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Nordschleswig


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Nordschleswig ( dän .: Nordslesvig heute: Sønderjylland = Südjütland ) bezeichnet den nördlichen Landesteil des historischen Herzogtums Schleswig (Teil der späteren preußischen Provinz Schleswig-Holstein ) welcher nach der Volksabstimmung von 1920 an Dänemark fiel.

Nordschleswig ist außerdem die heute noch gebräuchliche dieses Gebiets bei der deutschen Minderheit in Dänemark. Historischer wie heutiger Hauptort Åbenrå (deutsch: Apenrade ). Andere wichtige Städte sind Tondern (dänisch: Tønder ) und Sonderburg (dänisch: Sønderborg ). Mit Alsen (dänisch: Åls ) hatte das Deutsche Reich einst seine größte Ostseeinsel.

Nordschleswig liegt am kleinen Belt und daher kommt auch die Passage Deutschlandlied von der Etsch bis an den Belt (1. Strophe).

Die Bevölkerungsmehrheit war immer dänisch und verwendet heute den Begriff Nordschleswig (bzw. sein dänisches Äquivalent Nordslesvig ) nicht mehr sondern spricht immer von Sønderjylland bzw. im deutschen Sprachkontext von Südjütland .

Südlich der Grenze in Südschleswig sprechen die deutschsprachigen Einheimischen häufig von Nordschleswig wenn sie Südjütland meinen und die deutschen Ortsnamen dort allgemein gebräuchlich.

Die Tageszeitung der deutschen Minderheit heißt Der Nordschleswiger und erscheint in Apenrade.

Volksabstimmung

Nach der Niederlage Deutschlands im 1. Weltkrieg wurde in den Artikeln 109 bis des Versailler Vertrages festgelegt dass die Bevölkerung Nordschleswigs im Rahmen einer Volksabstimmung über die der Grenze zwischen dem Deutschen Reich und Dänemark zu entscheiden habe. Das Plebiszit wurde zwei Abstimmungszonen abgehalten.

Die 1. Abstimmungszone umfasste ein Gebiet der Nordgrenze Schleswigs der Königsau bis zur sog. “Clausen-Linie“ von Tondern und nördlich von Flensburg die den heutigen deutsch-dänischen Grenzverlauf markiert. waren sämtliche vor dem 1. Januar 1900 Personen die entweder aus dem Plebiszitgebiet stammten dort zumindest seit 1900 ihren Wohnsitz unterhielten vor 1900 dort wohnhaft von deutschen Behörden worden waren. Dies setzte entsprechende Aktivitäten beider zur Mobilisierung von Landsleuten außerhalb der Abstimmungszonen Gang. Die 2. Abstimmungszone erstreckte sich auf Territorium südlich der Clausen-Linie.

Die Modalitäten der Abstimmung führten zu Kontroversen. Dänemark setzte durch dass in der Abstimmungszone en bloc abgestimmt wurde d.h. alle gemeinsam ausgezählt wurden. Dieses Verfahren benachteiligte vor Dörfer und Städte mit einem überwiegend deutschen wie Tondern (Tønder) Apenrade ( Åbenrå ) Hadersleben ( Haderslev ) und Sonderburg ( Sønderborg ). In der 2. Abstimmungszone wurde dagegen für Stadt und Gemeinde für Gemeinde abgestimmt.

Bei der Abstimmung in der 1. am 10. Februar 1920 votierten 74 9 Prozent der Stimmberechtigten Dänemark . Am 14. März 1920 stimmten 80 2 Prozent der Städte Gemeinden in der 2. Abstimmungszone für einen im Deutschen Reich .

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