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Mitteldeutschland


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Mitteldeutschland ist ein in unterschiedlichem Sinne und unterschiedlicher Zielrichtung für die "Mitte" Deutschlands verwendeter

Inhaltsverzeichnis

Mitteldeutschland im allgemeinen Sprachgebrauch

Nach der Wiedervereinigung wurden Rundfunkhäuser in ehemaligen DDR geschaffen. Mecklenburg-Vorpommern wurde dabei Teil des des NDR Brandenburg erhielt einen eigenen Sender den ORB . Die übrigen drei "neuen Länder" schufen gemeinsamen Sender den sie Mitteldeutscher Rundfunk ( MDR ) nannten. Die Sender begannen in der aus diesem Umstand einen Kulturraum dieses Sendegebiets propagieren; diesen nannten sie im Grunde nach Sender Mitteldeutschland. In diesem weit hergeholten nur Sinne umfasst der Begriff Mitteldeutschland die Länder Sachsen Sachsen-Anhalt und Thüringen . Die Bevölkerung der gesamten DDR auch Region hatte sich schon vor der "Wende" einander angenähert hat (vgl. DDR-Sprache und "Die sprachliche Situation in Deutschland" ) während in Brandenburg Mark-Brandenburgische und Berlin-Brandenburgische Dialekte und in Mecklenburg-Vorpommern noch das Mecklenburgisch-Pommersche oder ostniederdeutsches Hochdeutsch dominieren. Der Umstand dass vor Generationen auch der Norden Sachsen-Anhalts noch zum ostniederdeutschen Sprachgebiet zählte ist fast völlig in geraten. Die Beamten Journalisten Lehrer und die der Massenmedien Sachsens Thüringens und Sachsen-Anhalts werden 1990 von ihren Vorgesetzten angewiesen den Ausdruck zu verwenden anstatt "Ostdeutschland" "Ex-DDR" Neue Bundesländer DDR" oder "DDR".

Mitteldeutschland im Sinne der Sprachforschung

In diesem Sinne bezeichnet Mitteldeutschland das in dem mitteldeutsche Dialekte gesprochen werden. Die Bezeichnung mitteldeutsch im 19. Jh. als man die Dialekte deutschsprachigen Raum untersuchte. Vorher unterschied man nur oberländischer bzw. oberdeutscher und niederländischer bzw. niederdeutscher Sprache. Bei den Dialektuntersuchungen stellte man fest dass die Hochdeutsche Lautverschiebung die den historisch auffälligsten Unterschied zwischen oberländischen und der niederländischen Sprache ausmacht in einem sehr breiten nur teilweise durchgeführt ist. Aufgrund dieser und anderer Merkmale begann man daher den Streifen Übergangsgebiet zwischen dem Oberdeutschen und dem Niederdeutschen begreifen. Das mitteldeutsche Gebiet stellt somit das der fränkischen sowie der nicht-niederdeutschen Kolonialdialekte dar. Auch hochdeutsche Schriftsprache gehört zu diesen Dialekten.

Mitteldeutschland als topographischer Begriff

Unter Mitteldeutschland wird das durch Erzgebirge Wald und Harz umgrenzte Gebiet verstanden. Das Mitteldeutschlands bildet die Leipziger Tieflandsbucht .

Mitteldeutschland in revisionistischer Verwendung

Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel nahezu ein Drittel des Gebietes Deutschen Reiches an Polen bzw. die Sowjetunion. Vertriebenenverbände und die Regierung der Bundesrepublik Deutschland (einschl. großer Teile der Bevölkerung) erkannten Grenzverschiebung zunächst nicht an. So wurde die Ostdeutschland für diese Gebiete weiter propagiert. Gleichzeitig der Rest des ehemaligen Reichsgebietes nach 1949 zwei Staatswesen verteilt. Da man die Bezeichnung Ostdeutschland weiterhin für östlich der DDR gelegene verwenden wollte und die offizielle Staatsbezeichnung DDR des östlicheren Staates im Westen aus der des Alleinvertretungsanspruchs ( Hallstein-Doktrin ) und der Ein-Staaten-Theorie vermieden werden sollte man die Bezeichnung Mitteldeutschland für das gesamte der DDR .

Weiterführende Informationen

Siehe auch: Ostdeutschland Westdeutschland Norddeutschland Süddeutschland

Weblinks



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