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Musik Griechenlands


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Inhaltsverzeichnis

Griechische Musik der Antike

Von der Musik der alten Griechen haben wir in der Hauptsache nur den Schriften der Theoretiker Kunde die uns ziemlich großer Anzahl erhalten sind. Dass die Kunst im Altertum gleich den übrigen Künsten höchsten Ansehen stand und die Musiker nicht wie im Mittelalter zu den Vagabunden und rechtlosem Gesindel ist bekannt.

Bei den großen Festspielen der Griechen Olympischen Pythischen Nemeischen und Isthmischen) spielten die (poetischen und musikalischen) Wettkämpfe eine hervorragende Rolle. die Pythischen Spiele waren ursprünglich nur musikalische Ehren des Apollon zu Delphi der Sieger wurde mit einem Lorbeerkranz zu welchem die Zweige im feierlichen Aufzug dem Taltempel geholt wurden.

Die ältere Geschichte der griechischen Musik so mit Sagen und Märchen durchsetzt dass historische Kern nur sehr schwer kenntlich ist; Erfindung der musikalischen Instrumente wie der Musik wird den Göttern zugeschrieben ( Apollon Hermes Athene Pan ). Amphion Orpheus welche Steine belebten und Tier bezwangen der wegen seines schönen Gesanges und Marsyas der wegen seines trefflichen Flötenspiels von Apollon aus Eifersucht getötet wurde sind mythische (vgl. Geschichte der Musik ).

Das System: Griechische Theorie der Musik

Die griechische Theorie der Musik ist eine sehr entwickelte und hat Theoretikern des Abendlandes viel Geistesarbeit erspart; das Wesentlichste derselben wir in kurzen Worten darzustellen suchen.

Während unser ganzes modernes Musiksystem in Auffassung im Dursinn im Sinn der Durtonleiter des Durakkords wurzelt war den Griechen gerade umgekehrte Auffassungsweise die natürlichere. Den Kernpunkt ihres bildete eine Tonleiter welche durchaus das Gegenteil Durtonleiter ist; die Griechen dachten sich dieselbe oben nach unten gehend wie wir gewohnt uns die Durtonleiter nach oben gehend vorzustellen.

Die Auffassung dokumentiert sich in beiden durch die Ordnung der Tonbuchstaben. Abgesehen natürlich der nicht genau nachweisbaren absoluten Tonhöhe entsprach mittlere Oktave unserem e'–e:

  
was wie die Bogen für die verraten das Gegenteil unsrer Durtonleiter (C'–c) ist:

Jene Skala hieß die dorische. Die im Sinn von Akkorden (Klängen Dreiklängen siehe war den Griechen fremd da sie Mehrstimmigkeit kannten. Deshalb sind alle ihre Theoreme nur das Melodische bezüglich. Sie fassten diese Skala wenn sie dieselbe näher zergliederten auf als zwei gleichen Tetrachorden (Stücken von je vier zusammengesetzt. Ein solches Tetrachord das in absteigender aus zwei Ganztonschritten und einem Halbtonschritt bestand ein dorisches.

Das so genannte vollständige System erstreckte durch zwei Oktaven d. h. es trat obige Skala noch ein gleiches Tetrachord in Höhe und Tiese an aber derart dass Schlusston des einen zugleich den Anfangston des bildete (verbundene Tetrachorde) und in der Tiefe noch ein Ton hinzugenommen (Proslambanomenos) der die des mittelsten und die Doppelunteroktave des höchsten des ganzen Systems war; die Tetrachorde erhielten Namen:

Die beiden mittlern Tetrachorde waren also indessen benutzte man für Modulationen nach der der Unterquinte (die den Griechen ebenso das war wie uns die nach der Tonart Oberquinte) den Halbton über dem höchsten Ton Tetrachords der Mittlern und unterschied daher ein Tetrachord der Verbundenen (Synemmenon) im Gegensatz zu der Getrennten bestehend aus den Tönen a c' d'.

Besondere Wichtigkeit legen die Theoretiker dem Ton des Tetrachords der Mittlern bei welcher der Mittlere hieß (Mese) und Tonikabedeutung hatte.

Die vollständigen Namen der sämtlichen Stufen

Dieses System liegt den theoretischen Betrachtungen nur der Griechen sondern auch der mittelalterlichen Musikgelehrten zu Grunde. In seiner voll- ständigen wie hier hieß das System das vollkommene telelon) oder das veränderliche d. h. modulationsfähige metabolon) sofern die Benutzung der Synemmenon eine nach der Unterdominante bedeutete; ohne die Synemmenon es unveränderlich (Systema ametabolon).

