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On-Board-Unit


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Die On-Board-Unit ( OBU ) ist ein Gerät das in Lkw eingebaut wird um die automatische Abrechnung einem Gebührenerhebungs- oder Maut-System zu ermöglichen. Es mittlerweile verschiedene OBU's am Markt. Bekannt sind Mitteleuropa derzeit vor allem die Tripon Geräte der Schweizer Firma Fela Management AG (OBU in der Schweiz in Betrieb dem Jahr 2000) die GoBox der Firma im seit 2003 laufenden Mautsystem in Österreich sowie die Grundig und Siemens entwickelten OBU's für die LKW-Maut die jedoch bis heute wegen Fehler Ausfällen keinen Start des Systembetriebs zulassen. Auch französischen italienischen spanischen (und weitere Länder Europas) kennen OBU's für die Erfassung von Mautgebühren.

Inhaltsverzeichnis

OBU's von TollCollect

Die OBU's der Firma TollCollect verbleiben Eigentum von Toll Collect und werden dem nur zur Verfügung gestellt. Die Kosten für Einbau (ca. 250 Euro) den Ausbau bei und entsprechende Folgekosten (An- und Abfahrt Standzeit) der Fahrzeughalter selbst tragen. Weiterhin werden mit 300 Euro Pfand fällig die er als abfahren kann. Der Einbau der Geräte begann dem 1. Mai 2003 .

Die OBUs besitzen in etwa die eines Autoradios. Produziert werden sie von Grundig im Werk Braga (Portugal) und von Siemens VDO Automotive AG in Villingen-Schwenningen . Siemens stellt rund zwei Drittel der her Grundig den Rest.

Die Herstellungskosten der OBU in Höhe ca. 500 Euro/Stück trägt für die ersten Stück Toll Collect. 300 000 On-Board-Units die Bundesverkehrsministerium zusätzlich zur ursprünglich geplanten Investitionssumme bestellt werden von Toll Collect mit 150 Mio. dem BMVBW in Rechnung gestellt (netzeitung.de) .

Laut DaimlerChrysler ist zudem für 2004 bereits eine neue OBU-2 in Vorbereitung die entsprechend den kartellrechtlichen seitens der EU-Komission im Telematics Gateway einsetzbar Fraglich sinnvoll erscheint demzufolge für die Güterverkehrsbranche OBU-1 zu ordern. Derzeit werden 410.000 OBU-1 Der Gesamtbedarf wird in den Presseveröffentlichungen auf 800.000 OBUs geschätzt.

Gerätetechnik

Die OBUs besitzen einen Empfänger für von den USA betriebene GPS -Satelitenortungssystem mit dem die Position des Fahrzeugs jederzeit bestimmt werden kann. ist außerdem ein Mobilfunksender und ein Speicher in dem fahrzeugspezifische wie die Anzahl der Fahrzeugachsen die Abgasschadensklasse das Kfz-Kennzeichen sowie die Positionsdaten aller mautpflichtigen deutschen enthalten sind. Aus diesen Daten zusammen mit GPS-Signal errechnet die On-Board-Unit während der Fahrt fälligen Autobahngebühren und speichert diese zu einem In Form einer Daten-SMS wird dieses nach einer bestimmten Datenmenge per GSM -Mobilfunk an den Zentralrechner von Toll Collect

Die Bauweise das Konzept und die der Geräte von Siemens und Grundig sind Die Siemens-OBU wird als vorprogrammierte Einheit hinter Windschutzscheibe montiert und besitzt eine Zwei-Tasten-Bedienung. Das ist aufgeteilt in einen kleinen Infrarot - Transponder hinter der Windschutzscheibe und den eigentlichen für das nach ISO 7736 genormte Einschubfach Armaturenbrett. Es gibt viele Tasten von denen nicht alle aktiviert sind. Die Grundig-OBUs müssen eine speziellen PC von Toll Collect programmiert dieser Datenabgleich dauert ca. 45 Minuten.

Nach Angaben eines Grundig-Sprechers sind Softwareupdates den Grundig-OBUs genauso wie bei den Siemens-Geräten über Funk möglich. Ob sich dies auf gesamte Software oder nur auf Teile bezieht unklar.

Die Software der Geräte wurde von Elcon mobility GmbH (Berlin) entwickelt. Aus Medienberichten bekannt dass Teile davon auch von omp gmbh (Paderborn) stammen. (Im Aufsichtsrat dieses Unternehmens sich zum Zeitpunkt der Auftragsvergabe pikanterweise auch damalige Toll Collect Geschäftsführer Michael Rummel.)

Im Dezember 2003 wurde bekannt dass die Software der von den Firmen Siemens und IBM komplett neu entwickelt werden soll.

Geräteprobleme

Zunächst konnten nicht genug On-Board-Units geliefert eingebaut werden da Schwierigkeiten mit der komplexen Software der Geräte bestanden und bestehen. Nachdem und Spediteure schon seit Monaten über Probleme den ausgelieferten OBUs berichteten räumte Toll Collect September 2003 erstmals technische Fehler ein.

Die On-Board-Units

  • reagieren nicht auf Eingaben
  • lassen sich nicht ausschalten
  • schalten sich grundlos aus
  • zeigen unterschiedliche Mauthöhen auf identischen Strecken
  • weisen Autobahnstrecken als mautfrei aus obwohl mautpflichtig sind
  • weisen Strecken außerhalb des Autobahnnetzes als aus;
  • Siemens-Geräte passen nicht in den genormten für Autoradios. Eine Montage auf dem Amaturenbrett zu Sicherheitsproblemen wegen eingeschränkter Sicht des Fahrers Verletzungsgefahr führen. Die notwendige allgemeine Betriebserlaubnis durch Kraftfahrtbundesamt wurde erst am 4. Oktober 2003 also mehrere Wochen nach dem geplanten Starttermin der Maut erteilt.

20000 Geräte (einige sprechen auch von des Herstellers Grundig sollen im Rahmen einer des Systembetreibers Toll Collect repariert werden. Dabei u. a. ein Software-Update auf das Geräte- EPROM gebrannt. Ein Grundig Sprecher erklärte dazu man sich als reiner Lieferant der Hardware betrachte für die Software sei Toll Collect zuständig.

Später wurde bekannt dass Michael Rummel damalige Geschäftsführer von Toll Collect den Einbau von On-Board-Units angeordnet hatte er wusste dass diese nicht funktionstüchtig waren heise.de 2003-10-14 ). Eine Rolle bei dieser Entscheidung dürfte oben angegebene Fähigkeit zum Softwareupdate per GSM-Funk haben durch die die Software kurz vor des Systems noch hätte aktualisiert werden können. war aber auch diese Funktion von den betroffen wie sich später herausstellte.

Weblinks

Geschichte und technischer Hintergrund der OBU der deutschen Lkw-Maut




Bücher zum Thema On-Board-Unit

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