Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 20. Oktober 2019 

Neuplatonismus


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Der Neuplatonismus ist eine spätantike philosophische Schule oder Strömung die im 3. Jahrhundert entstand. Er basierte auf den Lehren Platons und des Platonismus deutet Platon aber vielfach anders als sich selbst verstanden haben dürfte.

Antiker Neuplatonismus

Der Neuplatonismus nahm mit dem Philosophen Plotin seinen Anfang. Plotin behauptete von Ammonios unterwiesen zu sein einen ungelehrten Hafenarbeiter in Schriftlich legte er seine Philosophie erst im Alter in 54 Einzeltexten nieder die Porphyrios redigierte und in sechs Neunergruppen anordnete sie unter dem Gesamttitel Enneaden (zu griechisch bekannt sind.

Plotin lehrte das Bestehen eines unbeschreiblichen Einen (griech. hén ) das in der absteigenden Reihenfolge eines die Seinsstufen des Weltgeistes (griech. noûs ) mit den platonischen Ideen der Weltseele psyché ) und schließlich der physischen Welt (griech. kosmos ) ausströmte (so genannte Emanation ). Später fügten neuplatonische Philosophen besonders Iamblichos von Zwischengöttern und emanierten Wesen zwischen dem Einen und dem hinzu; Plotins System war vergleichsweise viel einfacher.

Zu den späteren neuplatonischen Philosophen gehörten Porphyrios Proklos Iamblichos sowie die Philosophin Hypatia von Alexandria.

Neuplatonismus und Christentum

Der Neuplatonismus wurde häufig als philosophische des Paganismus herangezogen und zur Verteidigung des Heidentums das Christentum . Da die Kirchenväter  selbst neuplatonisch gebildet waren beruhen jedoch andererseits Teile der christlichen Dogmatik auf neuplatonischen Gedankengut; Anverwandlung des Neuplatonismus ist besonders gut bei Augustinus von Hippo zu fassen der in seinen Frühschriften Christentum geradezu als Vollendung der Lehre Platons beschreibt; sogar seine Bekehrung geschah unter Einfluss Plotins.

Der christliche Neuplatonismus setzt das Eine Gott gleich. Als wichtigster Vertreter gilt der Mystiker Dionysius Areopagita dessen Werk in Mittelalter einen erheblichen Einfluss ausübte; spätere Vertreter Boëthius und andere.

In der Forschung wurde auch eine Beeinflussung des Neuplatonismus durch die christliche Theologie die jedoch zumindest in den Anfängen bei Plotin unwahrscheinlich ist und sich auf die Neuplatoniker beschränkt. Ebenso gibt es Beziehungen zur Gnosis gegen die sich Plotin jedoch ausdrücklich abgrenzt und die vielmehr Gedanken der Platoniker und Neuplatoniker sowie des Christentums zur weiteren Ausgestaltung ihres Systems übernahmen.

Renaissance-Neuplatonismus

Der Neuplatonismus erfuhr in der Renaissance durch Persönlichkeiten wie die Italiener Marsilio Ficino und Giovanni Pico della Mirandola eine



Bücher zum Thema Neuplatonismus

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Neuplatonismus.html">Neuplatonismus </a>