Oktavengattungen (Tonarten)

Da die Griechen Harmonie in unserem Sinn nicht kannten so sind ihre Begriffe Tonart Tongeschlecht etc. rein melodischer Bedeutung und so genannten Tonarten sind daher eigentlich nichts als verschiedene Oktavenausschnitte (Oktavengattungen) aus derselben Tonleiter der oben gegebenen von zwei Oktaven.

Das Tetrachord synemmenon kommt dabei nicht Betracht. Als Mittelpunkt des Systems erwies sich dorische Oktavengattung e'–e; die Oktave von d'–d dagegen die phrygische c'–c lydisch h–H mixolydisch.

Diese vier waren in ähnlicher Weise vier Haupttonarten der Griechen wie die vier (aber nicht gleichbedeutenden) Kirchentöne die vier authentischen

Die zu ihnen gehörigen durch den "hypo-" unterschiedenen Seitentonarten sind so vor-zustellen dass Lage der Quinte und Quarte aus denen die Oktave zusammensetzt vertauscht ist: e'..a..e ist wird die Quinte e' a eine Oktave versetzt oder die Quarte a e eine höher so ist die neue Oktavengattung die

Bei den Kirchentönen ist die Grundanschauung entgegengesetzte z. B. dorisch (d–d') ist aus Quinte d a und Quarte a d' wird die Lage der beiden Stücke vertauscht ist A..d..a hypodorisch. Während also die griechischen eine Quinte unter den Haupttönen liegen liegen plagalen Kirchentöne nur eine Quarteunter den authentischen. Kirchentöne sind eben aufsteigend gedacht und es schon harmonische Begriffe hinein.

Die sieben Oktavengattungen der Griechen sind:

Dass die Griechen durchaus nicht so das später bei den Kirchentönen der Fall dem phrygischen etc. eine ähnliche grundlegende Bedeutung wie dem dorischen d. h. dass sie d oder g als Hauptton des phrygischen (sozusagen als Tonika oder Dominante) sondern dass vielmehr wirklich alle Oktavengattungen als verschiedene Ausschnitte einer dorischen Skala betrachteten geht zur Evidenz der Unterscheidung der Thesis ( Stellung ) und Dynamis ( Bedeutung ) hervor. d' ist der Stellung nach kata thesin ) in der phrygischen Tonart Nete g und d Hypate; der Bedeutung Wirkung nach kata dynamin ) aber ist d' Paranete g Lichanos d Parhypate d. h. die Dynamis ist die der dorischen Tonart. Wenn daher Aristoteles Mese eine besondere Bedeutung beimisst so meint stets die dorische Mese .

Transpositionsskalen

Transpositionsskalen sind die eigentlichen Tonarten in heutigen Sinne.

Benutzt man für die Oktavengattung d'–d Tetrachord synemmenon statt diezeugmenon also b statt h so ist nicht mehr die phrygische sondern die hypodorische das Eigentümliche der verschiedenen Oktavengattungen ist die Stellung der Halbtonschritte.

Da nun aber die hypodorische Oktavengattung von der dorischen Mese bis zum Proslambanomenos erstreckend anzusehen ist so gehört d'–d mit in ein transponiertes System dessen Proslambanomenos nicht sondern d ist.

In der Tat war die griechische nicht wie der Gregorianische Gesang an die Skala A–a' ohne Vorzeichen gebunden sondern benutzte chromatische Zwischenstufen und auch eine Anzahl höherer tieferer Töne. Entsprechend unsern Dur- und Molltonarten 12 oder mehr verschiedenen Stufen hatten die ihre Transpositionen des oben erklärten Systems und in späterer Zeit 15 von denen die die gleichen Namen hatten wie die sieben

Wie aus der unten gegebenen Tabelle griechischen Notenzeichen hervorgeht ist die Grundskala der die hypolydische: f' e' d' c' h g f; das System A–a' ohne Vorzeichen daher das hypolydische; die transponierte sind benannt nach der Oktavengattung welche der Ausschnitt f'–f z. B. f' e' d' c' b g f ist eine lydische Oktave das d–d' mit einem b heißt daher das

Also die Oktave f'-f gehört

Die (zweifellos jüngern) Kreuztonarten bringen dagegen neue Namen; es gehört fis'-fis


Das System dis dis´´ mit 6 #; enharmonisch identisch mit es es´´ mit 6 b; werden hyperdorisch genannt; hier schließt sich der

Griechische Notenschrift (Semantik)

Die Griechen besaßen zweierlei Arten der eine ältere von Haus aus diatonische welche als Instrumentalnotation sich noch hielt als die gleich enharmonisch-chromatisch angelegte Notierung sür den Gesang wurde. Die Notenzeichen sind teils intakte teils und verdrehte Buchstaben des griechischen Alphabets:

Ausführlicheres darüber siehe in den Spezialschriften Fortlage Bellermann Riemann ("Studien zur Geschichte der Leipzig 1878 ) etc.

