Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 23. August 2019 

Molybdän


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Molybdän ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Mo und der Ordnungszahl 42.
Eigenschaften
  V   Cr   Mn
  Nb   Mo  Tc
  Ta    W   Re
Allgemein
Name Symbol Ordnungszahl Molybdän Mo 42
Serie Übergangsmetalle
Gruppe Periode Block 6 (VIB) 5 d
Dichte Mohshärte 10280 kg/m 3 5.5
Aussehen grau metallisch
Atomar
Atomgewicht 95.94 amu
Atomradius 145 pm
Kovalenter Radius 145 pm
van der Waals-Radius k.A. pm
Elektronenkonfiguration [ Kr ]4d 5 5 s 1
e - 's pro Energieniveau 2 8 18 13 1
Oxidationszustände ( Oxid ) 2 3 4 5 6 (stark sauer )
Kristallstruktur kubisch raumzentriert
Physikalisch
Aggregatzustand ( Magnetismus ) fest ( __ )
Schmelzpunkt 2896 K (2623° C )
Siedepunkt 4912 K (4639°C)
Molares Volumen 9.38 × 10 -3 m 3 /mol
Verdampfungswärme 598 kJ/mol
Schmelzwärme 32 kJ/mol
Dampfdruck 3.47 Pa bei 3000 K
Schallgeschwindigkeit __ m/s bei __ K
Verschiedenes
Elektronegativität 2.16 ( Pauling-Skala )
Spezifische Wärmekapazität 250 J/(kg*K)
Elektrische Leitfähigkeit 18.7 10 6 /m Ohm
Wärmeleitfähigkeit 138 W/(m*K)
1. Ionisierungsenergie 684.3 kJ/mol
2. Ionisierungsenergie 1560 kJ/mol
3. Ionisierungsenergie 2618 kJ/mol
4. Ionisierungsenergie 4480 kJ/mol
Stabilste Isotope
Isotop NH t 1/2 ZM ZE M eV ZP
93 Mo {syn.} 4000 y ε 0.405 93 Nb
99 Mo {syn.} 65.94 h β 1.357 99 Tc
100 Mo {syn.} 1E 19 y β 3.034 100 Ru
92 Mo 14.84% Mo ist stabil mit 50 Neutronen
94 Mo 9.25% Mo ist stabil mit 52 Neutronen
95 Mo 15.92% Mo ist stabil mit 53 Neutronen
96 Mo 16.68% Mo ist stabil mit 54 Neutronen
97 Mo 9.55% Mo ist stabil mit 55 Neutronen
98 Mo 24.13% Mo ist stabil mit 56 Neutronen
NMR-Eigenschaften
95 Mo 97 Mo
Kernspin 5/2 -5/2
gamma / rad / T 1.743e7 1.78e7
Empfindlichkeit 0.00323 0.00343
Larmorfrequenz bei B="4".7 T 13 M Hz 13.3 M Hz
SI -Einheiten und Standardbedingungen werden benutzt
sofern nicht anders angegeben.

Inhaltsverzeichnis

Bemerkenswerte Eigenschaften

Molybdän ist ein Übergangsmetall der 5. Das hochfeste zähe und harte Metall besitzt silbrig weissen Glanz. Von allen Elementen der Periode besitzt es den höchsten Schmelzpunkt . Von reduzierenden Säuren (auch Flußsäure) wird ebenso wie der größere Bruder Wolfram nicht angegriffen. Dehalb wird Molybdän in Mengen zur Herstellung von säurebeständigen Edelstählen und Nickelwerkstoffen eingesetzt. Oxidierende Säuren wie konzentrierte Schwefelsäure Salpetersäure oder Königswasser führen zu hohen Abtragsraten. Ebenso unbeständig Molybdän in oxidierenden Akalischmelzen.

In kleinen Zusätzen dient es zur von Stahl .

Molybdän ist ein sehr wichtiges Spurenelement vor allem für Leguminosen . Es wurde in mehreren Enzymen einschließlich xanthine oxidase=? gefunden. (Stikstofffixierung?)

Anwendungen

Mehr als 2/3 des hergestellten Molybdäns zur Erzeugung von Metalllegierungen verbraucht. Wolframverknappung im Weltkrieg führte zu vermehrtem Einsatz von Molybdän Herstellung von hochfesten Werkstoffen. Bis heute ist ein Legierungselement zur Steigerung von Festigkeit Korrosions - und Hitzebeständigkeit. Molybdänhaltige Hochleistungswerkstoffe wie Hastelloy ® Incoloy ® oder Nicrofer ® haben viele technische Verfahren erst möglich ökonomisch sinnvoll gemacht.

Molybdän wird zur Herstellung von Flugzeug- Raketenteilen (Hitzeschild) verwandt. In der Ölverarbeitng wird als Katalysator zur Schwefelentfernung eingesetzt.

Molydändisulfid ist aufgrund seiner Schichtstruktur ein Schmiermittel auch bei erhöhten Temperaturen. Es kann Feststoff wie Graphit aber auch suspendiert in herkömmlichen Schmierölen verwandt werden. Auch elektronischen Bauteilen ist Molybdän zu finden. In (Dünnschichttransistoren) dient es als leitende Metallschicht.

Molybdate werden zur Imprägnierung von Stoffen um diese schwer entflammbar zu machen.

Geschichte

Molybdän von griech. molybdos für Blei in Lagerstätten in der Regel als Molybdänglanz vorkommt wurde lange Zeit mit Bleiglanz oder Graphit verwechselt. 1778 gelang es Carl Wilhelm aus Molybdänglanz durch Behandlung mit Salpetersäure das Molybdäntrioxid MO 3 (Wasserbleierde) herzustellen. 1782 reduzierte P.J Hjelm das mit Kohle zum elementaren Molybdän. Wegen seiner Bearbeitbarkeit fand Molybdän lange Zeit keine Beachtung. des 19. Jahrhunderts bemerkten Mitarbeiter der französischen Schneider und Co bei der Herstellung von die nützlichen Eigenschaften von Molybdän als Legierungselement.

Quellen

Molybdän kommt natürich meistens als Molybdänit MoS 2 ) mit einer Konzentration von ca. 0 vor. Daneben gibt es noch Wulfenit (Gelbbleierz 4 ) und Powellit (Ca Mo W)O 4 . Zur Verhüttung gelangt überwiegend das durch den Kupferbergbau Koppelprodukt Molybdänit.

Physiologie

Molydän ist für Pflanzen essentiell. Durch kann ein Boden unfruchtbar sein. In Pflanzen Tieren beträgt die Molybdänkonzentration einige ppm. Einige sind in der Lage mit molybdänhaltigen Enzymen zu binden (Leguminosen?).

Lebewesen nutzen Molybdän zur Purinzersetzung und Einige Tierarten weisen durch dietary? Molydängaben ein Wachstum auf.

Vorsichtsmaßnahmen

Molydänstaub und -verbindungen wie Molybdäntrioxid und Molybdate weisen eine leichte Toxizität auf wenn inhaliert oder oral eingenommen werden.

Tests lassen vermuten das Molybdän im zu vielen anderen Schwermetallen realtiv wenig toxisch Akute Vergiftungen sind wegen der dazu notwendigen unwahrscheinlich. Im Bereich des Molybdänbergbaus und -herstellung höhere Molybdänexpositionen vorkommen. Bisher sind aber keine bekannt geworden.

Weblinks



Bücher zum Thema Molybdän

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Molybd%E4n.html">Molybdän </a>