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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 14. Oktober 2019 

Nachkommenliste


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Eine Nachkommenliste ist die Darstellung der Nachkommen eines Probanden als fortlaufender Text der der Darstellung als Nachfahrentafel erhebliche Raum- und bedeutet.

Während die Zahl der Vorfahren eines in jeder Generation feststeht ist die genaue Zahl der unbekannt bzw. unsicher. Es ist damit zu daß bei vertiefter Forschung weitere Personen aufgefunden die dann nachträglich in die Genealogie eingefügt werden müssen. Auch die Reihefolge von Geschwisterschaften wird unklar wenn die Geburtsrangfolge Ordnungsprinzip aber dennoch nicht bekannt ist.

Aus diesen Gründen läßt sich für Nachkommenliste ebenso für Stammliste und Stammtafel keine derart ideale Bezifferung finden wie die Kekule -Zahlen für die Ahnenliste ist. Die praktische Zweckmäßigkeit der Bezifferung hängt davon ab wie viele Generationen Liste bzw. Tafel umfaßt und wie umfangreich Gesamtmaterial ist bzw. wie oft dieselben Nachkommen und in verschiedenen Generationen vorkommen. Nachkommenlisten vor die das 19. Jahrhundert überspannenden haben die mit einem Faktor weit größer als 2 einer jeden Generation geradezu zu explodieren. Modernen der Datenverarbeitung wird ein einfaches Verfahren gerecht jedem bekannten Nachfahren eine fortlaufende Zahl (z.B. zuordnet und jede Person dann durch ihre Zahl und die ihres Vaters oder ihrer (z.B. 110) in aufsteigender Linie eindeutig kennzeichnet Beispiel also 362-110). Neu aufgefundene Nachkommen erhalten einfach eine weitere Zahl unabhängig von ihrer in der Nachkommenfolge. Übersichtlicher wird dieses System für jede Generation ein Zahlenbereich reserviert wird theoretisch nicht überschritten werden kann. Üblich ist die Hinzufügung einer römischen Zahl für die Nachkommengeneration.

Die Darstellung der jeweiligen Personaldaten usw. in Nachkommenlisten erfolgt analog derjenigen Ahnenlisten. Die Nachfahrung hat aber ihre eigenen methodischen Probleme . Wird von einem vor vielen Generationen vielleicht berühmten Probanden (es gibt z.B. Nachkommenlisten Martin Luther und Adam Ries) ausgegangen so ist zur Gegenwart mit einer Tausende von Personen Nachkommenschaft zu rechnen deren vollständige Ermittlung praktisch sein kann. Man sollte dann vielleicht nach bis sechs Nachkommengenerationen aufhören bzw. sich selbst sinnvolle Beschränkungen setzen. Derartige Listen die gut und so gut wie vollständig sind sind als ein großes Material von zweifelhafter Vollständigkeit.

Rückt man immer näher zur Gegenwart Quellen wie Adreßbuch Telefonbuch Todesanzeige usw. und Methoden - wie Fragebogen - eine Rolle die für die Ahnenforschung nur selten herangezogen werden. Der Familiengeschichtsforscher hier auch mit Fragen des Datenschutzes konfrontiert. Praktische Bedeutung hat diese Forschung Erben für Personen gesucht werden die ohne leibliche Nachkommen gestorben sind.

Theoretisch wären vollständige Nachkommenlisten eine ideale Quelle für wissenschaftliche Auswertungen z.B. zur Bevölkerungsgeschichte und zur sozialen Mobilität. Praktisch wird der Aussagewert derartiger Arbeiten leider durch den Ahnenlisten noch größeren Arbeitsaufwand eingeschränkt sowie auch daß die Vollständigkeit von Nachfahrendaten schwer erreichbar beweisbar ist und damit durch Probleme der Repräsentativität.




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