Leider sind nur dürftige Reste altgriechischer auf uns gekommen so dass die Kenntnis Bedeutung der Noten bisher wenig praktischen Wert

Die Tongeschlechter

Die Tongeschlechter der Griechen waren nicht Unterscheidungen wie die unsrigen (Dur und Moll) melodische. Die Griechen zerlegten wie bereits erwähnt Skalen in Tetrachorde; das normale Tetrachord war dorische aus zwei Ganztonschritten und einem Halbtonschritt z. B.: e' d' c'h. Dieses diatonische war das älteste.

Neben ihm kam noch im grauen (nach der Sage eine Ersindung des Ulympos) (ältere) enharmonische Tongeschlecht auf bei welchem die mittlern Töne des Tetrachords durch Herabstimmung des auf gleiche Tonhöhe gebracht wurden so dass die Lichanos resp. die Paranete fortfiel z. B.: e' c' c'

  
Als drittes Geschlecht kam das chromatische welches die Lichanos oder Paranete nicht ausließ sondern um einen Halbton so dass zwei Halbtonschritte einander direkt folgten: d' c'h.

Endlich teilte die (neuere) Enharmonik den des diatonischen Tetrachords oder vielleicht richtiger sie neben dem diatonischen den chromatischen Halbton ein: (h'/ c' h)

Im Hinblick auf die verschiedenen Tongeschlechter die Paranete Trile resp. Lichanos und Parhypate veränderten unterschieden die Griechen diese Töne veränderliche während die Grenztöne des Tetrachords (Nete Hypate resp. Mese Paramese und Proslambanomenos) unveränderliche

Außer diesen drei Tongeschlechtern stellten die noch eine große Anzahl anderer Tetrachordenteilungen auf Färbungen (Chroal) genannt wurden und in der keine Darstellung fanden. Dieselben sind zum Teil Art und es ist nichts andres als Zufälligkeit dass sich darunter auch die unseren Bestimmungen genau entsprechenden mit 15 : 16 den Halbton und 4 : 5 für große Terz befinden (bei Didymos und Ptolemäos).

Bekanntlich beziehen sich Fogliano und Zarlino diese Verhältnisse zuerst endgültig ausstellten aus Ptolemäos.

Die praktische Musikausübung

Die praktische Musikübung der Griechen war bloßer Gesang oder Gesang mit Begleitung von Saiteninstrumenten ( Kitharodie ) oder Blasinstrumenten ( Aulodie ) oder bloßes Saitenspiel ( Kitharistik ) oder Flötenspiel ( Auletik ).

Die wichtigsten und für die Kunstmusik allein in Frage kommenden Instrumente waren die Lyra Kithara und der Aulos . Die Lyra hatte einen gewölbten die einen flachen Resonanzkasten; die Saitenzahl beider war Zeit 7 später stieg sie erheblich. Die war ein größeres Saiteninstrument mit 20 Saiten welchem in Oktaven gespielt wurde.

Sämtliche Saiteninstrumente der Griechen auch die vielsaitigen Barbitos und Pektis wurden mit den gezupft erst in späterer Zeit kam das Plektron auf.

Der Aulos war eine Art Schnabelflöte die in verschiedenen Größen gebaut wurde; Syrinx ( Panflöte ) war ein untergeordnetes Instrument. Die Weisen die Komponisten erfanden erhielten bestimmte Namen ähnlich bei den Meistersängern; der allgemeine Name war (Gesetz Satz).

Berühmt war z. B. der pythische Nomos des Flötenspielers Sakadas (585 v. Chr.) es zuerst durchsetzte dass bei den Pythischen Spielen neben der Kithara auch der Aulos wurde.

Um die Kilharodik machte sich besonders noch 50 Jahre ältere Terpandros verdient welcher als der Begründer eigentlicher musikalischer Kunstformen bei Griechen angesehen wird.

Weiter sind als hervorragende Förderer der Komposition zu nennen:

  • Klonas der vor Sakadas und nach blühte der Erfinder wichtiger Formen der Aulodie;
  • der viel ältere Archilochos (um 700) statt der vorher allein üblichen daktylischen Hexameter volkstümlichere lyrische Rhythmen einbürgerte (Jamben);
  • weiter der Lyriker Alkaios
  • die Dichterin Sappho etc.

Plutarch datiert in seiner dialogisch abgefassten Musikgeschichte Periode der neuern Musik von Thaletas (670) Begründer der spartanischen Chortänze (Gymnopädien) und Sakadas; diese Zeit soll die neuere Enharmonik eingeführt sein.

