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Nerchau


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Wappen Karte
Basisdaten
Bundesland : Sachsen
Regierungsbezirk : Leipzig
Landkreis : Muldentalkreis
Fläche : 39 41 km²
Einwohner : 4392 (31.12.2002)
Bevölkerungsdichte : 111 Einwohner/km²
Höhe : 140 m ü. NN
Postleitzahl : 04685
Vorwahl : 034382
Geografische Lage : 51° 16' n. Br.
12° 47' ö. L.
KFZ-Kennzeichen : MTL
Amtliche Gemeindekennzahl : 14 3 83 230
Gliederung des Gemeindegebiets: 15 Ortschaften
Adresse der Stadtverwaltung: Hauptstr. 18
04685 Nerchau
Website: www.nerchau.de
E-Mail-Adresse: stadtverwaltung@nerchau.de
Politik
Bürgermeister : Uwe Cieslack

Nerchau ist eine Stadt im Muldentalkreis und liegt etwa 25 km östlich Leipzig .

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Stadt Nerchau liegt im reizvollen der vereinigten Mulde im Landkreis Muldentalkreis .

Wappen

Blau Gold und Rot sind die des Wappens der Stadt Nerchau. Im Laufe Geschichte erschien es in unterschiedlichen Darstellungsvarianten aber mit der Kirche als Mittelpunkt. In den Jahren des 20. Jahrhunderts wurde es durch neues ersetzt welches in Blau und Gold Schornstein und Gebäude der Nerchauer Farbenfabrik abbildete. nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde durch den Stadtrat Nerchau altvertraute Wappen mit der St.-Martins-Kirche wieder in und Gültigkeit versetzt. Die Stadtfarben sind Gold Blau.

