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Peter Gustav Lejeune Dirichlet


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Peter Gustav Lejeune Dirichlet (* 13. Februar 1805 in Düren bei Köln 5. Mai 1859 in Göttingen ) war ein deutscher Mathematiker .

Er war seit 1831 verheiratet mit Rebecca geb. Mendelssohn-Bartholdy eine des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy .

Inhaltsverzeichnis

Leben

Dirichlets Grosseltern stammten aus dem Ort in Belgien. Dies erkärt den französisch klingenden Le jeune de Richelet bedeutet sinngemäss Der Junge von Richelet .

Mit 12 Jahren besuchte Dirichlet zunächst Gymnasium in Bonn ; 2 Jahre später wechselte er zum Gymnasium in Köln wo er u.a. von Georg Simon Ohm (entdeckte das Gesetz des elektrischen Widerstandes) wurde. Im Mai 1822 begann er das Mathematikstudium in Paris und traf hier mit den bedeutendsten Mathematikern dieser Zeit - u.a. Biot Fourier Francoeur Hachette Laplace Lacroix Legendre und Poisson - zusammen.

1825 machte er erstmals auf sich aufmerksam er zusammen mit Adrien-Marie Legendre für den n = 5 die Fermatsche Vermutung bewies: Es gibt keine ganzen Zahlen b c und n > 2 welche Bedingung a n +b n =c n erfüllen. (Später lieferte er noch einen für den Spezialfall n = 14).

1826 habilitierte er - auf Empfehlung Alexander von Humboldts - als Privatdozent an der Universität Breslau . Zwei Jahre später zog er nach um. Hier unterrichtete er zunächst an der Kriegsschule. 1838 wurde er außerordentlicher Professor und 1839 ordentlicher Professor der Mathematik an der 1855 trat er in Göttingen als Professor der höheren Mathematik die von Carl Friedrich Gauß an. Diese Position hatte er bis sein Lebensende 1859 inne.

Dirichlet forschte im Wesentlichen auf dem der partiellen Differentialgleichungen der periodischen Reihen und bestimmten Integralen sowie der Zahlentheorie . Er verknüpfte die bis dahin getrennten der Zahlentheorie und der angewandten Mathematik. Er die Konvergenz von Fourierreihen und bewies eine Eigenschaft von Primzahlen in arithmetischen Progressionen. Nach ihm benannt der Dirichletsche Einheitensatz über algebraische Zahlenkörper. Seine neue Art Betrachtungen der Potentialtheorie wurden später von Bernhard Riemann verwendet und weiterentwickelt.

Werke

  • Sur la convergence des series trigonometriques qui a representer une fonction arbitraire entre des donnees 1829
  • Beweis des Satzes dass jede unbegrenzte arithmetische deren erstes Glied und Differenz ganze Zahlen gemeinschaftlichen Factor sind unendlich viele Primzahlen enthält 1837

Literatur

  • Richard Dedekind: Untersuchungen über ein Problem der Hydrodynamik . Göttingen 1860
    entstanden aus dem Nachlass Dirichlets

  • Richard Dedekind: Vorlesungen über Zahlentheorie Braunschweig 1879
    nach Vorlesungen Dirichlets aus den Jahren 1867/57

  • Grube: Vorlesungen über die im umgekehrten Verhältnis des der Entfernung wirkenden Kräfte Leipzig 1876
    entstanden aus dem Nachlass Dirichlets

  • Kurt-R. Biermann: Briefwechsel zwischen Alexander von Humboldt und Peter Lejeune Dirichlet Berlin Akademie-Verlag 1982

  • A Shields: Lejeune Dirichlet and the birth of analytic theory 1837-1839 The Mathematical Intelligencer 11 (1989)

Weblinks



Bücher zum Thema Peter Gustav Lejeune Dirichlet

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