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Rhinogradentia


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Die Rhinogradentia oder Nasenschreitlinge sind ein beliebter wissenschaftlicher Witz .

Der Legende nach handelt es sich eine vermutlich ausgestorbene Ordnung der Säugetiere . Die Kenntnis der Systematik Anatomie und Ökologie dieser Tiere gehört demnach zum Pflichtprogramm jeden Zoologen .

Die Rhinogradentia unterlagen auf dem abgelegenen pazifischen Heieiei-Archipel einer evolutionären Radiation die am ehesten mit den auf Galapagos oder der Entwicklung der Beuteltiere in Australien verglichen werden kann.

Charakteristisches Merkmal der Ordnung und wichtigste Autapomorphie ist die vielfältige Ausgestaltung der Nase Fortbewegungsorgan sowie für andere Zwecke. Sie ist Musterbeispiel für Homologie in der Anatomie von besonderem didaktischen

Als ursprünglichste Art wird Archirrhinos haeckelii angesehen das als lebendes Fossil nach Ernst Haeckel benannt wurde.

Rhinogradentier haben sowohl den Erdboden durch maulwurfsartige Tiere als auch den Luftraum durch Otopteryx volitans erobert. Letztere Art hat wie der Name bereits andeutet die Ohren zu Flügeln Als Endosymbiont möglicherweise auch als Parasit gilt die Gattung Remanonasus die im Original jedoch als darmloser des Mesopsammons beschrieben ist. Zwischen Columnifax lactans und Hopsorhinus mercator gibt es eine ausgeprägte Symbiose . Das größte Landraubtier des Archipels zugleich größte Rhinogradentier gehört zur Gattung Tyrannonasus und zeigt ein typisches Raubtiergebiss .

Stümpke beschreibt Tyrannonasus in Anlehnung an Bernhard Grzimek so:

"Tyrannonasus imperator ist aus zwei Gründen besonders Das Tier ist wie alle polyrrhinen Arten besonders schnell zu Nase immerhin aber ein Schreiter als die Nasobemoiden. Da nun alle Arten infolge ihres intranasalen pneumatischen Apparates während Gehens ein pfeifendes Fauchen vernehmen lassen das zu hören ist kann sich Tyrannonasus imperator an seine Opfer anschleichen sondern muß ihnen da sie schon von weitem fliehen - still auflauern und dann nachschreiten. Bei diesem und Verfolgevorgang der auf den Beobachter zunächst des lärmenden Aufwandes und der doch so Geschwindigkeit einen komischen Eindruck macht muß Tyrannonasus angestrebte Opfer oft stundenlang verfolgen um es da Nasobema seinen Lassoschwanz auch zur Flucht indem es ihn hochstellt um Zweige ringelt sich so über Gräben oder kleine Gewässer läßt. Auch dann wenn der Räuber dem Tier schon ganz nah aufgerückt ist so dies ihm durch gewöhnliche Flucht zu Nase mehr entrinnen kann benutzt Nasobema dieses letzte oft noch mit Erfolg indem es - dem Schwanz an einem Ast hängend - über dem Boden im Kreise oder in Pendelschwingungen hin- und herschwingt bis der Räuber seinen dauernden Versuchen die Beute zu haschen schwindelig wird und sich erbricht. In diesem der Desorientierung des Räubers entweicht dann oftmals Nasobema."

Zwar war Christian Morgenstern - vermutlich durch ein verdriftetes Exemplar schon zu seinem Gedicht Das Nasobem angeregt worden dennoch wurden die Tiere 1941 wissenschaftlich bearbeitet. Leider ging das gesamte einschließlich aller Rhinogradentier 1945 durch eine Atombomben -Explosion unter.

Das klassische und umfassende wissenschaftliche Lehrbuch Rhinogradentiologie ist Bau und Leben der Rhinogradentia von Prof. Harald Stuempke aus dem 1957 mehrfach nachgedruckt zuletzt 2001 . Das Buch zählt zu den wenigen Standardwerken moderner Zoologie die zunächst auf Deutsch erschienen bevor sie auf Englisch veröffentlicht wurden. Die Rhinogradentier nehmen seit des Buches in der Zoologie etwa die Funktion ein die Friedrich Gottlob Nagelmann für die Juristen innehat. Historisch nicht abschließend geklärt ist Nagelmann sich mit den völkerrechtlichen Aspekten der der Rhinogradentia befasst hat.

Nach dem Erscheinen des Buches gab Hinweise auf Vorkommen von Rhinogradentiern in Deutschland. veröffentlichte der Verein Jordsand in einer April-Ausgabe Zeitschrift Seevögel eine Abhandlung über die Beobachtung eines Columnifax lactans im Helgoländer Felswatt . Aus dem Max-Planck-Institut für Limnologie in Plön wurde die Entdeckung einer semiaquatischen Art Cordorrhinus hydrophilus gemeldet deren Vorkommen am Plöner See durch ein Zitat von Theodor Fontane erklärt wird. Die Universität Greifswald widmete 2002 in ihrem 5. Curriculum Anatomie und Schmerz dem Thema "Anatomie und Biologie der einen Sondervortrag. Moderne Rhinogradentiologie ist nicht auf beschränkt. So veröffentlichte Harold B. White 1993 zur Molecular Evolution in the Spirit of Snouters . Ein Team französischer Speläologen entdeckte 1999 im Karst fossile Rhinogradentier. Der Gruppe gelang es ein Photo von Dolichonasus anzufertigen. Ein Vorkommen von Otopteryx volitans wurde aus Wisconsin USA gemeldet.

Siehe auch: Steinlaus Skurrile wissenschaftliche Namen

Bei diesem Artikel handelt es sich um Nihilartikel siehe auch Wikipedia:Humor in der Wikipedia .


Literatur

  • Stümpke Harald: Bau und Leben der Rhinogradentia. 2. Aufl. 2001 90 S. 12 Abb. 15 farb. Abb. Kartoniert. ISBN 3-8274-1196-3 . Spektrum Akademischer Verlag/Heidelberg
  • Dr. Harald Stümpke. The Snouters: Form and of the Rhinogrades. Translated by Leigh Chadwick. Natural History Press (1967).
  • Pandolfi Massimo (A cura di) I Rinogradi Harald Stümpke e la zoologia fantastica Muzzio

Weblinks




Bücher zum Thema Rhinogradentia

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