestellt dass auch bei der Befruchtung durch das Spermium einige männliche Mitochondrien das Plasma der befruchteten Eizelle ( Zygote ) importiert werden.

Der Transport von Proteinen in die erfolgt über die äußere Membran durch den ( T ranslocase of o uter m itochondrial membrane) und über die innere Membran den TIM-Komplex ( T ranslocase of i nner m itochondrial membrane) und beinhaltet die Funktion von besonders Hsp70. Durch eine defekte Mitochondrien-Funktion (Mitochondriopathien) Krankheiten hervorgerufen werden. Mitochondrien vermehren sich durch Eine tierische Zelle die ihre Mitochondrien verliert nicht in der Lage diese zu regenerieren.

Aufbau der Mitochondrien

  • Die äußere Membran umschließt das gesamte Mitochondrium und enthält aus Proteinkomplexen welche den Austausch von Molekülen und Ionen zwischen dem Mitochondrium und dem Cytosol Große Moleküle können die Membran nicht passieren.
  • Die innere Membran besteht aus Cristae genannten Einstülpungen wodurch die Oberfläche an die chemischen Reaktionen stattfinden können erheblich vergrößert Sie umschließt die Matrix die interne Flüssigkeit des Mitochondriums. Die enthält große Proteinkomplexe welche für die eigentliche zuständig sind.
  • Der Intermembranraum zwischen den beiden Membranen enthält Enzyme die Nukleotide unter ATP-Verbrauch phosphorylieren können.


Abbildung 1 : Mitochondrion. 1. Innere Membran. 2. Äußere 3. Cristae. 4. Matrix.

Funktionen der Mitochondrien

  • Atmungskette : Dabei wird mit Hilfe von Elektronen -Transportvorgängen und durch Anreicherung von Wasserstoffionen ein Gradient aufgebaut der dazu dient an speziellen die in der inneren Mitochondrienmembran liegen ATP Die zur Herstellung des Gradienten benötigten Elektronen und Wasserstoffatome werden durch oxidativen Abbau aus den vom Organismus aufgenommenen Nährstoffen Glucose ) gewonnen. Zunächst läuft im Cytoplasma die Glykolyse ab diese mündet nach oxidativer Decarboxylierung Pyruvat in den Acetyl-CoA -Pool. Eine andere Quelle des Acetyl-CoA ist Fettsäureabbau so dass sich hier katabole Wege vereinigen. Aus Acetyl-CoA wird im Krebs-Zyklus (Citrat-Zyklus Tricarbonsäure-Zyklus) in der Mitochondrien- Matrix der überwiegende Teil der Reduktionsäquivalente (NADH H + FADH 2 Succinat) gewonnen die dann in der innerhalb der Atmungskette bzw. im Q-Zyklus in Zellenergie ( ATP ) umgewandelt werden.
  • Programmierter Zelltod ( Apoptose )
  • Wichtige Abbauwege : Citratzyklus β-Oxidation der Fettsäuren
  • Calcium-Speicher : Durch ihre Fähigkeit bei starkem Anstieg intrazellulären Calcium-Konzentration Calcium-Ionen aufzunehmen und später wieder greifen Mitochondrien in die Calcium- Homöostase der Zelle ein.

Herkunft der Mitochondrien

Nach der Endosymbiontenhypothese geht man davon aus dass sowohl Mitochondrien als auch die Chloroplasten aus einer Symbiose von aeroben Bakterien Eukaryonten hervorgegangen sind. Hinweise darauf sind der eigener genetischer Information ( mtDNA ) eine eigene Proteinsynthese (mit Ribosomen tRNA ...) und das Vorhandensein einer inneren die sich deutlich vom Bau der äußeren unterscheidet und die der Erzeugung von ATP aus ADP dient. Die Mitochondrien aller heutigen Arten jedoch so spezialisiert dass sie allein nicht sind.



Bücher zum Thema Mitochondrium

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Mitochondrium.html">Mitochondrium </a>