Zur größten Entfaltung ihrer Mittel gelangte griechische Musik in der Tragödie welche in ähnlichem Sinn wie das musikalische Drama eine Vereinigung von Dichtkunst Musik und Schauspielkunst ( Mimik Hypokritik) war; die Chöre wurden durchaus und auch viele Monologe waren komponiert. Leider ist noch keine aufgefunden worden so dass wir keine konkrete von einer solchen haben.

Musikschriftsteller

Eine große Zahl musiktheoretischer Traktate griechischer ist auf uns gekommen. Der älteste und einer der interessantesten ist das 19. Kapitel "Probleme" des Aristoteles (gest. 322 v.Chr.) ferner 5. Kapitel des 8. Buches. seiner "Republik".

Von größter Wichtigkeil sind die noch Schriften des Aristoxenos einem Schüler des Aristoteles über Harmonik und Rhythmik ; leider sind viele Werke dieses bedeutendsten griechischen Theoretiker verloren gegangen. Ein Auszug aus Schriften ist unter dem Namen Euklids erhalten während eine Intervallenlehre (Saitenteilung) wohl von dem Mathematiker Euklid (3. Jahrhundert) herrührt. interessante Schrift Plutarchs über die Musik gehört 1. Jahrhundert n. Chr..

Ins 2. Jahrhundert gehören die Schriften Pythagoreers Klaudios Ptolemäos Aristeides Quintilianus Gaudentios Bakchios von Smyrna und des Nikomachos.

Ins 3. Jahrhundert gehört der Kommentar Porphyrios zum Ptolemäos sowie die Skalentabellen des Auch das 14. Buch des Athenaios und 26. Kapitel des Iamblichos enthalten musikalische Notizen. "Syntagma" des Psellos gehört ins 11. die des Bryennios sowie des Nikephoros Gregoras Ergänzungskapitel Ptolemäos nebst dem Kommentar von Barlaam ins Jahrhundert.

Eine klassische lateinische Überarbeitung der griechischen ist das Werk des Boëthius (gest. 524): "De musica".

Volksmusik (Dhimotiká)

Traditioneller Dhimotiká wird von Klarinetten Gitarren und Geigen begleitet und schließt Tanzmusikformen wie Kalamatianó Tsámiko und Hasaposérviko sowie Vokalmusik wie ein.

Viele der frühesten Aufnahmen wurden von Arvanites Yiorgia Mittaki und Yiorgios Papasidheris gemacht. den Instrumentalisten gehören Klarinettenvirtuosen wie Yiorgos Yevyelis Vassilis und Yiannis Vassilopoulos sowie Fiedelspieler Nikos Saragoudas Yiorgos Koros.

Volkstanz

Volkslied

Populäre Musik

Rembétika war Griechenlands erste populäre Musik entstand in den städtischen Gebieten von Griechenland. Formen populärer Musik schließen Laïkó und Éntekhno

Rembétika

Siehe Rembetiko .

Laïkó

Laïkó war die populäre Musik der 1950er und 1960er Jahre in kritisiert wurde die apolitische Grundhaltung und die Ursprünge. Zu den Vertretern des Laïkó gehören Angelopoulosund Stelios Kazantzidhis.

Éntekhno

Éntekhno entwickelte sich aus der Verwestlichung Rembétika in den späten 1950er Jahren. Éntekhno eine Orchestermusik mit traditionellen rhythmischen und melodischen Elementen. frühesten Vertreter sind Mikis Theodorakis und Manos Hatzidakis.

Aktuelle Entwicklungen

Sänger traditioneller Musik erschienen in den Jahren mit Dhionysis Savvopoulos; viele dieser Musiker Néo kýma eine Mischung von Éntekhno und Chansons . Savvopoulos vermengte Einflüsse US-amerikanischer Musiker wie Bob Dylan und Frank Zappa mit makedonischer Volksmusik und politischen Liedtexten. ähnlichen Musikstil bieten Künstler wie Arletta Mariza und Kostas Hatzis.

  
Zu Savvopoulos' Schülern gehört Nikos Xydhakis den Laïkó durch die Benutzung orientalischer Instrumente Sein erfolgreichstes Album war Konda sti Dhoxa Stigmi ( 1987 mit mit Eleftheria Arvanitaki).

Heutige E-Musik

Bis in das 19. Jahrhundert wurde die griechische E-Musik in Westeuropa kaum beachtet. Heute orientieren sich die griechischen Komponisten am internationalen Musikgeschehen teilweise jedoch Einbeziehung traditioneller Melodien und Instrumente.

Vertreter der neueren griechischen Musik sind


Quelle



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