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Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei


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Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei kurz NSDAP war die herrschende Partei in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus .

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die NSDAP ging aus der Deutschen Arbeiterpartei (DAP) durch deren Umbenennung am 24. Februar 1920 hervor. Bis zum Jahr 1923 konnte vor allem in Bayern größeren Anhang gewinnen versuchte am 9. November 1923 die durch " Ruhrkampf " und Inflation desolate Lage Deutschlands durch einen Putsch ( Hitler-Putsch ).

Nach dem Scheitern des Putsches wurde Partei verboten und Hitler zu Festungshaft verurteilt die NSDAP veranlasste für die Reichstagswahlen 1924 mit der Deutschvölkischen Freiheitspartei einzugehen.

Nach seiner Entlassung aus der Festungshaft Hitler die NSDAP aus dem Bündnis und mit der Reorganisation zur Partei eines " Führers " mit dem Ziel einer "legalen" Machtübernahme. der Zeit bis zu den Reichstagswahlen 1928 die NSDAP nur eine von mehreren "völkischen" Die Reichtagswahl zeigte ihre herausragende Stellung innerhalb Spektrums. 1929 erlangte die Partei durch die Agitation mit der DNVP und dem Stahlhelm im Rahmen der Kampagne gegen den Young-Plan reichsweite Aufmerksamkeit. Erstmals wurden die stets Kassen der Partei auch von führenden Schwerindustriellen August Thyssen und Emil Kirdorf ) mit erheblichen Geldbeträgen aufgefüllt. Die vielgelesenen des deutschnationalen Großverlegers Alfred Hugenberg machten die NSDAP und besonders Adolf überall im Reich bekannt obwohl die Kampagne im Dezember 1929 mit nur 15% Zustimmung

Ihre Stimmenanteile stiegen bei den Landtagswahlen 1929 und 1930 auf über 10% in Sachsen mit 14 4%) an. Die nationalsozialistischen gingen von dem Versuch ab vor allen Zustimmung in der Arbeiterschaft zu suchen was Abspaltung eines "linken" Flügels führte. Die NSDAP jedoch immer mehr Unterstützung von Bauern (die waren seit 1928 zusehends verfallen) Handwerkern und (Angst vor der Konkurrenz durch "jüdisch" geführte sowie aus den Reihen der Studenten- und (Furcht vor einer drohenden "Proletarisierung" des akademischen So konnte die NSDAP die Weltwirtschaftskrise deren Auswirkungen im Deutschen Reich besonders wurden zur Gewinnung einer Massenbasis in denjenigen nutzen die vorher für die DNVP oder eine der rechten Kleinparteien gestimmt oder enttäuscht von den "bürgerlichen" Parteien ( DVP und DDP ) seit Jahren ins Nichtwählerlager gewechselt waren.

Die Auflösung des Reichstags durch Reichspräsident Paul von Hindenburg per Notverordnung gemäß Artikel 48 der Verfassung kam den Nationalsozialisten daher sehr gelegen. den Reichstagswahlen am 14. September 1930 wurde NSDAP mit 18 3% der abgegebenen Stimmen Partei hinter der SPD . Bereits im Januar 1930 trat die in Thüringen und im weiteren Verlauf des Jahres in Braunschweig in Koalitionsregierungen ein. Sie tat dies großen Erfolg. Trotz der Regierungsbeteiligungen wurde sie als Opposition gegen das "System" wahrgenommen. Die vom nostalgisch verklärten Kaiserreich geprägten Eliten in der Wirtschaft (Forderungen Abbau des Sozialstaates durch den Reichsverband der Deutschen Industrie ) im Militär (Forderung nach Wiederaufrüstung und Bedeutungsgewinn) sowie in der Beamten- und Richterschaft ihrer Position in einem starken nationalen und Staat) liefen auf die Beseitigung des "Gewerkschaftsstaates" damit letztlich der demokratischen Weimarer Republik hinaus. Das versprach ihnen Adolf Hitler er und seine Partei wurden deshalb für Erreichung dieser Ziele der extrem "national" gesonnenen der Eliten immer mehr zu einer möglichen Alternative.

1932 wurde Hitler bei den Reichspräsidentenwahlen im 2. Wahlgang von Hindenburgs Wiederwahl geschlagen bei den Landtagswahlen in Preußen Bayern Württemberg und anderen Ländern erzielte die Partei Erfolge und wurde bei den Reichstagswahlen am 31. Juli 1932 auch stärkste Partei im Reichstag.

Reichspräsident Hindenburg hegte eine tiefe persönliche gegen den "Gefreiten" Hitler der außerdem nicht war sich mit weniger als der Reichskanzlerschaft zu geben. Er übergab die Macht zunächst an von Papen und von Schleicher die Präsidialkabinette bildeten. Der zunehmende Druck Industrie- und Militärkreisen vor allen Dingen aber den Kreisen der Landwirtschaft (Reichslandbund) sowie die Destabilisierung der Weimarer Republik veranlassten ihn Hitler Reichskanzler zu ernennen und ihn mit der einer Koalitionsregierung aus DNVP und NSDAP zu Am 30. Januar 1933 führte dies zur formal legalen "Machtübergabe" gerne nicht ganz korrekt als " Machtergreifung " der Nationalsozialisten bezeichnet). Hitler und die agierten in den ersten Monaten des Jahres auf der Grundlage der durch Hindenburg übergebenen seit März dann galt das Ermächtigungsgesetz . In der letzten nach dem Recht Weimarer Republik abgehaltenen Wahl deren Wahlkampf bereits durch und Repressalien der politischen Gegner gekennzeichnet war die NSDAP mit ca. 44% nicht die Mehrheit der Stimmen.

