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Otto von Bismarck


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Otto von Bismarck

Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck (* 1. April 1815 in Schönhausen (heute Sachsen-Anhalt ) † 30. Juli 1898 in Friedrichsruh bei Hamburg ) genannt "Eiserner Kanzler" war zunächst Graf 1871 Fürst von Bismarck-Schönhausen und 1890 - 1898 Herzog von Lauenburg.

Otto von Bismarck studierte Rechtswissenschaften (Jura) Göttingen und war Mitglied des Corps Hannovera . Nach erfolglosen Versuchen als Verwaltungsbeamter beschloss Landwirt zu werden und übernahm die Bewirtschaftung Bismarckschen Besitzes Schönhausen. Dass er auch darin nicht seinen Lebensinhalt finden konnte zeigte sich politischen Ambitionen aber auch in ausgeprägter Beschäftigung Philosophie Kunst Religion und Literatur. Schon damals er ein meisterlicher Redner und Briefe-Schreiber. 1847 heiratete er Johanna von Puttkamer ( 1824 - 1894 ) wie er es seiner wahren Liebe Johannas bester Freundin Marie von Thadden vor Tod versprochen hatte. Dieser Ehe entstammt sein Herbert . Zu dieser Zeit wurde er auch aktiv als Mitglied des preußischen Vereinigten Landtages. der Märzrevolution von 1848/49 profilierte er sich als Verteidiger des monarchischen Prinzips und wurde daraufhin in den diplomatischen Dienst berufen. (Zunächst als beim Deutschen Bund später als Botschafter in Sankt Petersburg und in Paris ). 1862 wurde er preußischer Ministerpräsident und Außenminister. Seine Ernennung ist in Zusammenhang mit dem preußischen Verfassungskonflikt zu sehen. Bismarck war als Monarchist und bot als einer der wenigen die bedingungslos für den preußischen König gegen das die notwendige Militärreform durchzusetzen.

Inhaltsverzeichnis

Einigung Deutschlands unter preußischer Führung

1864 führte Preußen im Bunde mit Österreich erfolgreich den Deutsch-Dänischen Krieg um Schleswig-Holstein . Der Deutsche Krieg gegen Österreich verursachte die Auflösung des Bundes wobei Bismarck eine Demütigung Österreichs vermied Kleindeutsche Lösung ). In der Folge wurde 1867 der Norddeutsche Bund gegründet. Bismarck sicherte sich das Amt Bundeskanzlers und strebte Preußens Dominanz über Deutschland 1870 nutzte Bismarck die Chance der französischen an Preußen um Deutschland unter preußischer Führung einen. Im Verlauf des Deutsch-Französischen Kriegs riefen die deutschen Fürsten am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal zu Versailles Wilhelm I. zum Kaiser aus. Bismarck erreichte durch Friede von Frankfurt zudem den territorialen Zugewinn von Elsaß-Lothringen . Die Gründung des Deutschen Reichs leitete maßgeblich Bismarck. Er wurde dessen Reichskanzler .

Innenpolitik

Bismarck kam 1862 durch den Konflikt die Heeresreform zwischen dem preußischen Landtag und preußischen König Wilhelm I. an die Macht. die Heeresreform die Preußen militärisch stärken sollte ohne die Zustimmung des Parlamentes durchsetzen zu berief er sich auf die sogenannte Lückentheorie indem er darlegte der Fall des Dissenses zwischen Monarch und Parlament sei in Verfassung nicht geregelt es liege also eine vor die durch die Prärogative des Königs werden müsse. Diese Verfassungsinterpretation ist zumindest stark und nach Auffassung vieler ein schlichter Verfassungsbruch. dem Sieg über Österreich brachte Bismarck 1866 Indemnitätsvorlage im Reichstag ein um seinen Verfassungsbruch zu legitimieren. Die Abstimmung über diese Frage die liberale Partei.

Von 1871 bis 1878 führte Bismarck so genannten Kulturkampf gegen die katholischen Kirche und die katholische Zentrumspartei da er diese seien "Reichsfeinden" und dem Papst mehr zugetan als dem deutschen Kaiser. Zuge dieser Auseinandersetzung wurden Rechte und Machtstellung Kirche durch Reichs- und preußische Landesgsetze beschnitten Brotkorbgesetz) und auch die Zivilehe eingeführt. In diesem Zusammenhang äußerte Bismarck bekannten Satz: "Seien sie außer Sorge nach Canossa gehen nicht - weder körperlich noch geistig."