Geschichte

  • 974 : Ersterwähnung in der Chronik des Bischofs von Merseburg
  • 991 : Erzbischof Giselher gab Nerchau im Tausch das Dorf Pausitz an einen Grafen Bicelin König Otto III. bestätigte
  • 997 : Burgward wird erstmals genannt
  • 1231 : Magdeburg verkauft Burgward "Nerechowe" an das Bistum Naumburg . In diese Epoche werden die ältesten der Kirche im frühgotischen Baustil und einem mit Satteldach eingeordnet. Der heutige achteckige Turm mit Haube wurde erst im |18. Jahrhundert aufgesetzt. Ein spätgotischer Chor wurde Anfang 16. Jahrhunderts angebaut
  • 1282 : Nerchau als Städtchen ( Oppidum ) erstmals in einer Urkunde genannt
  • 1304 : "Konrad von Nerchau" taucht als Ordensbruder Zschillen (Wechselburg) auf
  • 1378 : Cannewitz erstmals urkundlich erwähnt
  • 1421 : Ein feudales Geschlecht von Limpach auf Frei- oder Burggut (Kirchstraße 13) wird genannt
  • 1429 : Bei Nerchau überschreitet ein Taboriten-Heer die Mulde und zieht bis vor Leipzig
  • 1523 : Der Ort wird ein Teil der von Mutzschen
  • 1529 : Erste Evangelische Visitation das Kirchspiel "Nercho" folgende Ortschaften:
    • l. Nercho mit 31 Einwohnern (Begüterten)
    • 2. Gornewitz mit 2 Pferdnern und Gärtnern
    • 3. Werschwitz mit 4 Pferdnern und Gärtnern
    • 4. Schmardowitz mit 6 Pferdnern und Gärtnern
    • 5. Grotowitz mit 6 Pferdnern und Gärtner
    • 6. Cannewitz mit 6 Pferdnern und Gärtnern
    • 7. Denckwitz mit 4 Pferdnern und Gärtnern
    • 8. Wagewitz mit 8 Pferdnern und Gärtnern
    • 9. Serckau mit 2 Pferdnern und Gärtnern
    • 10. Lobschitz mit 4 Pferdnern und Gärtnern
    • 11. Tyrnlitz mit 3 Pferdnern und Gärtnern
    • 12. Zcoede mit 7 Pferdnern
  • 1534 : Nerchau wird zu Trebsen gehörig genannt es über 300 Jahre verbleibt
  • 1551 : In der Stadt gibt es nach Steuerregister 31 "besessene Mannen" mit Haus Hof Feld so wie 4 "Häusler" - nicht berechtigte Hausbesitzer
  • 1568 : Pfarrhaus neu erbaut
  • 1574 : Furtwiese in der Nerchauer Muldenaue erstmals
  • 1575 : Todesfälle durch die Pest
  • 1612 : Die Kirche in Cannewitz ( 14. Jahrhundert ) erhält eine reich geschmückte Kanzel aus Elbsandstein
  • 1618 : Älteste handschriftliche Urkunde im Pfarrarchiv. Erste des "Küchenteiches" im Wiesental. Es wird von Einwohnern berichtet
  • 1648 : Am Ende des Dreißigjährigen Krieges zählt die Stadt nur noch 300 von 60 Häusern sind noch 10 erhalten
  • 1649 : Fährmann Abraham Brodkorb baut sein Haus auf nachdem es bei dem "bösen Kriegsschwall" Schutt und Asche gelegt worden war
  • 1651 : Brand im Pfarrhaus wertvolle Bücher vernichtet
  • 1662 : Die im Kern gotische Kirche in wurde verändert
  • 1705 : Schweres Schneeunwetter im Mai Schwalben und Störche fielen tot zu Boden
  • 1719 : Gesuch um die Abhaltung von Jahrmärkten
  • 1729 : Zollstelle -"Geleitstelle"- am Saumarkt erwähnt. Zuletzt sich hier der "Gasthof und Kolonialwarenhandlung" Birnbaum
  • 1752 : Alte Schule erbaut (am Kirchberg)
  • 1782 : Feuer durch Blitzschlag in "des Pferdners Kahles Gut" 4 Häuser brannten nieder
  • 1796 : Blitzschlag in den Kirchturm
  • 1800 : Pfarrhaus neu erbaut im Erdgeschoß heute teilweise Kreuzgewölbe
  • 1802 : Fährhaus Wednig erbaut bis dahin wurde Fähre von Nerchau aus betrieben
  • 1803 : Es werden 443 Einwohner gezählt
  • 1806 : 14 Häuser abgebrannt 5 Jahre später 23 Häuser
  • 1807 : Nerchau erhält Stadt- und Marktrecht
  • 1808 : In Schmorditz werden 7 Güter und Haus Raub der Flammen
  • 1810 : Diakonat das heutige Kantorat erbaut
  • 1813 : Kosaken lagern auf den Muldenwiesen und in Stadt. Quartiere und Kontributionen (Kriegssteuern) werden gefordert. nahe Muldenfurt wird benutzt zum Weiterritt nach Leipzig (zur Völkerschlacht )
  • 1815 : Von einer großen "Wassernot" wird berichtet
  • 1832 : 581 Einwohner
  • 1843 : Es wird von einem Gesangverein berichtet
  • 1868 : Furchtbarer Wirbelsturm deckt fast alle Dächer