Im September 1945 wurde die NSDAP ihren Organisationen von den alliierten Siegermächten verboten. Partei wurde in den Nürnberger Prozessen zur verbrecherischen Organisation erklärt.

Vorsitzende

  • Anton Drexler (24. Februar 1920 - 29. Juli danach Ehrenvorsitzender
  • Adolf Hitler (29. Juli 1921 - April 1945)

Struktur der NSDAP

Der Partei waren folgende Organisationen angegliedert:
  • Bund Deutscher Mädel (BDM)
  • Hitlerjugend (HJ)
  • NS-Deutscher Dozentenbund (NSDD) - (erst ab 1944)
  • NS-Deutscher Studentenbund (NSDStB)
  • NS-Frauenschaft (NSF)
  • NS-Kraftfahrerkorps (NSKK)
  • NSDAP/AO - Auslandsorganisation

Einige Organisationen hatten aber eine eigene und eigenes Vermögen. Sie waren der Partei

Bedeutende Mitglieder

Führende Parteimitglieder

  • Martin Bormann (1900 - 1945) - Leiter der der NSDAP mit den Befugnissen eines Reichsministers
  • Hans Frank (1900 - 1946) - ab Oktober Leiter des " Generalgouvernements "
  • Joseph Goebbels (1897 - 1945) - seit 1933 für Volkaufklärung und Propaganda "
  • Hermann Göring (1893 - 1946) - als "Reichsmarschall" 1935 Oberbefehl über Luftwaffe und später über die Wehrmacht preußischer Ministerpräsident und preußischer Innenminister.
  • Rudolf Heß (1894 - 1987) - von 1933 1941 "Stellvertreter des Führers"
  • Heinrich Himmler (1900 - 1945) - "Reichsführer" der SS ab 1929
  • Adolf Hitler (1889 - 1945) - seit Vorsitzender der NSDAP seit 1933 Reichskanzler und seit 1934 "Führer und Reichskanzler"
  • Ernst Röhm (1887 - 1934) - langjähriger Leiter SA ermordet im Röhm-Putsch
  • Erich Ludendorff (1865-1937) - Chef der OHL im Ersten Weltkrieg Anführer im Hitlerputsch bis 1928 Reichstagsmitglied für die NSDAP Zerwürfnis mit Hitler und Austritt.

Weitere Mitglieder

  • Albert Forster Gauleiter und Reichsstatthalter in Danzig
  • Albert Speer Reichsminister Architekt
  • Fritz Thyssen Unternehmer
  • Alfred Rosenberg Beauftragter des Führers für die Überwachung gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung NSDAP
  • Ernst Freiherr von Weizsäcker Vater von Richard v. W. Staatssekretär Auswärtigen Amt unter dem NS-Außenminister Joachim von auch Mitglied der SS

Die NSDAP hatte zur Zeit der etwa 1 5 Millionen Mitglieder bis 1945 diese Zahl auf 7 5 Millionen an.

Nach dem Krieg wurde in den Besatzungszonen eine Entnazifizierung durchgeführt. Je nach Zone geschah dies die Russen gingen sehr radikal vor und NSDAP-Mitgliedern wurde nachhaltig verboten öffentliche Ämter wahrzunehmen. der amerikanischen Zone wurde zunächst recht gründlich als allerdings der Kalte Krieg ernsthaft begann geriet die Entnazifizierung aus Blickfeld. Viele verurteilte Kriegsverbrecher wurden begnadigt und NSDAP-Parteibuch besessen zu haben war kein Hinderungsgrund politischen Aufstieg. Der mangelnde kritische Umgang mit Nazi-Vergangenheit in der Bundesrepublik war einer der Gründe für die 68er-Bewegung .

Es folgen einige Mitglieder die nach Krieg bekannte Politiker oder Wirtschaftsführer wurden oder Bekanntheit erlangten. Sie hatten in der Regel herausgehobene Rolle in der NSDAP gespielt.

Literatur

  • Ian Kershaw: Hitler 1889 - 1936 Stuttgart (DVA) 1998 - ISBN 3-421-05131-5 - die derzeit maßgebliche Biographie über Adolf Hitler mit vielen Informationen zur NSDAP .
  • Kurt Pätzold/Manfred Weißbecker: Geschichte der NSDAP 1920 - 1945 (Sonderausgabe) Köln (Papyrossa) 2002 - ISBN 3-89438-260-0 - trotz oft drastischer Sprache (Pätzold und Weißbecker ihre Herkunft als Historiker aus der DDR verleugnen) sind die Informationen zuverlässig .
  • Ian Kershaw: Der NS-Staat Hamburg (Rowohlt 1999 - ISBN 3499607964 ( Übersicht über den Forschungsstand und Interpretationen zum )

Weblinks


siehe auch: Vordenker_des_Nationalsozialismus



Bücher zum Thema Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei

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