1878 nahm er das zweite Attentat auf Wilhelm I. zum Anlass das Sozialistengesetz im Reichstag zu initiieren welches bis 1890 in Kraft blieb. Dieses Ausnahmegesetz das Zweck wohl letztlich verfehlte erlaubte es die Agitation zu verbieten ließ jedoch die politische der Sozialdemokratischen Partei in Wahlmandaten wie z.B. Reichstag unangetastet. Die "Peitsche" des Sozialistengesetzes ergänzte durch das "Zuckerbrot" sozialer Reformen. Bismarck versuchte Arbeiterschaft mit dem Staate zu versöhnen indem 1881-1889 weitreichende Sozialgesetze zur Kranken- Unfall- Renten- Invaliditätsversicherung durchsetzte. Während B. für "seine" Sozialgesetzgebung bis heute gerühmt wird wird er der Verfolgung von sogenannten "Reichsfeinden" durch Kulturkampf und Sozialistengesetz kritisiert. Die Sozialgesetzgebung kam allerdings auch den Druck der SPD zu stande und kein alleiniges "Verdienst" Bismarcks. Die SPD wurde heftig von dem Liberalen Eugen Richter kritisiert. Argumente wurden aber ignoriert.

siehe auch: Eugen Richter

Außenpolitik

Voraussetzung für Bs. erfolgreiche Außenpolitik war "Saturiertheit" des Reiches nach der Reichseinigung von d.h. der Verzicht auf weitere Expansion und Annexionen. So konnte er durch eine geschickte das europäische Mächtegleichgewicht erhalten einer Isolierung Deutschlands und Kriege der Nachbarn gegen das Deutsche aber auch gegeneinander verhindern (Berliner Kongress 1878). der Bündnispolitik war das Dreikaiserabkommen von 1873 mit Österreich-Ungarn und Russland das 1881 nochmals als Dreikaiserbund bestätigt wurde. 1879 konnte er den Zweibund mit Österreich-Ungarn abschließen der mit dem Beitritt Italiens 1882 zum Dreibund erweitert wurde. Ein großer außenpolitischer Erfolg der Rückversicherungsvertrag 1887 mit Russland .

"Der Lotse geht von Bord"

Bismarcks Sturz im Jahr 1890 ist v.a. auf das Scheitern eines ihm vorgelegten verschärften Sozialistengesetzes im Reichstag zurückzuführen das er gegen durch bedeutende Wahlerfolge im Januar erstarkten Sozialdemokraten einsetzen wollte. Zudem wünschte junge Kaiser Wilhelm II. künftig eine eigene Politik frei von Einfluss zu gestalten. Trotz seiner entwürdigenden Entlassung 20. März 1890 durch Wilhelm II. setzte wenig später beispiellose Bismarck-Verehrung ein ( Bismarck-Türme Bismarck-Denkmäler Bismarckstraßen und Bismarckgesellschaften). Bismarck starb am 30. Juli 1898 in Friedrichsruh . Ihm zu Ehren wurde seine Büste in der Walhalla aufgestellt und er ist außerdem Ehrenbürger der Städte München Hamburg Kassel Köln Karlsruhe und Zwickau

Personenkult

Bismarck-Turm am Starnberger See

Bismarck wurden zahlreiche Ehrungen zuteil. Insbesondere Gross-Monumente ihm gewidmet. So wurde ihm zu Ehren Bemühungen von Seiten der Bevölkerung der sogenannten Bismarckturm zwischen Allmannshausen und Assenhausen am Starnberger See errichtet. Weiterhin wurde ihm die Skulptur sogenannten Adlers eine ca. 18 m hohe von behauenen Steinquadern die am Rand einer am Hang des Hoyerbergs im gleichnamigen Stadtteil Lindau (Bodensee) errichtet ist zugedacht. Erkennbar ist diese durch Einarbeitung eines etwas 1 50 m Bismarck-Reliefs im Sockel.

Literatur

  • Christian von Krockow: Bismarck - Eine Biographie Stuttgart ISBN 3-423-30784-6
  • Otto von Bismarck: Gedanken und Erinnerungen Propyläen 1999 ISBN 3-548-26556-1
  • Lothar Gall: Der weiße Revolutionär Ullstein Frankfurt ISBN 3-549-05495-5 (gebunden) ISBN 3-548-26515-4 (Taschenbuch)
  • Sebastian Haffner: Von Bismarck zu Hitler Knaur ISBN 3-426-77589-1
  • Otto Pflanze: Bismarck. 1 Der Reichsgründer C.H. ISBN 3-406-48206-6
  • Otto Pflanze: Bismarck. 2 Der Reichskanzler C.H. ISBN 3-406-48207-4
  • GEO EPOCHE Nr. 12: Der Lotse des Deutschland
  • Fritz Stern: Gold und Eisen. Bismarck und sein Bankier Frankfurt am Main/Berlin (Ullstein Verlag) 1978 ISBN 3-499-60907-X

Weblinks



Bücher zum Thema Otto von Bismarck

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