  • 1873 : Erster beamteter Bürgermeister: Bäckermeister Friedrich Ferdinand
  • 1873 : Erhebliche Umbauarbeiten an der Kirche Vorhalle
  • 1877 : Muldentalbahn Wurzen - Glauchau eingeweiht Nerchau hat weder Bahnhof noch im Ort
  • 1880 : Gründungsjahr der Feuerwehr
  • 1882 : Brückenwaage (Wiegehäuschen) auf dem Marktplatz neben Stadtbrunnen aufgestellt
  • 1882 : Schützenverein gegründet
  • 1883 : Spritzenhaus mit Arrestzelle vom Markt entfernt
  • 1883 : Einführung der Krankenversicherung
  • 1886 : Schulneubau (Schulstraße)
  • 1888 : Schmalspurbahnstrecke Neichen- Wermsdorf mit Haltestelle Nerchau-Gornewitz in Betrieb genommen 1968 )
  • 1889 : Einführung der Invaliden- und Altersversicherung
  • 1890 : 1649 Einwohner 227 Häuser
  • 1891 : Gründung einer Sparkasse (im Stadthaus)
  • 1892 : Beamtenschule eröffnet
  • 1896 : "Clarastift" als "Kinderbewahranstalt" (Kindergarten) fertiggestellt. Heute Gornewitzer Straße 30
  • 1893 : Im Stadtgebiet sind 109 Brunnen in
  • 1893 : Badeanstalt (Badehaus) Treppe und Holzstege vom errichtet
  • 1895 : Turnverein "Eintracht" gegründet
  • 1897 : Verheerendes Hochwasser Badeanstalt weggerissen
  • 1897 : Postamt erbaut
  • 1900 : Beginn des Baues von Abwasserschleusen
  • 1901 : Radfahrverein "Wanderlust" gegründet
  • 1902 : Nerchau hat 2078 Einwohner
  • 1904 : Bau der Gasanstalt
  • 1905 : Bau der Turnhalle
  • 1907 : Arbeiterrad- und Kraftradbund "Solidarität" gegründet
  • 1909 : Bau des Wasserwerkes und Verlegung der
  • 1909 : Grottewitz hat 68 Einwohner. Golzern hat Einwohner sowie einen Turnverein. Gornewitz hat 103 sowie eine Jagdgenossenschaft. Deditz hat 96 Einwohner zusammen mit Grottewitz eine Jagdgenossenschaft. Denkwitz hat Einwohner zusammen mit Gornewitz eine Jagdgenossenschaft. Cannewitz 417 Einwohner sowie einen Gesang- und Militärverein. hat 275 Einwohner sowie eine Jagdgenossenschaft
  • 1910 : Trinks Musikchor gegründet
  • 1916 : Wannenbad in Wiesental eröffnet
  • 1921 : Gefallenen-Ehrenmal im Wiesental eingeweiht
  • 1924 : Mandolinen -Club gegründet
  • 1928 : In Nerchau bestehen 32 Vereine von (Arbeiter-Samariter-Kolonne) bis Z (Züchterverein für Geflügel) und Sanitätskolonne. Ferner 10 Betriebe bzw. Fabriken 9 6 Fleischereien 14 Kolonial- und Materialwarenhandlungen 11 sowie 11 Gasthofe und 3 Kaffees sogar Tankstellen!
  • 1929 : Baubeginn der Sparkasse nach dem Projekt ansässigen Baurates Hugo Koch als Teil eines sich an die Sparkasse anschließenden Verwaltungskomplexes der
  • 1931 : Das Gasthaus "Zur goldenen Sonne" brennt
  • 1938 : Gebäude des Kindergartens in der Jahnstraße
  • 1943 : Brände und zahlreiche Gebäudeschäden nach dem anglo-amenkanischer Spreng- und Brandbomben
  • 1945 : Der Zweite Weltkrieg geht an der Mulde zu Ende. Durch Beschuß amerikanischer Truppen Westufer zahlreiche Opfer unter der Bevölkerung besonders Flüchtlingstrecks
  • 1954 : Kegelbahn-Anbau an der Turnhalle
  • 1968 : Beginn des Autobahnbaues Leipzig - Dresden
  • 1971 : Am 5. Oktober wird Autobahnstrecke mit 342 m langen und 30 m hohen einer Krümmung angelegten Brücke dem Verkehr übergeben
  • 1974 : Nerchau feiert mit einer Festwoche das seiner Ersterwähnung. Fertigstellung des aus dem ehemaligen rekonstruierten Kulturhauses
  • 1984 : Die Stadt hat 3200 Einwohner
  • 1994 : Durch die Eingemeindung von Fremdiswalde mit Cannewitz mit den Ortsteilen Denkwitz Thümmlitz Löbschütz Serka sowie Golzern mit Bahren und Deditz die Einwohnerzahl 4400

Wirtschaft

Verkehr

In der Nähe der Stadt Nerchau die Autobahn A14 vorbei.

Ansässige Unternehmen

Die Stadt Nerchau ist vor allem die seit 1834 bestehende Farbenfabrik bekannt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Schützenfest (Juli/August)
  • Mulde-Regatta (August)

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Die Kessler-Zwillinge
  • Thomas Grimm

Weblinks





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