Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 15. Oktober 2019 

Naqschbandi


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Die Naqschbandi - Tariqa ist eine der zahlreichen Tariqas ( Sufi -Orden) des Islam ; ihr Gründer ist Bahauddin Naqschband ( 1318 1388 ) aus Buchara (heute in Usbekistan ). Von ihm leitet der Orden seine Kette“ über Amir Kulal (gestorben 1379 ) Abdul Khaliq Ghujduwani (gestorben 1120 ) Yusuf Hamadhani (gestorben 1140 ) und einen der vier „rechtgeleiten“ Kalifen Abu Bakr (gestorben 634 ) bis zum Religionsstifter Muhammad (gestorben 632 ) ab.

Als Bahauddin Naqschband nach seinem Studium Samarkand in die Stadt Nasaf geht begegnet Amir Kulal und wird dessen Schüler. Laut Aussage ist aber der Sufi- Sheikh der ihn am meisten beeinflußt nicht Kulal sondern der lange verstorbene Abdul Khaliq der Bahauddin in Visionen erscheint.

Ghujduwanis Lehre ist bekannt unter dem tariq-i khwajagan ( Der Weg der Lehrer ) in denen er die folgenden acht aufstellt die Bahauddin später als Bestandteil der übernimmt:

  1. hush dar dam : Aufmerksamkeit beim Atmen
  2. nazar bar qadam : seine Schritte überwachen
  3. safar dar watan : innere mystische Reise
  4. khalwat dar anjuman : Einsamkeit in der Menge
  5. yad kard : Sammlung Gedenken
  6. baz gard : seine Gedanken kontrollieren
  7. nigah dasht : seine Gedanken überwachen
  8. yad dasht : Konzentration auf Gott

Nach dem Tod von Amir Kulal Bahauddin Naqschband zu seinem Nachfolger. Die damaligen Derwische bilden den Kern der Gruppe die zur Naqschbandi-Tariqa wird.

Nach Anatolien wird die Tariqa durch Molla Ilahi 1409 ) gebracht wo sie noch in der Türkei trotz des im Jahr 1925 erlassenen Verbots durch dessen Staatsgründer Atatürk Derwisch-Zentren zu unterhalten Anhänger hat.

Auch wenn die Naqschbandi-Tariqa eher nüchtern orthodox ist und somit künstlerische Tätigkeiten (vor allem Musik und Sema den „Tanz“ der Derwische; siehe auch Mevlevi ) ablehnt so gehören trotzdem die führenden am Herater Hof zu diesem Orden. Bekannte Naqschbandi-Derwische beispielsweise die Poeten Dschami († 1492 ) und Mir Dard († 1785 ).

Ein markanter Bestandteil der Naqschbandi-Tariqa ist schweigende Dhikr (Gedenken an Gott). Dieses ist dem lauten Dhikr entgegengesetzt wie es bei den anderen praktiziert wird und durch seine verschiedenartigen Gesänge instrumentelle Begleitung auf viele Menschen attraktiv wirkt. schweigende Dhikr geht zurück auf eine Begebenheit des Muhammad als dieser auf der Flucht vor mekkanischen Verfolgern in einer Höhle Zuflucht sucht. sich nicht durch laute Stimmen zu verraten der Prophet seinen einzigen Begleiter Abu Bakr die Praktik des stillen Dhikr ein.

Eine weitere wichtige Eigenheit der Naqschbandi-Tariqa Suhbat (türk. Sohbet ]]. Dies ist eine intime Unterhaltung zwischen Sheikh und seinem Derwisch die auf höchster Ebene geführt wird. Die Naqschbandis sind selber überzeugt daß ihr Weg mit der exakten der religiösen Pflichten sie zur „Vollkommenheit des führen würde.

Schon sehr früh mischen sich Mitglieder Ordens in die zentralasiatische Politik ein und als im 15. Jahrhundert Ubaidullah Ahrar († 1490 ) die Leitung übernimmt wird Zentralasien sozusagen der Tariqa beherrscht. Er pflegt starke Beziehungen dem Timuriden - Fürsten Abu Said und zu den shaibanitischen Usbeken was für die politische Entwicklung in Mitte des 15. Jahrhunderts entscheidend ist. Sogar Reich der Mongolen gibt es Mitglieder des Ordens weil Yunus Khan Moghul ein Naqschbandi-Derwisch ist.

Kurz or 1600 gewinnt der Orden auch eine feste in Indien . Neben dem schon erwähnten Dichter Mir ist eine weitere Persönlichkeit aus der Stadt der bekannte Shah Waliullah († 1762 ) der zusätzlich der Qadiri-Tariqa angehört. Dieser den Koran das heilige Buch der Muslime ins Persische damit auch eine große Zahl nicht Muslime dieses Buch verstehen und seinen Geboten kann.




Bücher zum Thema Naqschbandi

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Naqschbandi.html">Naqschbandi </a>